{"id":74522,"date":"2025-07-18T10:35:58","date_gmt":"2025-07-18T09:35:58","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=74522"},"modified":"2025-07-18T10:35:58","modified_gmt":"2025-07-18T09:35:58","slug":"verkehrsentwicklungsplan-geesthacht-jugendliche-sprechen-ueber-mobilitaet-der-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2025\/07\/18\/verkehrsentwicklungsplan-geesthacht-jugendliche-sprechen-ueber-mobilitaet-der-zukunft\/","title":{"rendered":"Verkehrsentwicklungsplan Geesthacht: Jugendliche sprechen \u00fcber Mobilit\u00e4t der Zukunft"},"content":{"rendered":"<p><strong>Geesthacht (pm).\u00a0<\/strong>Wie wollen wir uns 2040 durch Geesthacht bewegen? Das ist die zentrale Frage des Verkehrsentwicklungsplans, den die Stadt Geesthacht derzeit entwickelt. Ziel ist es, m\u00f6glichst klimaschonende und inklusive Antworten auf die Mobilit\u00e4tsfragen der Zukunft zu finden \u2013 und das unter Ber\u00fccksichtigung m\u00f6glichst vieler unterschiedlicher Interessen. Am 16. Juli 2025 waren Jugendliche der Stadt an der Reihe. Bei der Jugendmobilit\u00e4tkonferenz tauschten sich im Rathaus Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler aller weiterf\u00fchrenden Schulen Geesthachts mit Experten f\u00fcr die Themen Stra\u00dfenraum, Verkehre und klimafreundliche Mobilit\u00e4t aus.<\/p>\n<p>\u201eDer Blick der Jugendlichen auf das Thema Mobilit\u00e4t ist sehr wichtig \u2013 gerade weil er oft von dem der Erwachsenen abweicht. Die Jugendlichen, die bei unserer Mobilit\u00e4tskonferenz dabei sind, werden als Botschafter f\u00fcr ihre Generation in unserem Planungsprozess angeh\u00f6rt\u201c, erkl\u00e4rt Sina D\u00f6hring vom Fachdienst Stadtplanung der Geesthachter Stadtverwaltung und Projektleitung f\u00fcr den Verkehrsentwicklungsplan. Gemeinsam mit ihrem Team von der Stadtplanung hatte Sina D\u00f6hring im Vorfeld der Konferenz alle weiterf\u00fchrenden Schulen Geesthachts kontaktiert und ihnen angeboten, sich bei der Erstellung des Verkehrsentwickungsplans mit Ideen einzubringen. Der Einladung gefolgt sind insgesamt vier Sch\u00fclervertretungen \u2013 zwei des Otto-Hahn-Gymnasiums und jeweils eine Gruppe von Alfred-Nobel sowie Bertha-von-Suttner-Schule. Jeder Kursus setzte sich mit der Mobilit\u00e4t der Zukunft im Unterricht auseinander und erarbeitete Thesen dazu, die dann in der Jugendmobilit\u00e4tskonferenz von benannten Sprecherinnen und Sprechern der Gruppen vorgestellt wurden. \u201eWir wollen erfahren, was den Jugendlichen wichtig ist. Wie kommen sie heute bereits von A nach B und was k\u00f6nnen wir machen, damit klimafreundliche Mobilit\u00e4tsformen von den Jugendlichen noch st\u00e4rker genutzt werden\u201c, erkl\u00e4rt Sina D\u00f6hring.<\/p>\n<p>Auff\u00e4llig bei der Ist-Situation: F\u00fcr l\u00e4ngere Wege nutzen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Jugendmobilit\u00e4tskonferenz aktuell den \u00d6PNV und das Auto \u2013 letzteres vor allem als Mitfahrende, denn einen F\u00fchrerschein hatte nur eine der Befragten. Nur eine Person benannte bei der Umfrage, die das durch die Konferenz f\u00fchrenden Planungsb\u00fcros Planersociet\u00e4t und TOLLERORT entwickeln und beteiligen vorbereitet hatte, das Fahrrad als Hauptfortbewegungsmittel. Und das ist auff\u00e4llig, denn in der Diskussion wurde mehrfach von den jungen Leuten formuliert, dass sie das Fahrrad zum Fortbewegungsmittel Nummer 1 der Zukunft erkl\u00e4ren w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Aktuell \u2013 so berichteten die Jugendlichen w\u00e4hrend der Konferenz \u2013 w\u00fcrden der st\u00e4rkeren Nutzung des Fahrrads aus ihrer Sicht einige H\u00fcrden gegen\u00fcber: In einigen Bereichen des Stadtgebiets w\u00fcrden sie sich nicht sicher genug f\u00fchlen, die vielen Steigungen machten das Fahrradfahren unattraktiv, ebenso schlechtes Wetter und die Dominanz des Autos im Verkehrsnetz. Einige L\u00f6sungsans\u00e4tze aus Sicht der Jugendlichen: Die Einrichtung von noch mehr Fahrradstra\u00dfen, die f\u00fcr Radfahrende reserviert sind und demnach ein besonders sicheres und schnelles Radfahren erm\u00f6glichen. Ein E-Bike-Verleih f\u00fcr Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler \u2013 am besten personengebunden, um Vandalismus vorzubeugen. Auch ausleihbare E-Scooter sind aus Sicht der Jugendlichen attraktiv \u2013 m\u00f6glichst buchbar per App und mit Stationen am ZOB und an den Schulen.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus formulierten die Jugendlichen beispielsweise den Wunsch nach einem noch umfangreicheren \u00d6PNV-Angebot. Ganz konkret platzierten sie die Bahnanbindung Geesthachts an Hamburg in der Konferenz. Den Bau der Umgehungsstra\u00dfe bef\u00fcrwortete ein Teil der Jugendlichen, weil so der Verkehr aus der Innenstadt herausgeleitet w\u00fcrde \u2013 einige Teilnehmende sprachen sich sogar f\u00fcr eine autofreie Innenstadt aus.<\/p>\n<p>Zur Einordnung: Die Stadt Geesthacht hat sich dazu entschieden, als Orientierungshilfe f\u00fcr die k\u00fcnftige Planung der Verkehre in Geesthacht einen Verkehrsentwicklungsplan zu erstellen. Die darin formulierten W\u00fcnsche und Vorschl\u00e4ge sind nicht bindend.<\/p>\n<p>Um ein m\u00f6glichst umfassendes Bild von den Bed\u00fcrfnissen und Einstellungen der Einwohnenden und Handelnden Geesthachts zu diesem Thema zu erhalten, setzt die Stadt auf ein mehrstufiges Beteiligungsverfahren. Im Mai fand bereits ein B\u00fcrgerforum statt. In direktem Austausch mit der Stadtverwaltung, sowie den Planungsb\u00fcros \u201ePlanersociet\u00e4t\u201c und \u201eTOLLERORT entwickeln und beteiligen\u201c wurden gemeinsam Ideen, Anregungen und Visionen f\u00fcr die k\u00fcnftige Verkehrsgestaltung in Geesthacht gesammelt. Alle Ergebnisse dieser Veranstaltung sind unter \u201eDokumente\u201c unter dem Link https:\/\/geesthacht.de\/Rathaus-Politik\/Bauen-Wohnen\/Verkehrsentwicklungsplan\/ einsehbar. Alternativ gelangen Interessierte \u00fcber den Reiter \u201eRathaus &amp; Politik\u201c und dort unter \u201eBauen &amp; Wohnen\u201c zu den Punkt \u201eVerkehrsentwicklungsplan\u201c. Danach folgte eine sechsw\u00f6chige Online-Beteiligung, die am 4. Juli 2025 mit einer Vielzahl an Beitr\u00e4gen endete. Insgesamt wurden 316 Beitr\u00e4ge auf der interaktiven Karte verortet, 146 Kommentare verfasst und 1.134 Likes vergeben. Auch die Umfrage zu den verkehrlichen Zielen stie\u00df auf reges Interesse. Hier nahmen 218 Personen teil und trugen somit aktiv zur Diskussion \u00fcber die Mobilit\u00e4t von morgen bei.<\/p>\n<p>Derzeit erfolgt die Auswertung aller Beitr\u00e4ge, um den vielf\u00e4ltigen Input der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger in die weiteren Planungsschritte einflie\u00dfen zu lassen. \u00dcber weitere Beteiligungsm\u00f6glichkeiten, beispielsweise in Form von Werkst\u00e4tten, werden Interessierte fr\u00fchzeitig informiert. Abschluss findet der Verkehrsentwicklungsplan voraussichtlich im Herbst 2026. Die Stadt dankt allen Personen, die sich bereits in lebhaften und wertvollen Diskussionen eingebracht oder an Befragungen teilgenommen haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geesthacht (pm).\u00a0Wie wollen wir uns 2040 durch Geesthacht bewegen? Das ist die zentrale Frage des Verkehrsentwicklungsplans, den die Stadt Geesthacht derzeit entwickelt. Ziel ist es, m\u00f6glichst klimaschonende und inklusive Antworten auf die Mobilit\u00e4tsfragen der Zukunft zu finden \u2013 und das unter Ber\u00fccksichtigung m\u00f6glichst vieler unterschiedlicher Interessen. Am 16. 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