{"id":74213,"date":"2025-07-12T05:03:52","date_gmt":"2025-07-12T04:03:52","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=74213"},"modified":"2025-07-09T10:09:53","modified_gmt":"2025-07-09T09:09:53","slug":"feldtests-fuer-ein-optimiert-ausgelastetes-stromnetz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2025\/07\/12\/feldtests-fuer-ein-optimiert-ausgelastetes-stromnetz\/","title":{"rendered":"Feldtests f\u00fcr ein optimiert ausgelastetes Stromnetz"},"content":{"rendered":"<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm).\u00a0<\/strong>Die Idee ist so simpel wie genial: Je genauer und aktueller Daten \u00fcber den Zustand einer Hochspannungsfreileitung erfasst werden, desto effizienter kann die Leitung genutzt werden. Dieses einfache Prinzip versteckt sich hinter dem Begriff des Freileitungsmonitorings. Schleswig-Holstein Netz (SH Netz) testet ab sofort an zwei Freileitungen erstmals die entsprechenden Sensoren von verschiedenen Herstellern, um das bestehende Freileitungsmonitoring weiterzuentwickeln.<\/p>\n<p>Die Witterung wirkt sich auf Freileitungen aus. Dabei gilt: Je h\u00f6her die Au\u00dfentemperatur ist, desto geringer ist die zul\u00e4ssige \u00dcbertragungskapazit\u00e4t eines Leiterseils. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an das Stromnetz: Immer mehr Erneuerbare Energien-Anlagen werden angeschlossen, w\u00e4hrend gleichzeitig der Stromverbrauch \u2013 etwa durch W\u00e4rmepumpen oder E-Lades\u00e4ulen \u2013 ansteigt. Damit SH Netz ihr Stromnetz optimal nutzen kann, ist ein genaues Freileitungsmonitoring entscheidend.<\/p>\n<p>\u201eWir wollen herausfinden, ob beziehungsweise welche Sensoren einen Mehrwert im Vergleich zu unserem aktuellen Freileitungsmonitoring bieten und welche Sensoren am besten zu unserem Anforderungsprofil passen&#8220;, sagt Projektleiter Gianmarco Salazar Gesell. Die Sensoren nutzen unterschiedlichste Verfahren: W\u00e4hrend beispielsweise ein Modell die Schwingung des Leiterseils misst, um daraus dessen Temperatur zu errechnen, erfasst ein anderes die Neigung des Seils. Denn: Je w\u00e4rmer ein Leiterseil ist, desto st\u00e4rker h\u00e4ngt es aufgrund der Ausdehnung des Stahls durch. Ein Mindestabstand von sechs Metern muss zum Boden immer eingehalten werden. Ein besonders wichtiger Aspekt, der von zu den Sensoren geh\u00f6renden Wetterstationen gemessen wird, ist die Windgeschwindigkeit. Je st\u00e4rker der Wind weht, desto besser k\u00fchlt er die Leiterseile. Bei dem Test werden zudem Aspekte wie die Montage oder die Kosten der Sensoren miteinander verglichen.<\/p>\n<p>Der Testzeitraum erstreckt sich \u00fcber ein Jahr. \u201eDadurch k\u00f6nnen wir \u00fcber alle Jahreszeiten hinweg Daten erfassen und miteinander vergleichen&#8220;, sagt Gerrit Erichsen, ebenfalls Projektleiter. Insgesamt 30 Sensoren an elf Masten haben Mitarbeiter von SH Netz k\u00fcrzlich f\u00fcr den Vergleichstest installiert. Montiert wurden sie an einer Hochspannungsleitung im Kreis Nordfriesland sowie einer Leitung im Kreis Pinneberg. Dadurch werden unterschiedliche Nutzungsprofile abgedeckt: \u201eIm Kreis Nordfriesland sind viele Windparks an der Leitung angeschlossen, w\u00e4hrend im Kreis Pinneberg viele Verbraucher Strom durch die Leitung beziehen&#8220;, erkl\u00e4rt Gianmarco Salazar Gesell.<\/p>\n<p>Aktuell greift SH Netz f\u00fcr das Freileitungsmonitoring auf Daten von Wetterstationen zur\u00fcck. Davon betreibt SH Netz elf eigene Exemplare in Schleswig-Holstein. Anhand der Wetterdaten errechnet SH Netz die \u00dcbertragungskapazit\u00e4ten ihrer Leitungen. Durch die neuen Sensoren soll dieses Verfahren im Schwachwindbereich verbessert werden, sodass SH Netz f\u00fcr den Ausbau von Photovoltaikanlagen noch besser ger\u00fcstet ist. Verl\u00e4uft der Test positiv, plant SH Netz den Einsatz von Sensoren im Hochspannungsnetz. Die Wetterstationen werden jedoch als Backup weiterbetrieben. \u201eDadurch haben wir selbst bei einem Ausfall von Sensorik eine sichere Berechnungsgrundlage&#8220;, sagt Gianmarco Salazar Gesell.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm).\u00a0Die Idee ist so simpel wie genial: Je genauer und aktueller Daten \u00fcber den Zustand einer Hochspannungsfreileitung erfasst werden, desto effizienter kann die Leitung genutzt werden. Dieses einfache Prinzip versteckt sich hinter dem Begriff des Freileitungsmonitorings. 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