{"id":76014,"date":"2025-09-09T08:22:33","date_gmt":"2025-09-09T07:22:33","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=76014"},"modified":"2025-09-10T09:24:12","modified_gmt":"2025-09-10T08:24:12","slug":"haltung-und-aufnahme-von-waschbaeren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2025\/09\/09\/haltung-und-aufnahme-von-waschbaeren\/","title":{"rendered":"Haltung und Aufnahme von Waschb\u00e4ren"},"content":{"rendered":"<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm).<\/strong> Sie sind niedlich, sie sind schlau und sie k\u00f6nnen in Gefangenschaft relativ schnell zutraulich werden: Die urspr\u00fcnglich aus Nordamerika stammenden Waschb\u00e4ren breiten sich in Deutschland als Neozoen, eine durch Menschen eingeschleppte Art, immer weiter aus. Als sogenannte Kulturfolger f\u00fchlen sie sich in menschlicher N\u00e4he wohl, Begegnungen mit den nachtaktiven Raubtieren werden auch im Kreis Herzogtum Lauenburg wahrscheinlicher. Entsprechend h\u00e4ufiger kommt es auch vor, dass Waschb\u00e4ren, vor allem Jungtiere, als Pflege- oder Haustiere aufgenommen werden. Videos in den sozialen Medien zeigen in idyllischen Bildern das Zusammenleben mit den Tieren und Spazierg\u00e4nge an der Leine. Sie erwecken damit den Eindruck, Waschb\u00e4ren w\u00e4ren leicht zu haltende Haustiere.<\/p>\n<p>Was jedoch die meisten nicht wissen: Die Aufnahme von Waschb\u00e4ren ist nur mit Erlaubnis der zust\u00e4ndigen Jagdaus\u00fcbungsberechtigten gestattet. Waschb\u00e4ren unterliegen dem Jagdrecht, die Aufnahme der Tiere ohne Erlaubnis ist als Jagdwilderei strafbar. Zudem gelten Waschb\u00e4ren als invasive Art von unionsweiter Bedeutung. Als geschickte J\u00e4ger bedrohen sie unter anderem Amphibien- und Schlangenpopulationen gesch\u00fctzter Arten, wie Grasfrosch und Ringelnatter. Nach einer Aufnahme der Tiere, d\u00fcrfen diese deswegen auch nicht wieder in die Natur entlassen werden, wie es bei heimischen Wildtieren das Ziel w\u00e4re. So aufgezogenen Tieren steht folglich ein Leben in Gefangenschaft bevor.<\/p>\n<p>Dabei ist die Haltung von Waschb\u00e4ren eigentlich sogar verboten, kann aber unter bestimmten Voraussetzungen durch das Landesamt f\u00fcr Umwelt Schleswig-Holstein genehmigt werden.<\/p>\n<p>Das sollten sich potentielle Halterinnen und Halter aber vorher gut \u00fcberlegen! Waschb\u00e4ren ben\u00f6tigen Platz, eine artgerechte Ern\u00e4hrung inklusive tierischer Anteile, eine ad\u00e4quate Besch\u00e4ftigung und sind am besten in einer Gruppe aufgehoben. Zudem k\u00f6nnen sie in Gefangenschaft bis zu 15 oder sogar 20 Jahre alt werden. Mit der Geschlechtsreife entwickeln sie h\u00e4ufig ein unvorhersehbares, aggressives Verhalten. Folgen einer falschen Haltung und Ern\u00e4hrung sind vielfach \u00dcbergewicht, Krankheiten und stereotypische Verhaltensst\u00f6rungen. Eine Wohnungshaltung kann f\u00fcr die agilen Wildtiere niemals artgerecht sein. Die Weitergabe aufgenommener Tiere an Auffangstationen, kann aus Kapazit\u00e4tsgr\u00fcnden schwierig sein.<\/p>\n<p>Nicht au\u00dfer Acht gelassen werden sollte auch, dass Waschb\u00e4ren Krankheiten und Parasiten \u00fcbertragen, die ebenfalls f\u00fcr Menschen oder Haustiere gef\u00e4hrlich sein k\u00f6nnen. Dies sind unter anderem Staupe, Parvovirose, Leptospirose und auch der Waschb\u00e4rspulwurm. \u00c4hnlich wie beim Fuchsbandwurm k\u00f6nnen die Larven im Menschen schwere Krankheitsverl\u00e4ufe ausl\u00f6sen. Die \u00dcbertragung erfolgt durch die Aufnahme von Wurmeiern aus Waschb\u00e4r- oder Hundekot.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm). 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