{"id":79810,"date":"2026-01-27T09:21:58","date_gmt":"2026-01-27T08:21:58","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=79810"},"modified":"2026-01-27T09:21:59","modified_gmt":"2026-01-27T08:21:59","slug":"bauernverband-begruesst-unbuerokratische-entschaedigungen-fuer-gaensefrass","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2026\/01\/27\/bauernverband-begruesst-unbuerokratische-entschaedigungen-fuer-gaensefrass\/","title":{"rendered":"Bauernverband begr\u00fc\u00dft unb\u00fcrokratische Entsch\u00e4digungen f\u00fcr G\u00e4nsefra\u00df"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Rendsburg (pm).<\/strong> Klaus-Peter Lucht, Pr\u00e4sident des Bauernverbandes Schleswig-Holstein, begr\u00fc\u00dft sowohl die Weiterf\u00fchrung der Wildg\u00e4nserichtlinie des Landwirtschaftsministeriums (MLLEV) als auch die Aufstockung der Entsch\u00e4digungsmittel auf 1,2 Mio. Euro. \u201eF\u00fcr unsere B\u00e4uerinnen und Bauern ist es richtig und wichtig, dass die Entsch\u00e4digungen weiterhin praxisnah, transparent und unb\u00fcrokratisch erfolgen. Der Fra\u00df durch die Wildg\u00e4nsepopulationen bedroht insbesondere die landwirtschaftlichen Betriebe an der Westk\u00fcste und auf den Inseln zum Teil in ihrer Existenz,&#8220; so der Bauernpr\u00e4sident. \u201eDeshalb danken wir der Landwirtschaftsministerin Cornelia Schmachtenberg f\u00fcr ihren Einsatz f\u00fcr die Landwirte und ihre Familien.&#8220; Aus fachlicher Sicht weist der Bauernverband gleichwohl darauf hin, dass noch weiterer Anpassungsbedarf besteht. Die regionale Schadensintensit\u00e4t und die Entwicklung der G\u00e4nsebest\u00e4nde erfordern eine laufende \u00dcberpr\u00fcfung der Entsch\u00e4digungspauschalen. Klaus-Peter Lucht betont: \u201eLandwirtschaft und Naturschutz funktionieren hervorragend gemeinsam. Deshalb erwarten wir, dass sich zuk\u00fcnftig auch das Umweltministerium (MEKUN) an den Entsch\u00e4digungen beteiligt und wir alle die Verantwortung f\u00fcr den Naturschutz gemeinsam tragen.&#8220; Das bedeute auch, dass das MEKUN bei der Intensivierung und Verbesserung der Instrumente des G\u00e4nsemanagement endlich sp\u00fcrbare Fortschritte erreichen m\u00fcsse. Schadensausgleich sei f\u00fcr die landwirtschaftlichen Betriebe n\u00e4mlich nicht die erste Wahl.<\/p>\n\n\n\n<p>Hintergrund:&nbsp;Die Entsch\u00e4digung f\u00fcr Fra\u00dfsch\u00e4den durch Wildg\u00e4nse wird deutlich ausgeweitet. Der Ansatz steigt von vormals veranschlagten 350.000 Euro auf 1,2 Millionen Euro. Die Landesregierung hat beschlossen, die bestehende G\u00e4nse-Richtlinie des Landwirtschaftsministeriums (MLLEV) auch weiterhin f\u00fcr die Saison 2025\/2026 (01.10.2025 &#8211; 31.05.2026) fortzuf\u00fchren. Zudem werden die Pauschalen der Entsch\u00e4digung f\u00fcr Ackerkulturen und f\u00fcr Gr\u00fcnland angepasst und um die Ackerfr\u00fcchte Winterroggen und Triticale erweitert.&nbsp;Aus Sicht des Bauernverbandes war besonders die Erh\u00f6hung der Pauschalen f\u00fcr Dauergr\u00fcnland und Ackergras mit vormals 56 \u20ac \/ha bzw. 96 \u20ac\/ha bei einem Schaden von 100 % dringend geboten. Die aktuelle M\u00f6glichkeit f\u00fcr Landwirte, Entsch\u00e4digungen f\u00fcr G\u00e4nsefra\u00df zu beantragen, basiert auf zwei Programmen. Das unter dem ehemaligen Landwirtschaftsminister Werner Schwarz (MLLEV) initiierte Programm \u201eWildgansrichtlinie&#8220; aus dem Jahr 2025 beinhaltet, Sch\u00e4den von Winterfr\u00fcchten und Gr\u00fcnland auszugleichen. Dieses Programm hat sich als Erfolg herausgestellt. 101 Antr\u00e4ge mit rund 2.700 ha Fl\u00e4che im Jahr 2025 zeigen die Wichtigkeit dieses Entsch\u00e4digungsprogramms.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Programm \u201eWei\u00dfwangengansrichtlinie&#8220; des Umweltministeriums (MEKUN) aus dem Jahr 2023 entsch\u00e4digt Fra\u00dfsch\u00e4den an Sommerfr\u00fcchten. Die Resonanz der Landwirte auf dieses Programm war sehr gering und zeigt, dass Vereinfachungen in der Umsetzung und beim Antragsverfahren notwendig sind, um das Programm f\u00fcr die Landwirtschaft besser zug\u00e4nglich zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Bauernverband erwartet f\u00fcr das Programm des MLLEV in der kommenden Saison ein h\u00f6heres Antragsvolumen als die bisherigen 101 Antr\u00e4ge sowie einen h\u00f6heren Fl\u00e4chenumfang als die bisherigen 2.700 ha und rechnet mit einer Verdreifachung der Fl\u00e4che.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rendsburg (pm). 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