{"id":79718,"date":"2026-01-22T10:34:46","date_gmt":"2026-01-22T09:34:46","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=79718"},"modified":"2026-01-22T10:34:51","modified_gmt":"2026-01-22T09:34:51","slug":"schaeden-durch-ziehende-wildgaense-landesregierung-stockt-entschaedigung-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2026\/01\/22\/schaeden-durch-ziehende-wildgaense-landesregierung-stockt-entschaedigung-auf\/","title":{"rendered":"Sch\u00e4den durch ziehende Wildg\u00e4nse: Landesregierung stockt Entsch\u00e4digung auf"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Kiel (pm).<\/strong> Die Landesregierung Schleswig-Holstein st\u00e4rkt gezielt von Wildg\u00e4nsen betroffene landwirtschaftliche Betriebe. Grundlage daf\u00fcr ist die im vergangenen Jahr eingef\u00fchrte Wildg\u00e4nserichtlinie, f\u00fcr die die finanziellen Mittel im Jahr 2026 von 350.000 auf 1,2 Millionen Euro erh\u00f6ht werden. Damit sorgt das Land daf\u00fcr, dass Landwirtinnen und Landwirte direkt und unb\u00fcrokratisch entsch\u00e4digt werden \u2013 insbesondere in den stark betroffenen Regionen an der Westk\u00fcste und auf den Inseln.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWildg\u00e4nse verursachen durch Fra\u00dfsch\u00e4den f\u00fcr viele H\u00f6fe erhebliche wirtschaftliche Belastungen. Wir handeln deshalb konsequent, damit unsere Landwirtinnen und Landwirte planbare Unterst\u00fctzung erhalten und wirtschaftliche H\u00e4rten abgefedert werden. Die R\u00fcckmeldungen aus der Fl\u00e4che nehmen wir sehr ernst und haben die Pauschalen deshalb \u00fcberpr\u00fcft und angepasst, damit die Hilfe dort ankommt, wo sie besonders ben\u00f6tigt wird&#8220;, sagte Landwirtschaftsministerin Cornelia Schmachtenberg.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor allem im Gr\u00fcnlandbereich hatten Landwirtinnen und Landwirte eine Anpassung der Pauschalen gefordert. \u201eDeshalb haben wir die Pauschalen gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer auf Grundlage aktueller Daten neu berechnet und im Gr\u00fcnland mehr als verdreifacht.&nbsp;So sichern wir praxisnah und l\u00f6sungsorientiert Landwirtinnen und Landwirten verl\u00e4ssliche und planbare Hilfe f\u00fcr ihre Betriebe&#8220;, betonte Schmachtenberg.<\/p>\n\n\n\n<p>Zugleich machte die Ministerin deutlich, dass die Entsch\u00e4digung nur ein Baustein im Umgang mit G\u00e4nsefra\u00dfsch\u00e4den ist und weitere Ma\u00dfnahmen erforderlich bleiben \u2013 auch auf europ\u00e4ischer Ebene. Vor diesem Hintergrund wird Schmachtenberg die zust\u00e4ndige EU-Kommissarin f\u00fcr Umwelt, Jessika Roswall, in der neu zusammengesetzten EU-Kommission kontaktieren, um den Erhaltungszustand der Wildg\u00e4nsearten erneut zu thematisieren. Bereits 2022 hatte die Landesregierung die Aufnahme der Nonnengans in den Anhang II der jagdbaren Arten der europ\u00e4ischen Vogelschutzrichtlinie durch ein Schreiben an die EU adressiert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wer kann einen Antrag stellen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Landwirtinnen und Landwirte, deren Fl\u00e4chen zwischen dem 1. Oktober und 31. Mai gesch\u00e4digt wurden<\/li>\n\n\n\n<li>Voraussetzung:\u00a0Schaden muss durch einen Sachverst\u00e4ndigen oder Versicherer festgestellt werden und der Schaden muss sp\u00e4testens 14 Tage nach Entstehen im G\u00e4nsemelder (<a href=\"https:\/\/serviceportal.schleswig-holstein.de\/Verwaltungsportal\/Service\/Entry\/gaensemeld\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">G\u00e4nsemelder &#8211; G\u00e4nsemonitoring und -management &#8211; Dienst Einstiegsseite &#8211; Schleswig-Holstein-Service<\/a>\u00a0) gemeldet worden sein<\/li>\n\n\n\n<li>Antr\u00e4ge m\u00fcssen bis zum 15. Juni des Folgejahres gestellt werden<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Die Schadensabwicklung erfolgt \u00fcber ein pauschaliertes Verfahren mit drei Schadensklassen. Die H\u00f6he der Pauschalen wurde von der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein auf Basis von Standarddeckungsbeitr\u00e4gen und aktuellen Preisen berechnet. Die m\u00f6gliche Entsch\u00e4digung liegt zwischen 500 und 25.000 Euro je Betrieb.<\/p>\n\n\n\n<p>Die aktuellen Antragsformulare, die F\u00f6rderrichtlinie und weitere erl\u00e4uternde Unterlagen sind ab sofort online abrufbar unter:&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.schleswig-holstein.de\/DE\/fachinhalte\/L\/landwirtschaft\/gaensefra%C3%9F_Ausgleichzahlungen?nn=c9d16318-f489-4624-9d1d-318eed75ae34\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">schleswig-holstein.de &#8211; Ministerium f\u00fcr Landwirtschaft, l\u00e4ndliche R\u00e4ume, Europa und Verbraucherschutz &#8211; Ausgleich von landwirtschaftlichen Sch\u00e4den durch ziehende Wildg\u00e4nse<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hintergrund:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Wildg\u00e4nserichtlinie erg\u00e4nzt bestehende Ma\u00dfnahmen des Vertragsnaturschutzes und bietet landesweit eine pauschalierte Entsch\u00e4digungsm\u00f6glichkeit f\u00fcr Sch\u00e4den durch ziehende Wildg\u00e4nse. Ziel ist ein fairer Interessenausgleich zwischen Landwirtschaft, Naturschutz und Kulturlandschaft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kiel (pm). Die Landesregierung Schleswig-Holstein st\u00e4rkt gezielt von Wildg\u00e4nsen betroffene landwirtschaftliche Betriebe. Grundlage daf\u00fcr ist die im vergangenen Jahr eingef\u00fchrte Wildg\u00e4nserichtlinie, f\u00fcr die die finanziellen Mittel im Jahr 2026 von 350.000 auf 1,2 Millionen Euro erh\u00f6ht werden. 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