{"id":7945,"date":"2018-10-15T14:00:51","date_gmt":"2018-10-15T12:00:51","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=7945"},"modified":"2018-10-15T14:00:51","modified_gmt":"2018-10-15T12:00:51","slug":"mehr-schulanfaenger-in-schleswig-holstein-erhalten-sprachtherapie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2018\/10\/15\/mehr-schulanfaenger-in-schleswig-holstein-erhalten-sprachtherapie\/","title":{"rendered":"Mehr Schulanf\u00e4nger in Schleswig-Holstein erhalten Sprachtherapie"},"content":{"rendered":"<p><strong>M\u00f6lln (pm).<\/strong> F\u00fcr viele Schulanf\u00e4nger hei\u00dft es nicht nur lesen, rechnen und schreiben zu lernen, sondern auch das richtige Sprechen: 25,3 Prozent der sechsj\u00e4hrigen Jungen in Schleswig-Holstein erhielten in 2016 rund um den Schulbeginn eine Sprachtherapie. Im Vorjahr lag der Wert noch bei 24,9 Prozent. Bei den gleichaltrigen M\u00e4dchen waren es immerhin noch 16,0 Prozent (Vorjahr 17,3 Prozent). Das belegt eine aktuelle Auswertung der AOK NordWest. \u201eDas kann als Hinweis verstanden werden, dass viele Kinder bereits im Grundschulalter offensichtlich Expertenhilfe ben\u00f6tigen, um sprachliche Defizite auszugleichen\u201c, sagt AOK-Serviceregionsleiter Reinhard Wunsch.<\/p>\n<p>Bei Kindern mit Entwicklungsst\u00f6rungen der Sprache oder des Sprechens werden Sprachtherapien \u00fcberwiegend ab einem Alter von vier Jahren verordnet. In Schleswig-Holstein erhielten 2016 bereits 11,1 Prozent der vierj\u00e4hrigen Jungen eine Sprachtherapie. Bei den M\u00e4dchen lag der Anteil bei 6,0 Prozent. Im Alter von f\u00fcnf bis sieben Jahren ist die Inanspruchnahme dieser Therapien am h\u00f6chsten.<\/p>\n<p>Der Schwerpunkt liegt jedoch eindeutig bei den sechsj\u00e4hrigen Kindern, sowohl bei den Jungen als auch bei den M\u00e4dchen. Der Blick auf die vergangenen Jahre zeigt, dass sich die Verordnungswerte bei den Sechsj\u00e4hrigen schon seit l\u00e4ngerem auf einem sehr hohen Niveau eingependelt haben. Nach der Zeit des Schuleintritts wird der Anteil der Kinder, die eine Sprachtherapie erhalten, geringer.<\/p>\n<p>\u00dcber die m\u00f6glichen Ursachen der starken Verbreitung von sprachtherapeutischen Behandlungen rund um den Schuleintritt wird in der Fachwelt seit Jahren diskutiert. Eine Erkl\u00e4rung ist, dass sich die in diesem Alter angemessenen F\u00e4higkeiten bei den Kindern verschlechtert haben. Gleichzeitig wird aber auch ein Wandel der Anforderungen von Schule und Elternhaus an die Kinder beobachtet, so wie auch \u00e4rztliches Diagnoseverhalten und Therapiem\u00f6glichkeiten kontinuierlichen Ver\u00e4nderungsprozessen unterliegen. \u201eAuch wenn Sprachtherapien helfen k\u00f6nnen, Defizite der kindlichen Umwelt zu bew\u00e4ltigen, sollten Verhaltens- und verh\u00e4ltnispr\u00e4ventive Ma\u00dfnahmen in Kinderg\u00e4rten und Schulen sowie im Elternhaus in ihrer Wirkung nicht untersch\u00e4tzt werden. Damit kann Entwicklungsst\u00f6rungen schon in fr\u00fchen Jahren vorgebeugt werden\u201c, so Reinhard Wunsch.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00f6lln (pm). F\u00fcr viele Schulanf\u00e4nger hei\u00dft es nicht nur lesen, rechnen und schreiben zu lernen, sondern auch das richtige Sprechen: 25,3 Prozent der sechsj\u00e4hrigen Jungen in Schleswig-Holstein erhielten in 2016 rund um den Schulbeginn eine Sprachtherapie. 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