{"id":71796,"date":"2025-04-17T08:13:31","date_gmt":"2025-04-17T07:13:31","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=71796"},"modified":"2025-04-17T08:13:31","modified_gmt":"2025-04-17T07:13:31","slug":"osterfeuer-und-naturschutz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2025\/04\/17\/osterfeuer-und-naturschutz\/","title":{"rendered":"Osterfeuer und Naturschutz"},"content":{"rendered":"<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Herzogtum Lauenburg (pm).<\/strong> Brauchtumsfeuer, wie Osterfeuer oder das Feuer zum Tanz in den Mai, haben besonders im l\u00e4ndlichen Raum langj\u00e4hrige Tradition und erfreuen sich gro\u00dfer Beliebtheit. Was f\u00fcr Viele eine sch\u00f6ne Gelegenheit zum geselligen Zusammenkommen und zur St\u00e4rkung der Dorfgemeinschaft darstellt, kann f\u00fcr unsere wildlebenden Tiere fatal enden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Fachdienst Naturschutz der Kreisverwaltung m\u00f6chte aufgrund des anstehenden Osterfestes darauf aufmerksam machen, welche Beeintr\u00e4chtigungen durch ein Brauchtumsfeuer f\u00fcr unsere heimische Fauna und Flora entstehen k\u00f6nnen und wie man diese vermeiden kann:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die f\u00fcr das Feuer angeh\u00e4uften Holz- und Reisighaufen stellen f\u00fcr wildlebende Tieren, wie Igel, Kaninchen und Insekten geeignete Versteckpl\u00e4tze dar und werden von V\u00f6geln gerne als Nistplatz genutzt. Besonders wenn das Brennmaterial \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum angesammelt und gelagert wird, wird es von einer Vielzahl an Tieren als Lebensst\u00e4tte angenommen. Werden keine Vorsichtsma\u00dfnahmen durchgef\u00fchrt und der Holzschnitt an Ort und Stelle entz\u00fcndet, entsteht eine t\u00f6dliche Falle, in der die Tiere qualvoll verenden. Ein Fl\u00fcchten ist oft nicht mehr m\u00f6glich und aufgrund der zeitlichen Lage von Oster- und Maifeuern inmitten der Brutzeit k\u00f6nnen auch Eier oder noch flugunf\u00e4hige Vogelk\u00fcken betroffen sein.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Bei der Standortwahl f\u00fcr die Feuerstelle ist zu beachten, dass die Bodendecke von Wiesen, Feldrainen und ungenutzten Grundfl\u00e4chen sowie an H\u00e4ngen oder Hecken nicht abgebrannt werden d\u00fcrfen. In Schutzgebieten ist es grunds\u00e4tzlich verboten, Feuer zu machen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das Verbrennen von pflanzlichen Abf\u00e4llen ist aus abfallrechtlichen Gr\u00fcnden nur noch sehr eingeschr\u00e4nkt zul\u00e4ssig. Eine Ausnahme stellen dabei die Brauchtumsfeuer dar, die bei der zust\u00e4ndigen \u00f6rtlichen Beh\u00f6rde vorher anzuzeigen sind<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Folgende Hinweise k\u00f6nnen helfen, dass Osterfeuer naturschutzgerecht durchzuf\u00fchren:<\/p>\n<ul>\n<li style=\"font-weight: 400;\">Anzeige\/Antrag bei der zust\u00e4ndigen \u00f6rtlichen Ordnungsbeh\u00f6rde<\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\">Die Feuerstelle soll auf unbewachsenem Boden und nach M\u00f6glichkeit im Siedlungsbereich liegen. Neben versiegelten Fl\u00e4chen, k\u00f6nnen z.B. unbestellte Acker oder intensiv genutzte Rasenpl\u00e4tze, wie Bolz- oder Sportpl\u00e4tze geeignet sein.<\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\">Ein Abbrennen in oder in der N\u00e4he von Schutzgebieten oder gesch\u00fctzten Biotopen f\u00fchrt in der Regel zu Beeintr\u00e4chtigungen dieser naturschutzrechtlichen Schutzg\u00fcter und ist daher nicht zul\u00e4ssig.<\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\">Ausreichende Abst\u00e4nde zu Geh\u00f6lzen sind einzuhalten, damit diese nicht beeintr\u00e4chtigt werden und vorkommende Geh\u00f6lzbr\u00fcter nicht aufgeschreckt werden. Dabei sind 25 Meter Abstand zu Knicks, Feldhecken oder Feldgeh\u00f6lzen einzuhalten. Zu W\u00e4ldern, aber auch zu Mooren und Heiden, ist aufgrund von Brandgefahr ein Abstand von 100 Metern einzuhalten.<\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\">Zum Schutz von wildlebenden Tieren darf das Brennmaterial fr\u00fchestens drei Tage vor der Veranstaltung aufgesetzt werden.<\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\">Alternativ sollte das Brennmaterial bis zur Veranstaltung breitfl\u00e4chig und h\u00f6chstens 0,8 m hoch aufgeschichtet werden, um den Bau von Vogelnestern m\u00f6glichst zu verhindern. Am Tag vor dem Abbrennen oder am Veranstaltungstag selbst muss das Material behutsam umgesetzt werden, damit vorkommende Tiere fl\u00fcchten k\u00f6nnen. Wird beim Umsetzen festgestellt, dass dennoch bereits Vogelnester vorhanden sind, muss das weitere Umsetzen unterbrochen werden. Das Anz\u00fcnden des Brennmaterials darf dann nicht erfolgen.<\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\">Als Brennmaterial d\u00fcrfen nur unbehandeltes Holz und Baumschnitte verwendet werden. Benzin, Alt\u00f6l, Autoreifen, behandelte oder lackierte H\u00f6lzer, Kunststoffe und \u00e4hnliche Abf\u00e4lle sind als Brennhilfe nicht zul\u00e4ssig.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Weitere Informationen zum Thema Brauchtumsfeuer und Naturschutz gibt der Fachdienst Naturschutz unter der Telefonnummer 04541 888-412 oder der E-Mail-Adresse\u00a0<a href=\"mailto:naturschutz@kreis-rz.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">naturschutz@kreis-rz.de<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm). Brauchtumsfeuer, wie Osterfeuer oder das Feuer zum Tanz in den Mai, haben besonders im l\u00e4ndlichen Raum langj\u00e4hrige Tradition und erfreuen sich gro\u00dfer Beliebtheit. Was f\u00fcr Viele eine sch\u00f6ne Gelegenheit zum geselligen Zusammenkommen und zur St\u00e4rkung der Dorfgemeinschaft darstellt, kann f\u00fcr unsere wildlebenden Tiere fatal enden. 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