{"id":7639,"date":"2018-10-03T09:45:54","date_gmt":"2018-10-03T07:45:54","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=7639"},"modified":"2018-10-03T09:45:54","modified_gmt":"2018-10-03T07:45:54","slug":"ratzeburger-volkshochschule-zieht-positive-zwischenbilanz-zum-ausstellungsprojekt-100-jahre-frauenwahlrecht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2018\/10\/03\/ratzeburger-volkshochschule-zieht-positive-zwischenbilanz-zum-ausstellungsprojekt-100-jahre-frauenwahlrecht\/","title":{"rendered":"Ratzeburger Volkshochschule zieht positive Zwischenbilanz zum Ausstellungsprojekt &#8218;100 Jahre Frauenwahlrecht&#8216;"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ratzeburg (pm).<\/strong> Eine positive Zwischenbilanz zieht die Ratzeburger Volkshochschule zur Halbzeit des Ausstellungsprojektes &#8222;100 Jahre Frauenwahlrecht&#8220; im Ratzeburger Rathaus. Zahlreiche Besucher*innen haben inzwischen die Plakate zu den Themen &#8222;Frauenwahlrecht und Frauenrechte&#8220; betrachten k\u00f6nnen , die in ihrer Unterschiedlichkeit und Aussagekraft ein ganzes Jahrhundert umspannen und die Historie des Frauenwahlrechts mit hochaktuellen Kampagnen f\u00fcr Frauenrechte verbinden.<\/p>\n<p>Die Ausstellung wurde er\u00f6ffnet im Rahmen eines von Uta R\u00f6pcke moderierten Podiumsgespr\u00e4chs mit aktiven Politikerinnen aus Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene. Dr. Nina Scheer (MdB), Anette R\u00f6ttger (MdL) und Annedore Granz (Mitglied des Kreistages) beschrieben in sehr pers\u00f6nlichen Beitr\u00e4gen ihre Motivation, sich politisch zu engagieren und sprachen dabei auch \u00fcber H\u00fcrden und Widerst\u00e4nde, die diesem Engagement bis heute gegen\u00fcberstehen. Auch wenn die Akzeptanz von Frauen in politischen \u00c4mtern in der heutigen Zeit durchweg gegeben ist, bleibt das Geschlechterverh\u00e4ltnis in den Parlamenten kontinuierlich bei zwei Drittel zu einem Drittel zugunsten der m\u00e4nnlichen Parlamentarier. Es sei vor allem die grunds\u00e4tzliche Frage von Vereinbarkeit von politischer T\u00e4tigkeit mit famili\u00e4ren Verpflichtungen, so die einhellige der Podiumsteilnehmerinnen, die Frauen von politischen Karrieren abhielten. So w\u00fcrden beispielsweise Sitzungstermine ganz h\u00e4ufig nicht famili\u00e4re Belange ber\u00fccksichtigen. Strittig blieb allerdings die Frage, ob eine strikte Frauenquote in Mandatsbesetzung und auch Redezeiten, wie sie B\u00fcndnis90\/ DIE GR\u00dcNEN praktizieren ein geeignetes Mittel ist, die Geschlechterparit\u00e4t in den Parlamenten herzustellen. Deutlich wurde allerdings, dass Frauen in der Politik, diese in Stil, Form und Inhalten durchaus ver\u00e4ndern. So wurde festgestellt, dass Frauen in deutlich anderer Weise politische Reden f\u00fchren und zus\u00e4tzliche Wortmeldungen zumeist erfolgen, wenn noch wichtiges Ungesagtes darzustellen ist. M\u00e4nnliche Kollegen h\u00e4tten demgegen\u00fcber zuweilen den Hang, bereits Gesagtes noch einmal zu wiederholen und damit Sitzungsdebatten unn\u00f6tig zu verl\u00e4ngern.<\/p>\n<p>Ein weiterer H\u00f6hepunkt des Ausstellungsprojektes war die szenische Lesung &#8222;Suffragetten &#8211; Damenwahl&#8220; mit Maren Colell und Angela Bertram vom Ensemble des &#8222;Theater im Stall&#8220;. Rund 50 Besucher*innen folgten dem sehr unterhaltsamen Blick in die Geschichte des Kampf um die Einf\u00fchrung des allgemeinen Frauenwahlrechts vor 100 Jahren und erfuhren, dass dieser Kampf in Europa erst 1990 mit der h\u00f6chstrichterlichen Einf\u00fchrung des Stimmrechtes f\u00fcr Frauen im Schweizer Kanton Appenzell Innerrhoden gewonnen wurde, entgegen einem Mehrheitsentscheid der M\u00e4nner an der Landsgemeinde am 29. April 1990. In vielen Text und Liedbeispielen wurde gezeigt, \u00fcber wie viele Jahre insbesondere in den K\u00f6pfen von M\u00e4nnern um gleichberechtigte Frauenbilder und Frauenrollen gerungen werden musste. Und noch bis heute gerungen werden muss, wie insbesondere der zweite und dritte Teil der Plakatausstellung zeigt, die amerikanische K\u00fcnstlermotive des &#8222;Women\u2019s March on Washington&#8220; und der gerade laufenden Kampagne \u201ePower to the polls\u201c, die aktiv versucht, das Geschlechterverh\u00e4ltnis im amerikanischen Kongress bei den Wahlen im kommenden November nachhaltig und mit einiger Aussicht auf Erfolg zu ver\u00e4ndern. Noch nie haben sich bei den Demokratinnen so viele Frauen als Kandidatinnen aufstellen lassen.<\/p>\n<p>Die Ausstellung &#8222;100 Jahre Frauenwahlrecht&#8220; ist noch bis zum 26. Oktober 2018 im Ratssaal w\u00e4hrend der \u00d6ffnungszeiten zu sehen. Sie wird gef\u00f6rdert durch die &#8222;Partnerschaft f\u00fcr Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen&#8220; im Rahmen des Bundesprogramms &#8222;Demokratie leben!&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ratzeburg (pm). 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