{"id":72792,"date":"2025-05-26T07:54:07","date_gmt":"2025-05-26T06:54:07","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=72792"},"modified":"2025-05-26T07:54:07","modified_gmt":"2025-05-26T06:54:07","slug":"uksh-eroeffnet-erstes-medizinisches-zentrum-fuer-erwachsene-mit-behinderung-in-schleswig-holstein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2025\/05\/26\/uksh-eroeffnet-erstes-medizinisches-zentrum-fuer-erwachsene-mit-behinderung-in-schleswig-holstein\/","title":{"rendered":"UKSH er\u00f6ffnet erstes Medizinisches Zentrum f\u00fcr Erwachsene mit Behinderung in Schleswig-Holstein"},"content":{"rendered":"<p><strong>L\u00fcbeck (pm).<\/strong> Im Beisein der Landesbeauftragten f\u00fcr Menschen mit Behinderungen, Michaela Pries, und des Gesundheitsstaatssekret\u00e4rs Dr. Olaf Tauras wird am Dienstag, 27. Mai, am Universit\u00e4tsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), Campus L\u00fcbeck, das erste Medizinische Zentrum f\u00fcr Erwachsene mit Behinderung (MZEB) in Schleswig-Holstein er\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>\u201eDieses neue MZEB ist ein bedeutender Fortschritt im Hinblick auf eine barrierefreie medizinische Versorgung in Schleswig-Holstein. Mit seiner Expertise macht dieses medizinische Zentrum Menschen mit Behinderungen ein spezielles Angebot und ist auf deren Bed\u00fcrfnisse ausgerichtet. Damit werden Inklusion und Teilhabe in der Gesundheitsversorgung in Schleswig-Holstein erheblich verbessert. Deshalb hat das Land den Aufbau des MZEB gef\u00f6rdert. Mein gro\u00dfer Dank gilt allen, die am Aufbau des MZEB mitgewirkt haben\u201c, betont Gesundheitsstaatssekret\u00e4r Dr. Oliver Tauras.<\/p>\n<p>\u201eDas Zentrum ist ein Leuchtturmprojekt f\u00fcr Schleswig-Holstein. Es ist ein Ort der Hoffnung, der Kompetenz und der Menschlichkeit. Hier werden innovative Therapieans\u00e4tze entwickelt und angewendet, immer mit dem Ziel, die Selbstst\u00e4ndigkeit und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu f\u00f6rdern. Das MZEB wird einen bedeutenden Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualit\u00e4t von Menschen mit Behinderung in Schleswig-Holstein leisten. Es ist ein starkes Signal f\u00fcr Inklusion und ein Beweis daf\u00fcr, dass wir als Gesellschaft Verantwortung f\u00fcr alle ihre Mitglieder \u00fcbernehmen\u201c, sagt Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Jens Scholz, CEO des UKSH.<\/p>\n<p><strong>Verbesserte medizinische Versorgung und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen<\/strong><\/p>\n<p>Sozialp\u00e4diatrische Zentren k\u00fcmmern sich umfassend um die medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen. Ab dem 18. Lebensjahr k\u00f6nnen sie nun im MZEB in L\u00fcbeck weiterbehandelt werden \u2013 dem ersten Zentrum dieser Art in Schleswig-Holstein. Menschen mit schweren Behinderungen haben gro\u00dfe Schwierigkeiten, im Gesundheitssystem eine geeignete medizinische Versorgung zu bekommen. Schon die Erhebung der Krankheitsgeschichte und die Schilderung der aktuellen Beschwerden ist oft eine Herausforderung, beispielsweise durch eine eingeschr\u00e4nkte Kommunikationsf\u00e4higkeit. Der dadurch erh\u00f6hte Zeitaufwand ist ein bedeutendes Problem bei der Behandlung von komplexen F\u00e4llen.<\/p>\n<p>\u201eDas UKSH L\u00fcbeck schlie\u00dft mit der Er\u00f6ffnung des MZEB eine gravierende Versorgungsl\u00fccke in der Gesundheitsversorgung von Menschen mit kognitiven und\/oder schweren Mehrfachbehinderungen in Schleswig-Holstein. Das Fachwissen zu komplexen Zusammenh\u00e4ngen von Behinderungen mit Neben\u2013 und Folgeerkrankungen, Barrierefreiheit, Zeit f\u00fcr individuelle und bedarfsgerechte Begleitung und angemessene Kommunikation sind f\u00fcr diesen Personenkreis von entscheidender Bedeutung. F\u00fcr Menschen mit kognitiven und\/oder schweren Mehrfachbehinderungen ist die medizinische Versorgung ein unfreiwillig begleitendes Lebensthema, das meist von schlechten Erfahrungen und \u00c4ngsten gepr\u00e4gt ist. Ich danke daher allen Beteiligten ausdr\u00fccklich daf\u00fcr, dass sie dieses spezialisierte Angebot erm\u00f6glichen. Damit ist der Startschuss f\u00fcr den weiteren Ausbau einer bedarfsgerechten Gesundheitsversorgung gesetzt\u201c, sagt Michaela Pries, Landesbeauftragte f\u00fcr Menschen mit Behinderungen in Schleswig-Holstein.<\/p>\n<p>Das Team des MZEB verfolgt einen multidisziplin\u00e4ren Ansatz: Medizinische und nichtmedizinische Fachkr\u00e4fte betreuen die Patientinnen und Patienten und beraten im Rahmen von Fallkonferenzen \u00fcber notwendige Schritte und erstellen einen individuellen Therapieplan. \u201eDie angemessene und passende medizinische Versorgung unserer Patienten erfordert einen interdisziplin\u00e4ren Austausch, z.B. bei einem Patienten mit einer schweren Spastik zwischen dem behandelnden Neurologen, Orthop\u00e4den, der Physiotherapie und einem Hilfsmittelversorger, damit alle Behandlungsschritte aufeinander abgestimmt werden. Dies ist in der Regelversorgung kaum m\u00f6glich\u201c, sagen Prof. Dr. Tobias B\u00e4umer und Dr. Sebastian L\u00f6ns, Leitungsduo des MZEB. \u201eDie Besonderheit im MZEB liegt darin, dass wir uns direkt zu einem Patienten beraten k\u00f6nnen. So k\u00f6nnen wir vermeiden, dass Patienten mit ihren Fragen von einer Stelle zur n\u00e4chsten geschickt werden. Ein gro\u00dfer Pluspunkt ist dar\u00fcber hinaus die enge Verzahnung mit dem Zentrum f\u00fcr seltene Erkrankungen mit seinem \u00fcberregionalen Expertennetzwerk.\u201c<\/p>\n<p>Behandelt werden Menschen mit geistigen Behinderungen oder k\u00f6rperlicher Mehrfachbehinderung und einem Grad der Schwerbehinderung von mindestens 70 Prozent. Die interdisziplin\u00e4re Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtung und die Vernetzung von Behandlern und Einrichtungen der Behindertenhilfe sind im MZEB unter einem Dach vereint und verbessern so die medizinische Versorgung und Teilhabe von Menschen mit Behinderung \u2013 f\u00fcr ein erf\u00fclltes und selbstbestimmtes Leben.<\/p>\n<p>Das MZEB setzt die Ma\u00dfgaben des Artikels 25 der UN-Behindertenrechtskonvention nach behindertengerechten Versorgungsangeboten um.<\/p>\n<p><strong>Land Schleswig-Holstein hat Errichtung und Aufbau mit 500.000 Euro gef\u00f6rdert<\/strong><\/p>\n<p>Der gedankliche Startschuss f\u00fcr das MZEB fiel im Jahr 2020: Prof. B\u00e4umer und Dr. L\u00f6ns, Fach\u00e4rzte f\u00fcr Neurologie mit langj\u00e4hriger Erfahrung in der Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Mehrfachbehinderungen, erstellten das Konzept f\u00fcr das erste MZEB in Schleswig-Holstein. 2021 wurde der erste Antrag auf Zulassung gestellt. Mit Unterst\u00fctzung der Landesbeauftragten f\u00fcr Menschen mit Behinderungen wurden die Verhandlungen mit den Beteiligten erfolgreich abgeschlossen. Anschlie\u00dfend wurde ein F\u00f6rderantrag beim Land gestellt als Anschubfinanzierung f\u00fcr das MZEB. So \u00fcbergab Gesundheitsministerin Prof. Dr. Kerstin von der Decken im August 2024 einen F\u00f6rderbescheid des Landes. F\u00fcr die Errichtung und den Aufbau des MZEB hat das Land 500.000 Euro bereitgestellt.<\/p>\n<p><strong>Feierliche Er\u00f6ffnung mit einem Tag der offenen T\u00fcr<\/strong><\/p>\n<p>Interessierte sind am Dienstag, 27. Mai, von 15 bis 17 Uhr herzlich eingeladen, bei einem Tag der offenen T\u00fcr einen Einblick in das MZEB zu bekommen. Im Rahmen der Veranstaltung wird das MZEB mit Gru\u00dfworten unter anderen von Michaela Pries, Dr. Olaf Tauras, Professor Dr. Jens Scholz und dem Leitungsduo, Professor B\u00e4umer und Dr. L\u00f6ns, feierlich er\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>Das Medizinische Zentrum f\u00fcr Erwachsene mit Behinderung befindet sich in den in der Ratzeburger Allee 160, 23538 L\u00fcbeck, Haus 23. Das Geb\u00e4ude wurde an die Bed\u00fcrfnisse der Patientinnen und Patienten baulich angepasst, mit barrierefreiem Zugang zum MZEB und umfangreichen Umbauten und einer ansprechenden Gestaltung der R\u00e4ume, um den Besuch in einer medizinischen Einrichtung m\u00f6glichst freundlich zu gestalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>L\u00fcbeck (pm). Im Beisein der Landesbeauftragten f\u00fcr Menschen mit Behinderungen, Michaela Pries, und des Gesundheitsstaatssekret\u00e4rs Dr. Olaf Tauras wird am Dienstag, 27. 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