{"id":72905,"date":"2025-05-28T11:18:47","date_gmt":"2025-05-28T10:18:47","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=72905"},"modified":"2025-05-28T11:23:39","modified_gmt":"2025-05-28T10:23:39","slug":"der-eichenprozessionsspinner-ist-wieder-unterwegs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2025\/05\/28\/der-eichenprozessionsspinner-ist-wieder-unterwegs\/","title":{"rendered":"Der Eichenprozessionsspinner ist wieder unterwegs"},"content":{"rendered":"<p><strong>Geesthacht (pm).\u00a0<\/strong>Aufmerksamkeit ist wieder geboten, denn mit dem w\u00e4rmeren Wetter breitet sich ein unangenehmer Gast wieder mehr im Stadtgebiet aus: Der Eichenprozessionsspinner. Erste Nester sind beispielsweise an Eichen am Elbewanderweg entdeckt worden. \u201eDer st\u00e4dtische Baumkontrolleur Dirk Pretzsch konnte nun den ersten Befall an Eichen dokumentieren. Es hat auf Gespinste in Gr\u00fcnhof-Tesperhude hingewiesen. Dort beobachten wir das Vorkommen des Eichenprozessionsspinners seit mehreren Jahren und weisen auch mit fest installierten Schildern auf die m\u00f6gliche Gefahr hin\u201c, erkl\u00e4rt Franko Stein vom Fachdienst Umwelt der Geesthachter Stadtverwaltung. Wer mit den feinen H\u00e4rchen der Raupe in Ber\u00fchrung kommt, kann unangenehme Effekte erleiden.<\/p>\n<figure id=\"attachment_51992\" aria-describedby=\"caption-attachment-51992\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-51992\" src=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Eichenprozessionsspiner-Stadt-Ratzeburg-hfr-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Eichenprozessionsspiner-Stadt-Ratzeburg-hfr-300x225.jpg 300w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Eichenprozessionsspiner-Stadt-Ratzeburg-hfr-768x576.jpg 768w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Eichenprozessionsspiner-Stadt-Ratzeburg-hfr-750x563.jpg 750w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Eichenprozessionsspiner-Stadt-Ratzeburg-hfr.jpg 1000w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-51992\" class=\"wp-caption-text\">Nest des Eichenprozessionsspinners (Thaumetopoea processionea). Foto: Falko Seyffarth (CC BY-SA 3.0), hfr<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Orte, an denen Eichenprozessionsspinner beobachtet werden, vermerkt die Stadtverwaltung in einem Kataster. Betroffen waren in den vergangenen Jahren beispielsweise Eichen am Waldrand in Besenhorst, am Hochzeitswald und am Waldrand im Bereich Richtweg\/Heinrichshof. Die h\u00e4ufig betroffenen Bereiche wie zum Beispiel am Elbuferwanderweg bis hin zum Elbkantinchen sind mit Warnschildern versehen. Zudem werden die Geesthachter Schulen und Kindertagesst\u00e4tten regelm\u00e4\u00dfig mit Hilfe eines Flyers dar\u00fcber informiert, woran der Befall von B\u00e4umen mit dem Eichenprozessionsspinner zu erkennen ist, wie man sich bei einem Befall verh\u00e4lt und zu welchen Symptomen es bei Ber\u00fchrungen des Tieres und seiner Gespinste kommen kann.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Werden in \u00f6ffentlichen Bereichen Raupen oder Nester des Eichenprozessionsspinners entdeckt, ist das dem Fachdienst Umwelt zu melden. Dieser l\u00e4sst die betroffenen Bereiche dann absperren. Wenn m\u00f6glich, werden dann die st\u00e4dtischen Baumpfleger t\u00e4tig. Befinden sich die Nester allerdings in zu gro\u00dfen H\u00f6hen, m\u00fcssen sie durch Fachfirmen entfernt werden. \u201eAn Schulen, Kitas oder anderen \u00f6ffentlichen Bereichen, in denen das Vorkommen des Eichenprozessionsspinners zu gef\u00e4hrdenden Situationen f\u00fchren kann, wird er entfernt. Wir sind uns aber im Klaren dar\u00fcber, dass wir den Eichenprozessionsspinner nicht ganz loswerden k\u00f6nnen, daf\u00fcr haben wir zu viel Wald in Geesthacht\u201c, sagt Franko Stein. \u201ePanik ist aber nicht angebracht. Wer die Nester im eigenen Garten entdeckt, ist f\u00fcr eine Beseitigung oder den Gefahren, die davon ausgehen k\u00f6nnen selbst verantwortlich.\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das erste Mal sind die Raupen 2011 in Geesthacht entdeckt worden. Die Geesthachter Stadtverwaltung reagierte rasch mit Aufkl\u00e4rung: Offensiv wurden Kitas, Schulen und \u00c4rzte \u00fcber das Vorkommen informiert. F\u00fcr die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger wurde ein Flyer entwickelt, der verteilt wurde und noch immer unter\u00a0<a href=\"http:\/\/www.geesthacht.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.geesthacht.de<\/a>\u00a0abrufbar ist. Darin ist unter anderem nachzulesen, woran Eichenprozessionsspinner zu erkennen sind und inwieweit der Kontakt mit den Raupen oder deren Nestern zu gesundheitlichen Beeintr\u00e4chtigungen f\u00fchren kann \u2013 dieses ist \u00fcbrigens das ganze Jahr \u00fcber m\u00f6glich:<\/p>\n<ul>\n<li style=\"font-weight: 400;\">w\u00e4hrend der Fra\u00dfzeit der Raupen, wenn ab ca. Ende Mai\/Anfang Juni (je nach Witterungsverlauf) die Gifthaare ausgebildet werden und<\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\">w\u00e4hrend des \u00fcbrigen Zeitraums durch die Gespinstnester, die Gifthaare enthalten. Die Wirkdauer der Gifthaare betr\u00e4gt 5 bis 10 Jahre.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nach einem Kontakt mit den Haaren der Eichenprozessionsspinner-Raupen gibt es sehr unterschiedliche Symptome. Direkter oder indirekter Kontakt mit den Haaren verursacht mehr oder weniger schnell eine Reizung der Haut und der Schleimh\u00e4ute. Der aus den Gifthaaren freigesetzte Giftstoff l\u00f6st bei Kontakt pseudoallergische Reaktionen aus wie Juckende, entz\u00fcndliche Hautausschl\u00e4ge, Quaddeln und Bl\u00e4schen vor allem im Gesicht, am Hals und in den Ellenbogenbeugen, Entz\u00fcndungen der Augenbindehaut, Reizungen im Rachenbereich mit Halsschmerzen und in den oberen Luftwegen mit Husten; in seltenen F\u00e4llen mit asthmatischen Beschwerden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geesthacht (pm).\u00a0Aufmerksamkeit ist wieder geboten, denn mit dem w\u00e4rmeren Wetter breitet sich ein unangenehmer Gast wieder mehr im Stadtgebiet aus: Der Eichenprozessionsspinner. Erste Nester sind beispielsweise an Eichen am Elbewanderweg entdeckt worden. \u201eDer st\u00e4dtische Baumkontrolleur Dirk Pretzsch konnte nun den ersten Befall an Eichen dokumentieren. Es hat auf Gespinste in Gr\u00fcnhof-Tesperhude hingewiesen. 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