{"id":8012,"date":"2018-10-17T09:34:39","date_gmt":"2018-10-17T07:34:39","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=8012"},"modified":"2018-10-17T09:34:39","modified_gmt":"2018-10-17T07:34:39","slug":"eurobarometer-rekord-zustimmung-fuer-eu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2018\/10\/17\/eurobarometer-rekord-zustimmung-fuer-eu\/","title":{"rendered":"Eurobarometer: Rekord-Zustimmung f\u00fcr EU"},"content":{"rendered":"<p><strong>Br\u00fcssel (pm).<\/strong> Rund sieben Monate vor der Europawahl erreicht die Zustimmung zur EU ein Rekord-Hoch. Die Deutschen bewerten die EU besonders positiv, zeigt eine neue Umfrage des Europ\u00e4ischen Parlaments.<\/p>\n<p>62 Prozent der EU-B\u00fcrgerinnen und -B\u00fcrger halten die Mitgliedschaft ihres Landes in der Europ\u00e4ischen Union f\u00fcr eine gute Sache. Das ist der h\u00f6chste Wert seit 25 Jahren. In Deutschland liegt dieser Wert sogar bei 81 Prozent. Au\u00dferdem sind 68 Prozent aller EU-weit Befragten der Meinung, dass ihr Land von der Mitgliedschaft in der Europ\u00e4ischen Union profitiert hat &#8211; ein Rekord-Hoch seit 1983. Mit 76 Prozent liegt Deutschland auch hier \u00fcber dem EU-Mittel. M\u00fcssten sich die Deutschen entscheiden, ob ihr Land weiter in der EU bleiben soll, w\u00fcrden 79 Prozent daf\u00fcr stimmen.<\/p>\n<p>Mit dem Funktionieren der Demokratie in der EU sind die Menschen immer zufriedener (49 Prozent gegen\u00fcber 46 Prozent vor sechs Monaten). Die Deutschen sehen auch das mit 52 Prozent Zustimmung positiver als der EU-Schnitt. Trotz der erheblichen und wachsenden Unterst\u00fctzung f\u00fcr die EU im Allgemeinen ist die H\u00e4lfte der Befragten jedoch nicht zufrieden mit der Richtung, in die sich die EU entwickelt.<\/p>\n<p>Das Image des Europ\u00e4ischen Parlaments bewertet rund ein Drittel (32 Prozent) positiv, ein F\u00fcnftel (21 Prozent) empfindet es als negativ, w\u00e4hrend die relative Mehrheit (43 Prozent) neutral eingestellt ist. In der Bundesrepublik wird das Image des Parlaments positiver wahrgenommen als im EU-Schnitt (40 Prozent). Daf\u00fcr w\u00fcnschen sich 48 Prozent aller Befragten in der EU, dass das Europ\u00e4ische Parlament in Zukunft eine gr\u00f6\u00dfere Rolle spielt.<\/p>\n<p>62 Prozent der Deutschen geben an, dass sie an der Europawahl im Mai 2019 interessiert sind. Sie halten es f\u00fcr besonders wichtig, dass sich das Parlament f\u00fcr den weltweiten Schutz der Menschenrechte (49 Prozent), die Solidarit\u00e4t zwischen den EU-Mitgliedstaaten (37 Prozent) und die Gleichberechtigung von Mann und Frau (35 Prozent) einsetzt.<\/p>\n<p>In der Kampagne f\u00fcr die kommende Europawahl w\u00fcnschen sich die Deutschen vor allem Diskussionen \u00fcber Einwanderung (56 Prozent), den Kampf gegen den Klimawandel und f\u00fcr Umweltschutz (52 Prozent) und den Kampf gegen den Terrorismus (45 Prozent). Auch EU-weit stehen Fragen rund um Einwanderung (50 Prozent) auf Platz eins der wichtigsten Themen f\u00fcr die Wahl. Im EU-Schnitt auf Platz zwei und drei liegen die Themen Wirtschaft und Wachstum (47 Prozent) sowie der Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit (47 Prozent).<\/p>\n<p>Das Wissen \u00fcber die Europawahl im n\u00e4chsten Jahr w\u00e4chst. Im EU-Mittel konnten 41 Prozent das Datum der Wahl im Mai 2019 korrekt angeben &#8211; eine Steigerung um 9 Prozentpunkte gegen\u00fcber der Befragung vor 6 Monaten. In Deutschland konnten 36 Prozent das Datum richtig angeben, ein Plus von 7 Prozentpunkten im selben Zeitraum. Allerdings konnten EU-weit 44 Prozent immer noch nicht sagen, wann die Europawahl stattfindet. In Deutschland wei\u00df die H\u00e4lfte nicht, dass am 26. Mai 2019 gew\u00e4hlt wird.<\/p>\n<p>Die aktuelle Eurobarometer-Umfrage zeigt, dass die Deutschen die Europ\u00e4ische Union positiv sehen, jedoch noch nicht alle \u00fcber die Europawahl informiert sind.<\/p>\n<p>Antonio Tajani, Pr\u00e4sident des Europ\u00e4ischen Parlaments \u00fcber die Ergebnisse: \u201eW\u00e4hrend an den Details des Austrittsabkommens mit dem Vereinigten K\u00f6nigreich gearbeitet wird, zeigen diese Zahlen, dass die Vorteile einer EU-Mitgliedschaft auf dem gesamten Kontinent zunehmend gesch\u00e4tzt werden. Doch es gibt noch viel zu tun. Weitere Zusammenarbeit und Solidarit\u00e4t auf EU-Ebene ist unerl\u00e4sslich, um Antworten auf die Anliegen der europ\u00e4ischen B\u00fcrger zu finden.\u201c<\/p>\n<p>Guy Verhofstadt, Brexit-Koordinator des Europ\u00e4ischen Parlaments: \u201eDie Tatsache, dass 51 Prozent der befragten britischen B\u00fcrger in der EU bleiben wollen, f\u00fchrt uns die tiefe Spaltung vor Augen, die der Brexit-Beschluss mit sich bringt. Sie verdeutlicht au\u00dferdem, dass wir eine nachhaltige und enge Beziehung in Form eines umfassenden Assoziierungsabkommens finden m\u00fcssen. Obwohl wir uns auf alle Eventualit\u00e4ten vorbereiten m\u00fcssen, scheint es im Vereinigten K\u00f6nigreich und \u00fcberall sonst in der EU wenig Verlangen nach einem sogenannten harten Brexit oder einem teuren No-Deal-Szenario zu geben. Ich hoffe, dass das Ergebnis der Verhandlungen dies letztendlich widerspiegeln wird.\u201c<\/p>\n<p><strong>\u00dcber das Eurobarometer<\/strong><\/p>\n<p>Die repr\u00e4sentative Meinungsumfrage wurde zwischen dem 8. und 26. September 2018 von Kantar Public durchgef\u00fchrt. Insgesamt wurden 27.474 Menschen ab 16 Jahren in den 28 EU-Mitgliedstaaten pers\u00f6nlich befragt, 1507 davon in Deutschland. Die Eurobarometer-Umfrage nimmt zweimal im Jahr die Meinungen der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger zur EU sowie ihre Ansichten \u00fcber das Europ\u00e4ische Parlament unter die Lupe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Br\u00fcssel (pm). Rund sieben Monate vor der Europawahl erreicht die Zustimmung zur EU ein Rekord-Hoch. 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