{"id":72027,"date":"2025-04-29T05:50:10","date_gmt":"2025-04-29T04:50:10","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=72027"},"modified":"2025-04-29T05:50:42","modified_gmt":"2025-04-29T04:50:42","slug":"agroforst-landwirtschaft-aktuell-gedacht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2025\/04\/29\/agroforst-landwirtschaft-aktuell-gedacht\/","title":{"rendered":"Agroforst &#8211; Landwirtschaft aktuell gedacht"},"content":{"rendered":"<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Kiel (pm).<\/strong> Um Agroforstsysteme in Schleswig-Holstein zu st\u00e4rken, hat das vom Ministerium f\u00fcr Landwirtschaft, l\u00e4ndliche R\u00e4ume, Europa und Verbraucherschutz (MLLEV) initiierte Kompetenzzentrum f\u00fcr klimaeffiziente Landwirtschaft ein neues Modell- und Demonstrationsvorhaben auf den Weg gebracht. Ziel des Projekts ist es, die Widerstandsf\u00e4higkeit landwirtschaftlicher Fl\u00e4chen gegen\u00fcber klimatischen Ver\u00e4nderungen zu erh\u00f6hen und die Anpassung an den Klimawandel zu unterst\u00fctzen. Das Vorhaben wird unter Praxisbedingungen auf dem Eichhof der Familie Riecken in Gro\u00dfbarkau umgesetzt. Landwirtschaftsstaatssekret\u00e4rin Anne Benett-Sturies \u00fcberreichte hierf\u00fcr heute (28. April) einen F\u00f6rderbescheid in H\u00f6he von rund 215.000 Euro an die Projektinitiatoren Nicole Maack und Felix Riecken.<\/p>\n<figure id=\"attachment_71824\" aria-describedby=\"caption-attachment-71824\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-71824\" src=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Klimawandel-600x326.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"326\" srcset=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Klimawandel-600x326.jpg 600w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Klimawandel-768x418.jpg 768w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Klimawandel.jpg 1000w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-71824\" class=\"wp-caption-text\">Bild von <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/users\/tumisu-148124\/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=3371528\">Tumisu<\/a> auf <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/\/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=3371528\">Pixabay<\/a><\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Landwirtschaftsstaatssekret\u00e4rin Anne Benett-Sturies<\/strong>\u00a0sagte dazu: \u201eDie landwirtschaftliche Produktion steht vor immer gr\u00f6\u00dferen Herausforderungen durch den Klimawandel. Extremwetterereignisse wie D\u00fcrreperioden und sich ver\u00e4ndernde klimatische Bedingungen stellen uns vor neue Aufgaben. Gleichzeitig m\u00fcssen wir sicherstellen, dass die Landwirtschaft weiterhin einen wesentlichen Beitrag zur Nahrungsmittelproduktion und zum Klimaschutz leistet. Das Modell- und Demonstrationsvorhaben im Agroforstbereich ist ein zukunftsweisendes Beispiel, wie wir beides miteinander vereinen k\u00f6nnen. Mit der F\u00f6rderung von Agroforstsystemen schaffen wir eine m\u00f6gliche L\u00f6sung, die sowohl die Resilienz der Landwirtschaft gegen\u00fcber extremen Wetterereignissen st\u00e4rkt als auch zur Kohlenstoffbindung beitr\u00e4gt. Als Landesregierung sehen wir es als unsere Verantwortung, die Landwirtinnen und Landwirte bei dieser Anpassung zu unterst\u00fctzen und gleichzeitig innovative Landnutzungsformen voranzutreiben. Mit diesem Projekt leisten wir einen Beitrag, um die Erkenntnisse zum Agroforstsystem zur Klimaanpassung und zum Klimaschutz in Schleswig-Holstein zu vertiefen.&#8220;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Nicole Maack und Felix Riecken, die Projektinitiatoren,\u00a0<\/strong>erg\u00e4nzten: \u201eMit der rechtlichen Anerkennung von Agroforstsystemen seit 2023 ist nun auch die Planungssicherheit f\u00fcr Landwirtinnen und Landwirte gegeben, moderne, standortangepasste Systeme zu etablieren, die \u00f6konomische, \u00f6kologische und soziale Vorteile vereinen. Diese Systeme schaffen nicht nur Struktur- und Artenvielfalt, sondern f\u00f6rdern auch die Biodiversit\u00e4t und tragen zur Stabilisierung landwirtschaftlicher Ertr\u00e4ge bei. Gleichzeitig wird durch die dreidimensionale Nutzung der Fl\u00e4che die Photosyntheseleistung gesteigert, was zu einer h\u00f6heren Fl\u00e4chenproduktivit\u00e4t f\u00fchrt \u2013 und das ohne zus\u00e4tzlichen Einsatz externer Betriebsmittel. Die so entstehende Kulturlandschaft verbindet Landwirtschaft und Naturschutz, was der Landwirtschaft gesellschaftliche Anerkennung und Wertsch\u00e4tzung bringt. Dies kann durch die Pionierarbeit der letzten Jahre auf Rieckens Eichhof best\u00e4tigt werden, wo unterschiedliche Agroforstsysteme erprobt und weiterentwickelt wurden. Als Pioniere auf diesem Gebiet freuen wir uns darauf, unsere Erfahrungen weiterzugeben, um Landwirtinnen und Landwirte bei der Planung, Pflanzung und Etablierung von Agroforstsystemen zu unterst\u00fctzen.&#8220;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das Vorhaben, an dem auch der Deutsche Fachverband f\u00fcr Agroforstwirtschaft (DeFAF) und der Verein Boben Op mitwirken, zielt darauf ab, praxisnahe Erkenntnisse \u00fcber die Planung, Umsetzung und langfristige Bewirtschaftung von Agroforstsystemen zu gewinnen, die im Rahmen der gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) f\u00f6rderf\u00e4hig sind. Ziel ist es, diese L\u00f6sungen f\u00fcr Landwirtinnen und Landwirte sowie Interessierte zug\u00e4nglich zu machen. Nach der Planungsphase und Etablierung des Systems liegt der Fokus auf der Verbreitung der Erfahrungen, um die Neuanlage weiterer erfolgreicher Agroforstsysteme zu f\u00f6rdern. Die gewonnenen Erkenntnisse aus diesem Prozess sowie fr\u00fchere Erfahrungen bei der Etablierung von Agroforstsystemen sollen in die Erstellung eines Handlungsleitfadens zur Etablierung von Agroforstsystemen in Schleswig-Holstein einflie\u00dfen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Hintergrund:<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>\u00a0<\/strong>Das Ministerium f\u00fcr Landwirtschaft, l\u00e4ndliche R\u00e4ume, Europa und Verbraucherschutz (MLLEV) hat das von einem Experten-Netzwerk getragene Kompetenzzentrum f\u00fcr klimaeffiziente Landwirtschaft ins Leben gerufen, um den Herausforderungen des Klimawandels auf die schleswig-holsteinische Landwirtschaft zu begegnen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Neben der Organisation verschiedener Veranstaltungsformate wie einer Veranstaltungsreihe zur \u201eZukunft der Landwirtschaft in den Niederungen&#8220; sowie einer Webinar-Reihe zum \u201eKlimaschutz in der Landwirtschaft: Ursachen, Minderungsziele und Ma\u00dfnahme&#8220; befasst sich das Kompetenzzentrum unter anderem mit der Fragestellung zu den \u00f6konomischen Auswirkungen einer klimaangepassten Landbewirtschaftung. Hierzu wurden zwei Gutachten auf den Weg gebracht und abgeschlossen. Aktuell befinden sich weitere Projekte in der Bearbeitung, wie beispielsweise zur Inwertsetzung von Methanreduzierungen in der Milchwirtschaft, dem CO<sub>2<\/sub>-Fu\u00dfabdruck landwirtschaftlicher Produkte und Klimaanpassungsma\u00dfnahmen. Dar\u00fcber hinaus f\u00f6rdert das Kompetenzzentrum verschiedene Projekte im Bereich der Bildungsarbeit.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Weitere Informationen finden sich unter <a href=\"http:\/\/www.schleswig-holstein.de\/klimakompetenzzentrum\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.schleswig-holstein.de\/klimakompetenzzentrum<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kiel (pm). 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