{"id":78867,"date":"2025-12-25T05:43:33","date_gmt":"2025-12-25T04:43:33","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=78867"},"modified":"2025-12-18T12:46:12","modified_gmt":"2025-12-18T11:46:12","slug":"naechster-meilenstein-bei-der-zielvereinbarung-landwirtschaft-erreicht-ostseebeiraete-legen-umsetzungsplaene-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2025\/12\/25\/naechster-meilenstein-bei-der-zielvereinbarung-landwirtschaft-erreicht-ostseebeiraete-legen-umsetzungsplaene-vor\/","title":{"rendered":"N\u00e4chster Meilenstein bei der Zielvereinbarung Landwirtschaft erreicht: Ostseebeir\u00e4te legen Umsetzungspl\u00e4ne vor"},"content":{"rendered":"<div><strong>Kiel (pm).<\/strong> Die Umsetzung der Zielvereinbarung Landwirtschaft im Rahmen des Aktionsplans Ostseeschutz (APOS) erreicht einen wichtigen Zwischenschritt: Knapp ein Jahr nach der Unterzeichnung liegen die regionalen Umsetzungspl\u00e4ne der f\u00fcnf Ostseebeir\u00e4te vor, denen die Steuerungsgruppe \u2013 bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der landwirtschaftlichen Verb\u00e4nde sowie des Landwirtschafts- und Umweltministeriums \u2013 zugestimmt hat. Die Entw\u00fcrfe zeigen, mit welchem Engagement Landwirtschaft und Verb\u00e4nde den Prozess tragen und den Ostseeschutz voranbringen.<\/div>\n<div><\/div>\n<div><strong>Landwirtschaftsministerin Cornelia Schmachtenberg<\/strong>\u00a0betonte: \u201eDie Ostseebeir\u00e4te leisten beeindruckende Arbeit. Mit ihren Umsetzungspl\u00e4nen liegt erstmals ein regional verankerter, fachlich fundierter Fahrplan vor, wie wir die gemeinsamen freiwilligen Ziele der Zielvereinbarung erreichen k\u00f6nnen. Die Unterschiede in den Pl\u00e4nen zeigen vor allem eines: Es war richtig, die Verantwortung in die Regionen zu geben und nicht alles aus Kiel vorzugeben. Die Menschen vor Ort kennen ihre Landschaft, die Belastungspfade und ihre Handlungsspielr\u00e4ume am besten. Die Ostseebeir\u00e4te sind daf\u00fcr der richtige Ansatz \u2013 und die Landwirtschaft ist hierbei in beeindruckender Weise in Vorleistung gegangen.&#8220;<\/div>\n<div><\/div>\n<div><strong>Umweltstaatssekret\u00e4rin Katja G\u00fcnther<\/strong>\u00a0sagte: \u201eDer Zustand der Ostsee ist nicht gut und die Eutrophierung, das hei\u00dft die Anreicherung der Meeresumwelt mit N\u00e4hrstoffen, ist weiterhin eines der gro\u00dfen \u00f6kologischen Probleme f\u00fcr unser Heimat-Meer. Es ist gut, dass wir den gemeinsam formulierten Zielen zur Reduzierung der N\u00e4hrstoffeintr\u00e4ge mit den Umsetzungspl\u00e4nen der Ostseebeir\u00e4te nun einen Schritt n\u00e4herkommen. Ich danke allen, die sich konstruktiv und ehrenamtlich in das Verfahren eingebracht haben. F\u00fcr den Schutz der Ostsee ist nun die Durchf\u00fchrung entscheidend.&#8220;<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Seit Jahresbeginn haben die Ostseebeir\u00e4te \u2013 mit Vertreterinnen und Vertretern aus Landwirtschaft, Wasser- und Bodenverb\u00e4nden sowie weiteren Akteuren \u2013 intensiv gearbeitet. Mehr als 20 Sitzungen, zahlreiche Fachrunden und wissenschaftliche Expertise sind in die Pl\u00e4ne eingeflossen. Dazu kamen vier vom MEKUN ausgerichtete Regionalkonferenzen, Feldtage, vielf\u00e4ltige Informations- und Dialogformate sowie Praxistage. Ein neu angesto\u00dfenes Forschungsvorhaben zu Dr\u00e4nteichen und feuchten Ackersenken sowie das neue Informationsportal im DigitalenAtlasNord erg\u00e4nzten den Prozess. \u201eDas Jahr hat gezeigt, wie viel Expertise und Innovationskraft in der Landwirtschaft steckt. Unsere Landwirtinnen und Landwirte investieren Zeit, Wissen und Technik \u2013 lange bevor erste Evaluationen greifen. Dies verdient Respekt und Anerkennung&#8220;, sagte Schmachtenberg.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Die regionalen Umsetzungspl\u00e4ne machen deutlich, wie unterschiedlich die Herausforderungen in Schleswig-Holstein sind. Die f\u00fcnf Ostseebeiratsregionen unterscheiden sich in Agrarstruktur, Belastungspfaden und landschaftlicher Ausgangslage. Die Pl\u00e4ne setzen daher jeweils dort an, wo regional die gr\u00f6\u00dfte Wirkung erzielt werden kann:<\/div>\n<div><\/div>\n<ul>\n<li>\n<div><strong>Trave-Region:<\/strong>\u00a0Intensiver Ackerbau und hohe N\u00e4hrstofffrachten. Fokus auf D\u00fcngemanagement, ackerbauliche Feinsteuerung und technische Verfahren wie Schlitztechnik oder G\u00fclleans\u00e4uerung.<\/div>\n<div><\/div>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>\n<div><strong>Wagrien-Fehmarn\/Neust\u00e4dter Bucht:<\/strong>\u00a0Moor- und Feuchtbodengebiete. Schwerpunkt auf Wiedervern\u00e4ssung, Dr\u00e4nteichen, Filtersystemen und erg\u00e4nzenden D\u00fcngema\u00dfnahmen.<\/div>\n<div><\/div>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>\n<div><strong>Eckernf\u00f6rder Bucht\/Baltic-Probstei:\u00a0<\/strong>Erosionsgef\u00e4hrdete K\u00fcstenregionen mit sandigen B\u00f6den. Fokus auf Gew\u00e4sserrandstreifen, Zwischenfr\u00fcchte und pr\u00e4zises D\u00fcngemanagement.<\/div>\n<div><\/div>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>\n<div><strong>Flensburger F\u00f6rde<\/strong>: Kleinteilige Strukturen, Mischung aus Ackerbau und Gr\u00fcnland. Breiter Ma\u00dfnahmenmix von Wiedervern\u00e4ssung \u00fcber \u00d6kolandbau bis hin zu Pr\u00e4zisionsd\u00fcngung und Technik.<\/div>\n<div><\/div>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>\n<div><strong>Schlei:<\/strong>\u00a0Besonders empfindliche Einzugsr\u00e4ume mit langen Uferlinien. Fokus auf Gew\u00e4sser- und Landschaftsschutz, Wiedervern\u00e4ssung, Acker-zu-Gr\u00fcnland-Umwandlungen, Zwischenfr\u00fcchte und reduziertes D\u00fcngemanagement.<\/div>\n<div><\/div>\n<\/li>\n<\/ul>\n<div>F\u00fcr 2026 plant das MLLEV den Aufbau eines umfassenden Monitorings zur Wirksamkeit der Ma\u00dfnahmen, Workshops zu innovativen Verfahren wie Dr\u00e4nfiltern, erste Modell- und Demonstrationsvorhaben sowie die Vorbereitung der ersten Evaluation Ende 2026. Auch der Nitratmessdienst zur Bestimmung des Bodenstickstoffs im Fr\u00fchjahr wird weiter ausgebaut. \u201eF\u00fcr die n\u00e4chsten Schritte stehen Haushaltsmittel bereit, um modellhafte Vorhaben und innovative Minderungsma\u00dfnahmen zu unterst\u00fctzen. Damit k\u00f6nnen wir gezielt dort helfen, wo Projekte regional besonders wirksam sind. Der Ostseeschutz ist eine gemeinsame Aufgabe \u2013 und gemeinsam schaffen wir die Voraussetzungen f\u00fcr eine gesunde Ostsee&#8220;, so Schmachtenberg.<\/div>\n<div><\/div>\n<div><strong>Hintergrund:<\/strong><\/div>\n<div><\/div>\n<div>Die Landesregierung Schleswig-Holstein hatte im Fr\u00fchjahr 2024 den Aktionsplan Ostseeschutz 2030 (<a href=\"https:\/\/www.schleswig-holstein.de\/DE\/landesregierung\/themen\/kueste-wasser-meer\/aktionsplan-ostseeschutz\/apos-2030\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">schleswig-holstein.de \u2013 Aktionsplan<\/a>) auf den Weg gebracht. Die Zielvereinbarung Landwirtschaft ist Teil des Gesamtpakets und umfasst zus\u00e4tzliche freiwillige Ma\u00dfnahmen in der Landwirtschaft, um die Frachten von Stickstoff und Phosphor bis 2030 bzw. 2035 um jeweils zehn Prozent zu reduzieren (<a href=\"https:\/\/www.schleswig-holstein.de\/DE\/fachinhalte\/L\/landwirtschaft\/Ostseebeiraete\/Ostseebeiraete_start\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">schleswig-holstein.de &#8211; Landwirtschaft in Schleswig-Holstein &#8211; Hintergrund Aktionsplan Ostseeschutz<\/a>).<\/div>\n<div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kiel (pm). Die Umsetzung der Zielvereinbarung Landwirtschaft im Rahmen des Aktionsplans Ostseeschutz (APOS) erreicht einen wichtigen Zwischenschritt: Knapp ein Jahr nach der Unterzeichnung liegen die regionalen Umsetzungspl\u00e4ne der f\u00fcnf Ostseebeir\u00e4te vor, denen die Steuerungsgruppe \u2013 bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der landwirtschaftlichen Verb\u00e4nde sowie des Landwirtschafts- und Umweltministeriums \u2013 zugestimmt hat. Die Entw\u00fcrfe zeigen, mit [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":45881,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"jnews-multi-image_gallery":[],"jnews_single_post":{"format":"standard","override":[{"template":"1","parallax":"1","fullscreen":"1","layout":"right-sidebar","sidebar":"default-sidebar","second_sidebar":"default-sidebar","sticky_sidebar":"1","share_position":"top","share_float_style":"share-monocrhome","show_view_counter":"1","show_featured":"1","show_post_meta":"1","show_post_author":"1","show_post_author_image":"1","show_post_date":"1","post_date_format":"default","post_date_format_custom":"Y\/m\/d","post_reading_time_wpm":"300","post_calculate_word_method":"str_word_count","show_zoom_button":"0","zoom_button_out_step":"2","zoom_button_in_step":"3","show_post_tag":"1","show_popup_post":"1","show_comment_section":"1","number_popup_post":"1","show_author_box":"1","show_post_related":"1","show_inline_post_related":"0"}],"image_override":[{"single_post_thumbnail_size":"crop-500","single_post_gallery_size":"crop-500"}],"trending_post_position":"meta","trending_post_label":"Trending","sponsored_post_label":"Sponsored by","disable_ad":"0","subtitle":""},"jnews_primary_category":[],"jnews_social_meta":[],"jnews_override_counter":{"view_counter_number":"0","share_counter_number":"0","like_counter_number":"0","dislike_counter_number":"0"},"jnews_post_split":{"post_split":[{"template":"1","tag":"h2","numbering":"asc","mode":"normal","first":"0","enable_toc":"0","toc_type":"normal"}]},"footnotes":""},"categories":[94,1237],"tags":[612,427,1719],"class_list":["post-78867","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-deutschland","category-umweltnatur","tag-landwirtschaft","tag-ostsee","tag-umweltschutz"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/78867","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=78867"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/78867\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":78868,"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/78867\/revisions\/78868"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/45881"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=78867"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=78867"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=78867"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}