{"id":74637,"date":"2025-07-23T08:48:59","date_gmt":"2025-07-23T07:48:59","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=74637"},"modified":"2025-07-23T08:48:59","modified_gmt":"2025-07-23T07:48:59","slug":"positive-signale-aus-dem-hansebelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2025\/07\/23\/positive-signale-aus-dem-hansebelt\/","title":{"rendered":"Positive Signale aus dem Hansebelt"},"content":{"rendered":"<p><strong>L\u00fcbeck\/Travem\u00fcnde (pm). <\/strong>Ungewohnte und wohltuende T\u00f6ne: \u201eNach mehr als 15 Jahren k\u00f6nnen wir in Deutschland endlich wieder \u00fcber Wirtschaftswachstum, Sicherheit und die Bundeswehr sprechen. Viel zu lange waren das ein No Go oder ein Tabu&#8220;, sagte Professor Dr. Thomas Straubhaar in der Veranstaltung \u201eWachstum &amp; Resilienz: Rezepte f\u00fcr erfolgreiches Wirtschaften in einer dynamischen Weltordnung&#8220; auf der Travem\u00fcnder Woche. \u201eResilienz ist ein Modebegriff: Er bedeutet Anpassung an neue Gegebenheiten.&#8220; In Deutschland habe es aktuell deutliche Ver\u00e4nderungen gegeben. \u201eWie h\u00e4tten Sie in den vergangenen Monaten mehr Geld verdienen k\u00f6nnen, als auf Deutschland zu setzen? Der Deutsche Aktienindex hat seit Jahresbeginn um 20 Prozent zugelegt, der Dow Jones in den USA dagegen nur zehn Prozent.&#8220; Die Lage sei demnach viel besser als die Stimmung. \u201eEs geht jetzt darum, die Stimmung der Lage anzupassen&#8220;, sagte Straubhaar.<\/p>\n<p>Rund 120 G\u00e4ste waren der gemeinsamen Einladung von IHK zu L\u00fcbeck und Hansebelt-Verein zum \u201eHanseBelt Summer Lunch meets IHK-Fokus Wirtschaft&#8220; ins Slow Down Hotel gefolgt. Straubhaar, international renommierter Wirtschaftsexperte, und Professor Dr. Arno Probst, Partner der Deloitte GmbH und Mitglied der IHK-Vollversammlung, diskutierten mit Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik dar\u00fcber, wie die Wirtschaft sich konkret an die Herausforderungen durch die geopolitischen Ver\u00e4nderungen und Krisen anpassen kann. Der Hansebelt-Vorsitzende Arndt Schanze hatte es bereits in seiner Begr\u00fc\u00dfung auf den Punkt gebracht: \u201eF\u00fcr mich hei\u00dft Resilienz: Verantwortung trifft auf Herausforderung. Der beste Zeitpunkt, sich damit zu besch\u00e4ftigen, ist jetzt.&#8220;<\/p>\n<p>F\u00fcr ihn gehe es Resilienz immer um Krisenresilienz, betonte Professor Dr. Andr\u00e9 R\u00f6hl von der NBS Northern Business School in Hamburg. Seine Leitfragen: \u201eWie kann sich ein Unternehmen auf Betriebsunterbrechungen vorbereiten und die verhindern?&#8220; und \u201eBin ich vorbereitet, die richtigen Entscheidungen zu treffen?&#8220; Leider seien rund 60 Prozent der Unternehmen in Deutschland hier noch nicht gut aufgestellt. Das Thema Sicherheit habe an aber Bedeutung gewonnen, denn die Cyber-Bedrohung sei gestiegen und die geografische Lage habe sich ver\u00e4ndert. \u201eDabei ist die physische Sicherheit \u00fcber die Hintert\u00fcr reingekommen: Es n\u00fctzt nichts, \u00fcber Cyber-Security zu sprechen, wenn mir einer den Rechner klaut&#8220;, sagte er.<\/p>\n<p>Wesentlich f\u00fcr Resilienz seien eine offene Kommunikation zwischen F\u00fchrung und Belegschaft sowie auch die Vielfalt, betonte Melanie Karmann-Holt, Kommunikationschefin der L\u00fcbecker Dr\u00e4gerwerk AG &amp; Co. KGaA. \u201eUnsere gro\u00dfe internationale Aufstellung und Vielfalt sind Faktoren, die uns zugutekommen.&#8220; Ebenso vielf\u00e4ltig seien m\u00f6gliche Krisen. Der Konzern habe Regionen mit schwierigen oder guten Zeiten. \u201eDaher k\u00f6nnen nicht jede einzelne Situation vorbereiten. Medizin- und Sicherheitstechnik sind sehr gefragt, das tr\u00e4gt zu unserer Resilienz bei. Zudem haben wir kein Produkt, das mehr als zwei Prozent unseres Umsatzes ausmacht, und keinen Lieferanten, der uns gef\u00e4hrden kann.&#8220;<\/p>\n<p>Dem stimmte Bettina Wache-M\u00f6hle, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der L\u00fcbecker Wache GmbH, zu: eine Krise oder ihre Bew\u00e4ltigung lie\u00dfen sich nicht vorplanen, eine Beurteilung sei in der Regel nur r\u00fcckblickend m\u00f6glich. \u201eNiemand konnte sich die Auswirkungen eines quer stehenden Schiffs im Suezkanal ausmalen&#8220;, betonte sie. Wichtig seien daher Agilit\u00e4t und Kommunikation sowie die Bereitschaft zur Verantwortung. Der Vorteil eines familiengef\u00fchrten mittelst\u00e4ndischen Unternehmens sei: \u201eWir kennen uns und haben einen gemeinsam Wertekanon. Vielleicht sind wir nicht immer einer Meinung, verfolgen aber ein Ziel. F\u00fcr uns ist Nachhaltigkeit keine Modeerscheinung, als Familienunternehmen denken wir in Generationen.&#8220; Nachdem sie in die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung des auf Feinwerktechnik spezialisierten Betriebes eingestiegen war, musste sie viel lernen \u00fcber Technik und dar\u00fcber, \u201ewas Ingenieurskunst und Unternehmertum bedeuten \u2013 denn das sind die St\u00e4rken Deutschlands&#8220;.<\/p>\n<p>Auf die Frage nach M\u00f6glichkeiten zur Verbesserung der Stimmung sagte Rasmus V\u00f6ge, Mitglied des Schleswig-Holsteinischen Landtags: \u201eBei meinen Gespr\u00e4chen mit Unternehmern h\u00f6re ich immer wieder, die \u00dcberregulierung unseres gesamten Wirtschaftslebens und vieler anderer Bereiche ist der Strick um den Hals unseres Landes. Wenn ich ins europ\u00e4ische Ausland schaue, ist es aber anders. Dort geht es mit derselben europ\u00e4ischen Regelung schneller.&#8220; Als Beispiel nannte er den Hafenausbau in den Niederlanden. \u201eUnsere Politik muss mutiger werden. Dann k\u00f6nnen wir die Tatkraft der deutschen Wirtschaft wieder steigern.&#8220;<\/p>\n<p>Dem stimmte Tim Kl\u00fcssendorf, Mitglied des Deutschen Bundestags und SPD-Generalsekret\u00e4r, zu: \u201eWir m\u00fcssen davon wegkommen, uns gegenseitig zu schlecht zu reden. In den vergangenen Jahren sind wir gut durch viele Krisen gekommen. Jetzt m\u00fcssen wir unseren Wohlstand erhalten, das geht durch Resilienz.&#8220; Die Politik m\u00fcsse handeln und vieles auf den Weg bringen, das in der vergangenen Legislatur liegengeblieben ist. Er stamme aus einer alten L\u00fcbecker Handwerksfamilie und wisse, \u201edass Marktwirtschaft funktionieren muss. Wir haben aber an vielen Stellen die Schrauben \u00fcberdreht.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>L\u00fcbeck\/Travem\u00fcnde (pm). Ungewohnte und wohltuende T\u00f6ne: \u201eNach mehr als 15 Jahren k\u00f6nnen wir in Deutschland endlich wieder \u00fcber Wirtschaftswachstum, Sicherheit und die Bundeswehr sprechen. 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