{"id":78951,"date":"2025-12-23T09:33:22","date_gmt":"2025-12-23T08:33:22","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=78951"},"modified":"2025-12-23T09:33:22","modified_gmt":"2025-12-23T08:33:22","slug":"geesthachter-krankenhaus-gruene-fraktion-fordert-entschlossenes-handeln-des-gesundheitsministeriums","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2025\/12\/23\/geesthachter-krankenhaus-gruene-fraktion-fordert-entschlossenes-handeln-des-gesundheitsministeriums\/","title":{"rendered":"Geesthachter Krankenhaus: GR\u00dcNE-Fraktion fordert entschlossenes Handeln des Gesundheitsministeriums"},"content":{"rendered":"<p><strong>Geesthacht (pm).<\/strong> Die Fraktion der B\u00fcndnis 90\/Gr\u00fcnen nimmt nach der Entscheidung des Gl\u00e4ubigerausschusses Stellung. Hier positioniert sich die Fraktion zum weiteren Vorgehen um das Geesthachter Krankenhaus:<\/p>\n<p>Mit gro\u00dfer Best\u00fcrzung hat die Fraktion von B\u00dcNDNIS 90\/DIE GR\u00dcNEN die Entscheidung des Gl\u00e4ubigerausschusses zur Zukunft des Geesthachter Krankenhauses zur Kenntnis genommen. Entgegen dem medizinisch wie versorgungspolitisch sinnvollen Rettungskonzept der Stadt Geesthacht entschied sich das Gremium f\u00fcr die CTP-Gruppe.<\/p>\n<p>Nach dieser Entscheidung sollen lediglich die Geriatrie und die Psychiatrie erhalten bleiben. Das Herzst\u00fcck des Krankenhauses \u2013 die Akut- und Grundversorgung \u2013 wird damit faktisch zerschlagen. Unmittelbar vor dem Jahreswechsel verlieren \u00fcber 250 engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Arbeitspl\u00e4tze. Trotz partei\u00fcbergreifender Einigkeit und einer beispiellosen kommunalen Kraftanstrengung, einschlie\u00dflich zweier Sondersitzungen der Ratsversammlung, wurde das \u00dcbernahmeangebot der Stadt Geesthacht abgelehnt.<\/p>\n<p>Dazu erkl\u00e4rt Max Hansen, Mitglied der Geesthachter Ratsversammlung: \u201eDass die immensen Anstrengungen der Stadt Geesthacht nicht zum Erfolg gef\u00fchrt haben, ist ein fatales Signal. Hier wurde eine zentrale Chance vertan, die regionale Gesundheitsversorgung dauerhaft in kommunaler Verantwortung zu sichern. Auf das Land kommen nun erhebliche Herausforderungen zu, um die entstehenden Versorgungsl\u00fccken zu schlie\u00dfen.\u201c Vor diesem Hintergrund fordert die Gr\u00fcne Ratsfraktion das schleswig-holsteinische Gesundheitsministerium nachdr\u00fccklich auf, daf\u00fcr Sorge zu tragen, dass auch nach der Entscheidung des Gl\u00e4ubigerausschusses wesentliche Bereiche der medizinischen Grundversorgung in Geesthacht erhalten bleiben.<\/p>\n<p>Dies betrifft insbesondere Leistungsgruppen wie Notaufnahme, Intensivstation, Chirurgie und Geburtshilfe. F\u00fcr jede dieser Leistungen m\u00fcsse gepr\u00fcft werden, mit welchen Tr\u00e4gern und in welchen Strukturen eine Fortf\u00fchrung m\u00f6glich ist. \u201eEs ist wirklich sehr schade, dass wir nicht erfahren d\u00fcrfen, warum der Gl\u00e4ubigerausschuss der CTP-Gruppe den Zuschlag erteilt hat und die Stadt Geesthacht ihr Angebot nicht finalisieren durfte. Gesundheit darf keine geheime Ware sein.<\/p>\n<p>Wir erwarten nun vom Gesundheitsministerium, dass es Verantwortung \u00fcbernimmt und aktiv handelt. Nur so lassen sich drohende Versorgungsl\u00fccken wirksam schlie\u00dfen\u201c, so Jens Kalke, Mitglied der Ratsversammlung. Die GR\u00dcNE Ratsfraktion weist zudem darauf hin, dass die Entscheidung des Gl\u00e4ubigerausschusses voraussichtlich erhebliche Auswirkungen auf den Rettungsdienst haben wird. L\u00e4ngere Transportwege zu weiter entfernten Kliniken erfordern zus\u00e4tzliche Rettungswagen, mehr Personal und m\u00f6glicherweise sogar die Einrichtung eines zweiten Standortes.<\/p>\n<p>Dazu erkl\u00e4rt Marcus Worm, Vorsitzender des Geesthachter Sozialausschusses: \u201eDas skrupellose, renditeorientierte Vorgehen der CTP-Gruppe wird voraussichtlich neue Kosten im Rettungsdienst verursachen \u2013 Kosten, die letztlich von den Krankenkassen und damit von der Allgemeinheit getragen werden m\u00fcssen.\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr die GR\u00dcNEN-Fraktion sind die Geschehnisse um das Geesthachter Krankenhaus ein abschreckendes Beispiel daf\u00fcr, zu welchen negativen Folgen die Privatisierung des Gesundheitswesens f\u00fchren kann. Die Fraktion unterst\u00fctzt deshalb grunds\u00e4tzlich Reformans\u00e4tze, die die Rolle der \u00f6ffentlichen Hand im Krankenhauswesen st\u00e4rken.<\/p>\n<figure id=\"attachment_70546\" aria-describedby=\"caption-attachment-70546\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-70546\" src=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Leichte-Sprache-600x344.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"344\" srcset=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Leichte-Sprache-600x344.jpg 600w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Leichte-Sprache-768x440.jpg 768w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Leichte-Sprache.jpg 1000w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-70546\" class=\"wp-caption-text\">Im Sinne der Inklusion versuchen wir ab sofort zu unseren Artikeln auch eine \u00dcbersetzung in leichter Sprache zu bieten. Wir bitten um Verst\u00e4ndnis, dass wir aus zeitlichen Gr\u00fcnden immer nur einige Berichte \u00fcbersetzen k\u00f6nnen.<br \/>Image by <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/users\/maky_orel-436253\/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=2684015\">Mark\u00e9ta Klime\u0161ov\u00e1<\/a> from <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/\/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=2684015\">Pixabay<\/a><\/figcaption><\/figure>\n<p data-start=\"62\" data-end=\"150\"><strong data-start=\"62\" data-end=\"150\">Geesthachter Krankenhaus: GR\u00dcNE fordern schnelles Handeln vom Gesundheitsministerium<\/strong><\/p>\n<p data-start=\"152\" data-end=\"422\">Geesthacht. Die Fraktion von B\u00dcNDNIS 90\/DIE GR\u00dcNEN ist sehr entt\u00e4uscht \u00fcber die Entscheidung zur Zukunft des Geesthachter Krankenhauses. Der sogenannte Gl\u00e4ubigerausschuss hat entschieden, dass nicht die Stadt Geesthacht das Krankenhaus \u00fcbernimmt, sondern die CTP-Gruppe.<\/p>\n<p data-start=\"424\" data-end=\"588\">Die GR\u00dcNEN finden diese Entscheidung falsch. Die Stadt Geesthacht hatte ein gutes und sinnvolles Rettungskonzept vorgelegt. Trotzdem wurde dieses Angebot abgelehnt.<\/p>\n<p data-start=\"590\" data-end=\"933\">Nach der Entscheidung sollen nur noch die Bereiche <strong data-start=\"641\" data-end=\"670\">Geriatrie (Altersmedizin)<\/strong> und <strong data-start=\"675\" data-end=\"690\">Psychiatrie<\/strong> erhalten bleiben. Wichtige Teile des Krankenhauses sollen schlie\u00dfen. Dazu geh\u00f6ren die <strong data-start=\"777\" data-end=\"792\">Notaufnahme<\/strong>, die <strong data-start=\"798\" data-end=\"817\">Intensivstation<\/strong>, die <strong data-start=\"823\" data-end=\"836\">Chirurgie<\/strong> und die <strong data-start=\"845\" data-end=\"861\">Geburtshilfe<\/strong>. Damit geht ein gro\u00dfer Teil der medizinischen Grundversorgung verloren.<\/p>\n<p data-start=\"935\" data-end=\"1289\">Kurz vor dem Jahreswechsel verlieren mehr als <strong data-start=\"981\" data-end=\"1021\">250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter<\/strong> ihren Arbeitsplatz. Das ist f\u00fcr die Betroffenen sehr schlimm. Besonders bitter ist: Alle Parteien in der Stadt hatten gemeinsam versucht, das Krankenhaus zu retten. Es gab sogar zwei extra Sitzungen der Ratsversammlung. Trotzdem wurde das Angebot der Stadt abgelehnt.<\/p>\n<p data-start=\"1291\" data-end=\"1573\">Max Hansen aus der Ratsversammlung sagt:<br data-start=\"1331\" data-end=\"1334\" \/>\u201eDie vielen Anstrengungen der Stadt waren umsonst. Das ist ein sehr schlechtes Zeichen. Eine gro\u00dfe Chance wurde verpasst, die Gesundheitsversorgung vor Ort zu sichern. Jetzt hat das Land gro\u00dfe Probleme, die Versorgungsl\u00fccken zu schlie\u00dfen.\u201c<\/p>\n<p data-start=\"1575\" data-end=\"1879\">Deshalb fordert die GR\u00dcNE Ratsfraktion das <strong data-start=\"1618\" data-end=\"1667\">Gesundheitsministerium von Schleswig-Holstein<\/strong> auf, schnell zu handeln. Auch nach der Entscheidung m\u00fcssen wichtige medizinische Angebote in Geesthacht erhalten bleiben. F\u00fcr jede wichtige Leistung soll gepr\u00fcft werden, ob und wie sie weitergef\u00fchrt werden kann.<\/p>\n<p data-start=\"1881\" data-end=\"2166\">Jens Kalke aus der Ratsversammlung kritisiert au\u00dferdem:<br data-start=\"1936\" data-end=\"1939\" \/>\u201eWir wissen bis heute nicht, warum die CTP-Gruppe ausgew\u00e4hlt wurde. Diese Entscheidung ist nicht transparent. Gesundheit darf kein Geheimnis sein. Jetzt erwarten wir vom Gesundheitsministerium, dass es Verantwortung \u00fcbernimmt.\u201c<\/p>\n<p data-start=\"2168\" data-end=\"2430\">Die GR\u00dcNEN warnen auch vor Folgen f\u00fcr den <strong data-start=\"2210\" data-end=\"2228\">Rettungsdienst<\/strong>. Wenn Patientinnen und Patienten in weiter entfernte Krankenh\u00e4user gebracht werden m\u00fcssen, braucht es mehr Rettungswagen und mehr Personal. M\u00f6glicherweise wird sogar ein zweiter Rettungsstandort n\u00f6tig.<\/p>\n<p data-start=\"2432\" data-end=\"2681\">Marcus Worm, Vorsitzender des Sozialausschusses, sagt dazu:<br data-start=\"2491\" data-end=\"2494\" \/>\u201eDas Vorgehen der CTP-Gruppe ist nur auf Gewinn ausgerichtet. Dadurch entstehen neue Kosten im Rettungsdienst. Diese Kosten m\u00fcssen am Ende die Krankenkassen und die Allgemeinheit zahlen.\u201c<\/p>\n<p data-start=\"2683\" data-end=\"2921\" data-is-last-node=\"\" data-is-only-node=\"\">F\u00fcr die GR\u00dcNEN zeigt dieser Fall deutlich, welche Probleme entstehen k\u00f6nnen, wenn Krankenh\u00e4user privatisiert werden. Deshalb unterst\u00fctzen sie Reformen, bei denen St\u00e4dte und der Staat wieder mehr Verantwortung f\u00fcr Krankenh\u00e4user \u00fcbernehmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geesthacht (pm). Die Fraktion der B\u00fcndnis 90\/Gr\u00fcnen nimmt nach der Entscheidung des Gl\u00e4ubigerausschusses Stellung. Hier positioniert sich die Fraktion zum weiteren Vorgehen um das Geesthachter Krankenhaus: Mit gro\u00dfer Best\u00fcrzung hat die Fraktion von B\u00dcNDNIS 90\/DIE GR\u00dcNEN die Entscheidung des Gl\u00e4ubigerausschusses zur Zukunft des Geesthachter Krankenhauses zur Kenntnis genommen. 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