{"id":69880,"date":"2025-02-27T05:48:00","date_gmt":"2025-02-27T04:48:00","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=69880"},"modified":"2025-02-25T14:55:16","modified_gmt":"2025-02-25T13:55:16","slug":"kreisforsten-setzen-auf-innovative-methode-zur-bestandserhebung-von-schalenwild","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2025\/02\/27\/kreisforsten-setzen-auf-innovative-methode-zur-bestandserhebung-von-schalenwild\/","title":{"rendered":"Kreisforsten setzen auf innovative Methode zur Bestandserhebung von Schalenwild"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm). <\/strong>Mit einem leisen Surren hebt die Drohne von Drohnenpilot Ben Harrower, vom Waldboden ab. Er steuert das Flugger\u00e4t routiniert \u00fcber die Wipfel des Waldst\u00fcckes in der N\u00e4he der Dom\u00e4ne Fredeburg, auf seinem Bildschirm ist der Wald in ein schwarz-wei\u00dfes Licht getaucht, da die Drohne mit einer sogenannten Thermal-Kamera die W\u00e4rmeunterschiede aufnehmen kann, ausgestattet ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Tiere und Menschen erscheinen auf dem Bildschirm von Harrower daher als hell leuchtende Flecken \u2013 ihre W\u00e4rmesignatur verr\u00e4t sie, auch wenn sie sich im Unterholz versteckt haben. Hat er solch einen Fleck entdeckt, schaltet der Drohnenpilot aus Schottland auf die herk\u00f6mmliche Optik um. Mit dem 400-fach Zoom der Drohne kann er dabei aus gro\u00dfer H\u00f6he selbst kleinste Tiere im Wald erkennen. Live verfolgt er, wie eine Kohlmeise versucht, sich vor dem eisigen Wind im Winterwald zu verstecken.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kohlmeise ist allerdings nur \u201eBeifang\u201c, eigentlich sucht Harrower im Auftrag der Kreisforsten des Kreises Herzogtum Lauenburg nach Schalenwild, vor allem nach Rehen und Hirschen. Denn diese Tiere sind f\u00fcr den Gro\u00dfteil des Wildverbisses verantwortlich, der eine nat\u00fcrliche Verj\u00fcngung des Waldes erschwert. Die Kreisforsten setzen in diesem Jahr erstmals auf die Unterst\u00fctzung von Drohnen, um ein akkurates Bild von den Wildbest\u00e4nden in den kreiseigenen W\u00e4ldern zu gewinnen. Parallel zu den Drohnenbefliegungen wird in den Waldorten von einem Aufnahmeteam am Boden untersucht, wie der Wald w\u00e4chst.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie Frage nach dem tats\u00e4chlichen Wildbestand f\u00fchrt zwischen J\u00e4gern, Waldbesitzern und Tierfreunden immer wieder zu hochemotionalen Diskussionen\u201c, wei\u00df Marcus Deinert. Als Fachdienstleiter der Kreisforsten hat er das Projekt der Wildtierz\u00e4hlung per Drohne mit initiiert. \u201eUnser Ziel ist es, die Erhebung \u00fcber einen Zeitraum von f\u00fcnf Jahren einmal pro Jahr zu wiederholen\u201c, erkl\u00e4rt Deinert. \u201eDamit wollen wir eine objektive Zahlenbasis erstellen, um eine sachlich fundierte Diskussion zwischen allen Beteiligten zu erm\u00f6glichen\u201c, schildert der Fachdienstleiter.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Ausf\u00fchrung hat Deinert den schottischen Drohnenpiloten Ben Harrower gewonnen. Harrower geh\u00f6rt zu den Pionieren der drohnengest\u00fctzten Wildtierz\u00e4hlung und hat insbesondere in Gro\u00dfbritannien schon gro\u00dfe Fl\u00e4chen untersucht. In Deutschland dagegen steckt die Tierz\u00e4hlung per Drohne noch in den Kinderschuhen, wei\u00df Marcus Deinert. \u201eDie Kreisforsten Herzogtum Lauenburg geh\u00f6ren zu den ersten, die diese Methode zur Wildbestandsanalyse nutzen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm). Mit einem leisen Surren hebt die Drohne von Drohnenpilot Ben Harrower, vom Waldboden ab. 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