{"id":7044,"date":"2015-11-20T11:14:24","date_gmt":"2015-11-20T09:14:24","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=7044"},"modified":"2018-09-15T11:19:39","modified_gmt":"2018-09-15T09:19:39","slug":"alcomedia-voll-das-leben-suchtpraeventionsprojekt-an-der-gemeinschaftsschule-moelln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2015\/11\/20\/alcomedia-voll-das-leben-suchtpraeventionsprojekt-an-der-gemeinschaftsschule-moelln\/","title":{"rendered":"\u201aAlcoMedia \u2013 Voll das Leben!\u2018: Suchtpr\u00e4ventionsprojekt an der Gemeinschaftsschule M\u00f6lln"},"content":{"rendered":"<p><strong>M\u00f6lln (pm).<\/strong> Mit dem bundesweit einmaligen Projekt \u201aAlcoMedia \u2013 Voll das Leben!\u2018 sollen Jugendliche in Schleswig-Holstein \u00fcber Ursachen und Folgen eines riskanten Alkohol- und Medienkonsums informiert werden und ihr eigenes Verhalten kritisch reflektieren. Gelingen soll dies mit dem Einsatz modernster Medien. So durchlaufen die Sch\u00fcler mithilfe einer speziellen Applikation (App) an Computer-Tablets einen medien\u00fcbergreifenden Parcours mit verschiedenen Stationen.<\/p>\n<p>Das Gemeinschaftsprojekt von LSSH und AOK NORDWEST wird an Schulen in Schleswig-Holstein ab der zehnten Klasse durchgef\u00fchrt. Fachlich begleitet wurde das in der Gemeinschaftsschule M\u00f6lln durchgef\u00fchrte Pr\u00e4ventionsprojekt von der Landesstelle f\u00fcr Suchtfragen (LSSH) und Petra Sch\u00f6rling (Sucht- und Schuldenpr\u00e4vention Petra Sch\u00f6rling). \u201eMit kurzen Filmen, provokanten Thesen bis hin zum Selbsttest motivieren wir die Jugendlichen, \u00fcber ihr eigenes Konsumverhalten nachzudenken und dieses mit den Mitsch\u00fclern zu diskutieren, um mit Hilfe der Moderatoren schlie\u00dflich einen kompetenten Umgang damit zu erzielen\u201c, sagt Petra Sch\u00f6rling.<\/p>\n<p>Etwa ein Drittel der 16- bis 17-j\u00e4hrigen Deutschen trinkt regelm\u00e4\u00dfig Alkohol. Jeder f\u00fcnfte Jugendliche sogar mindestens einmal im Monat f\u00fcnf Gl\u00e4ser. Eine Menge, die die k\u00f6rperliche und geistige Entwicklung stark beeintr\u00e4chtigen kann. Hinzu kommt, dass bundesweit etwa 100.000 Kinder und Jugendliche im Alter von vierzehn bis sechszehn Jahren als internetabh\u00e4ngig gelten, weitere 40.000 haben ein problematisches Nutzungsverhalten \u2013 Tendenz steigend.<\/p>\n<div class=\"brlbs-cmpnt-container brlbs-cmpnt-content-blocker brlbs-cmpnt-with-individual-styles\" data-borlabs-cookie-content-blocker-id=\"vimeo-content-blocker\" data-borlabs-cookie-content=\"PGlmcmFtZSBzcmM9Imh0dHBzOi8vcGxheWVyLnZpbWVvLmNvbS92aWRlby8xNDU4NzA4MDg\/dGl0bGU9MCZhbXA7YnlsaW5lPTAmYW1wO3BvcnRyYWl0PTAiIHdpZHRoPSI1MDAiIGhlaWdodD0iMjgxIiBmcmFtZWJvcmRlcj0iMCIgYWxsb3dmdWxsc2NyZWVuPSJhbGxvd2Z1bGxzY3JlZW4iPjwvaWZyYW1lPg==\">\n<div class=\"brlbs-cmpnt-cb-preset-c brlbs-cmpnt-cb-vimeo\">\n<div class=\"brlbs-cmpnt-cb-thumbnail\" style=\"background-image: url('https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/borlabs-cookie\/1\/brlbs-cb-vimeo-main.png')\"><\/div>\n<div class=\"brlbs-cmpnt-cb-main\">\n<div class=\"brlbs-cmpnt-cb-play-button\"><\/div>\n<div class=\"brlbs-cmpnt-cb-content\">\n<p class=\"brlbs-cmpnt-cb-description\">Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von <strong>Vimeo<\/strong>. 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Das schafft Aufmerksamkeit und erh\u00f6ht die Akzeptanz bei dieser Zielgruppe, einen Zugang zu diesen wichtigen Themen zu finden\u201c, sagt Karolina Gren, LSSH Projektleiterin. Nach ihrer Auffassung ist die Schule ein idealer Ort, die Jugendlichen mit gesundheitsf\u00f6rdernden Ma\u00dfnahmen zu erreichen und im gemeinsamen Dialog mit den Mitsch\u00fclern, Lehrern und den Suchtexperten vor Ort auch eine Verhaltens\u00e4nderung anzustreben. \u201eSuchtpr\u00e4vention ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die nur im Zusammenspiel mehrerer Akteure gel\u00f6st werden kann\u201c, so Gren und hebt die hervorragende Zusammenarbeit mit der Gemeinschaftsschule und Petra Sch\u00f6rling hervor.<\/p>\n<p class=\"rtejustify\">\u201eDie Jugendlichen in Schleswig-Holstein werden durch das Projekt in unterschiedlichster Form motiviert, \u00fcber ihr Trinkverhalten nachzudenken. Das geht von der ansprechenden Wissensvermittlung mit dem \u201agl\u00e4sernen K\u00f6rper\u2018, einem Quiz oder einer virtuellen Theke bis hin zum Selbsttest. Die Ergebnisse werden dann im Plenum durch die Anleitung geschulter P\u00e4dagogen diskutiert und kritisch hinterfragt ohne dabei zu stigmatisieren\u201c, erkl\u00e4rt Torsten Flocken, Niederlassungsleiter der AOK L\u00fcbeck.<\/p>\n<p class=\"rtejustify\">Das kritische Hinterfragen des eigenen Medienkonsums bei den Heranwachsenden mit einem technischen Medium wie der \u201aAlcoMedia-App\u2018 mag auf den ersten Blick paradox klingen: \u201eDoch das ist es keineswegs. Es entsteht ein authentisches und lebensnahes Abbild der gesellschaftlichen Diskussion. Wir sensibilisieren die Jugendlichen f\u00fcr neue Umgangsformen und f\u00f6rdern ihre eigene Medienkompetenz\u201c, so Herr Schlutzkus, Suchtpr\u00e4ventionsbeauftragter der Schule.<\/p>\n<p class=\"rtejustify\">Erfolgreich getestet wurde das Projekt im Jahr 2014 in einer zehnmonatigen Pilotphase an 17 Schulen mit \u00fcber 2.100 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern. Ergebnis: AlcoMedia begeisterte Sch\u00fcler und Lehrer, die Jugendlichen f\u00fchrten interessante Diskussionen zum eigenen Konsumverhalten und dem zuk\u00fcnftigen Umgang mit Alkohol und Medien. Nach der Pilotphase wurde die App anhand der Evaluationsergebnisse leicht modifiziert und ist seit 2015 im Einsatz.<\/p>\n<p class=\"rtejustify\">Anmeldungen interessierter Schulen nimmt Projektleiterin Karolina Gren von der LSSH unter der Telefonnummer 0431 &#8211; 5403 340 oder Petra Sch\u00f6rling unter <a href=\"mailto:schoerling@ratzeburg-sucht.de\">schoerling@ratzeburg-sucht.de<\/a> entgegen. Weitere Informationen erhalten sie auch unter <a href=\"http:\/\/www.lssh.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.lssh.de<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00f6lln (pm). Mit dem bundesweit einmaligen Projekt \u201aAlcoMedia \u2013 Voll das Leben!\u2018 sollen Jugendliche in Schleswig-Holstein \u00fcber Ursachen und Folgen eines riskanten Alkohol- und Medienkonsums informiert werden und ihr eigenes Verhalten kritisch reflektieren. Gelingen soll dies mit dem Einsatz modernster Medien. 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