{"id":73517,"date":"2025-06-21T05:17:59","date_gmt":"2025-06-21T04:17:59","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=73517"},"modified":"2025-06-18T08:24:28","modified_gmt":"2025-06-18T07:24:28","slug":"ihk-zu-luebeck-und-luebeck-port-authority-chancen-fuer-die-moderne-logistik-auf-dem-elbe-luebeck-kanal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2025\/06\/21\/ihk-zu-luebeck-und-luebeck-port-authority-chancen-fuer-die-moderne-logistik-auf-dem-elbe-luebeck-kanal\/","title":{"rendered":"IHK zu L\u00fcbeck und L\u00fcbeck Port Authority: Chancen f\u00fcr die moderne Logistik auf dem Elbe-L\u00fcbeck-Kanal"},"content":{"rendered":"<p><strong>L\u00fcbeck (pm).<\/strong> Der Elbe-L\u00fcbeck-Kanal (ELK) soll f\u00fcr die Binnenschifffahrt, die Hafenwirtschaft sowie Verlader auch weiterhin wirtschaftlich nutzbar sein. Um die Zeit bis zu einem umfassenden, wirksamen Ausbau der Wasserstra\u00dfe zu nutzen, sollte eine Strategie zur Aktivierung der heute schon vorhandenen, aber brachliegenden Transportkapazit\u00e4t entwickelt werden. Hierbei k\u00f6nnte der Einsatz von teilautonomen Schubverb\u00e4nden logistisch sinnvoll sein. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie vom Fraunhofer-Center f\u00fcr Maritime Logistik und Dienstleistungen CML im Auftrag der L\u00fcbeck Port Authority (LPA) und der Industrie- und Handelskammer zu L\u00fcbeck. Es bedarf allerdings auch des Engagements der Wirtschaft und der Reeder, in entsprechende Transporteinheiten bei einem durchaus vorhandenen Ladungsaufkommen zu investieren, um diese modernen Konzepte zu realisieren.<\/p>\n<p>Im Jubil\u00e4umsjahr setzt die Wirtschaft weiterhin auf das Potenzial des 125 Jahre alten ELK. Da dessen Bedeutung im Zuge der gew\u00fcnschten Verkehrswende und aufgrund der geopolitischen Ver\u00e4nderungen in der Ostsee perspektivisch deutlich gestiegen ist, legen die IHK zu L\u00fcbeck und die LPA nun die Studie \u201ePotenzial von (teil-)autonomen Schubverb\u00e4nden auf dem ELK\u201c vor.<\/p>\n<p>Die Binnenwasserstra\u00dfe ist in die Jahre gekommen \u2013 die Infrastruktur ist f\u00fcr moderne Schiffsgr\u00f6\u00dfen nicht mehr geeignet und die Sperrzeiten durch Instandsetzungen h\u00e4ufen sich. Dabei ist die Ausbaunotwendigkeit des Kanals nach wie vor vorhanden. Sie wurde in den Gremien der IHK, durch Interessensbekundungen von Verladern aus der Wirtschaft sowie durch den verabschiedeten Hafenentwicklungsplan der Hansestadt L\u00fcbeck eindrucksvoll dokumentiert.<\/p>\n<p>Der ELK ist im Bundesverkehrswegeplan 2030 aus guten sachlichen und fachlichen Gr\u00fcnden in den sogenannten vordringlichen Bedarf aufgenommen worden. Entsprechende Ausbaugesetze best\u00e4tigen dies. Die Wirtschaft der Region und die Akteure der Binnenschifffahrt unterst\u00fctzen mit Nachdruck das Ziel, die weiteren n\u00f6tigen Voraussetzungen f\u00fcr die moderne Binnenschifffahrt auf dem ELK zu schaffen: Um wirtschaftlich mit einem 110 Meter langen Gro\u00dfmotorg\u00fcterschiff auf dem ELK zu fahren, m\u00fcssen noch sechs Schleusen auf 115 Meter verl\u00e4ngert, das Kanalbett auf 2,80 Meter Tauchtiefe vertieft und einige Br\u00fccken auf 5,25 Meter Durchfahrtsh\u00f6he angehoben werden.<\/p>\n<p>Bis dieser Ausbau jedoch abgeschlossen und f\u00fcr die Logistik durchg\u00e4ngig wirksam ist, vergehen voraussichtlich noch Jahrzehnte. Doch in der Zwischenzeit bietet der ELK logistische Chancen und Potenziale, auch wenn die wirtschaftlich attraktiven gro\u00dfen Schubverb\u00e4nde und Gro\u00dfmotorg\u00fcterschiffe den ELK nicht passieren k\u00f6nnen. Auch um dem Fachkr\u00e4ftemangel zu begegnen, k\u00f6nnte durch den Einsatz von teilautonomen Schubverb\u00e4nden die Attraktivit\u00e4t der Wasserstra\u00dfe gesteigert werden, bis der im aktuellen Bundesverkehrswegeplan vorgesehene Ausbau des Kanals abgeschlossen ist.<\/p>\n<p>Die neuen Transporteinheiten sind dabei auf die m\u00f6glichen Abmessungen des Kanals zu optimieren und mit klimafreundlichen Antrieben auszustatten. Zuk\u00fcnftig k\u00f6nnen teilautonome Systeme die unbemannten Ladungsbeh\u00e4lter (sogenannte Leichter) effizient durch den infrastrukturell beschr\u00e4nkten ELK schleusen. Ab Lauenburg k\u00f6nnen diese Leichter wieder zu gr\u00f6\u00dferen, wirtschaftlich zu betreibenden bemannten Schubverb\u00e4nden gekoppelt werden. Dies erm\u00f6glicht einen nahtlosen Anschluss an den Ladungstransport auf den gr\u00f6\u00dferen Binnenwasserstra\u00dfen Elbe und Elbe-Seiten-Kanal und somit eine effiziente Integration in bestehende Logistikketten.<\/p>\n<p>Das Fraunhofer CML empfiehlt das Konzept \u201eSchubverband mit gro\u00dfem Leichter (Konzept 1A) Retro-Fit Option\u201c als kurzfristige Interimsl\u00f6sung, um unmittelbar die Attraktivit\u00e4t des ELK zu steigern. Dass solche ferngesteuerten und teilautonomen Systeme rechtlich m\u00f6glich sind und sicher betrieben werden k\u00f6nnen, zeigen bestehende Aktivit\u00e4ten in Belgien und j\u00fcngst auch auf dem Rhein. Das Konzept teilautonomer Schubverb\u00e4nde stellt nicht nur eine provisorische L\u00f6sung dar, sondern ist auch kompatibel mit einem k\u00fcnftigen Ausbau des ELKs, da es den demografischen Herausforderungen begegnet. Zun\u00e4chst k\u00f6nnte jedoch der bestehende Engpass der Infrastruktur \u00fcberbr\u00fcckt werden, um den ELK durchg\u00e4ngig als lebendige Transportader im Binnenwasserstra\u00dfennetz zu erhalten. So soll es gelingen, die Trimodalit\u00e4t im L\u00fcbecker Hafen \u00fcber das 125. Jubil\u00e4um des ELKs hinaus zu sichern und als weiteren Standortvorteil in der logistischen Kette zu festigen, so IHK und LPA unisono.<\/p>\n<p class=\"xmsonormal\">Die Studie vom Fraunhofer-Center f\u00fcr Maritime Logistik und Dienstleistungen CML kann bei der IHK zu L\u00fcbeck angefordert und voraussichtlich ab Ende Juni von der Homepage des\u00a0<a href=\"https:\/\/www.cml.fraunhofer.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Fraunhofer CML<\/a>\u00a0kostenlos heruntergeladen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>L\u00fcbeck (pm). 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