{"id":69842,"date":"2025-02-25T05:24:00","date_gmt":"2025-02-25T04:24:00","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=69842"},"modified":"2025-02-28T09:45:33","modified_gmt":"2025-02-28T08:45:33","slug":"ploetzlich-ist-froschwetter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2025\/02\/25\/ploetzlich-ist-froschwetter\/","title":{"rendered":"Pl\u00f6tzlich ist &#8222;Froschwetter&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Geesthacht (pm).<\/strong> Von minus 10 bis plus 16 Grad: Die Temperatur-Unterschiede der vergangenen Woche glichen einer Berg-und-Talfahrt. Was manch wetterf\u00fchliger Person zusetzt, geht auch an der Natur nicht spurlos vorbei: Pl\u00f6tzlich ist Fr\u00fchling &#8211; pl\u00f6tzlich wandern die Amphibien.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDurch das sehr wechselhafte Wetter blieb uns dieses Jahr wenig Zeit, um uns auf die Amphibienwanderung vorzubereiten&#8220;, sagt Felicitas Verhoef vom Fachdienst Umwelt der Geesthachter Stadtverwaltung. Sie erkl\u00e4rt: Die Amphibienwanderung ist in Geesthacht grunds\u00e4tzlich ein bekanntes Ph\u00e4nomen. Wenn das Wetter milder wird, erwachen Kr\u00f6ten, Fr\u00f6sche, Molche und Lurche aus ihrer Winterruhe und begeben sich von ihren Winterquartieren in ihre Laichgebiete.<\/p>\n\n\n\n<p>In mehreren Bereichen des Geesthachter Stadtgebiets m\u00fcssen die Tiere auf diesem Weg stark befahrene Stra\u00dfen queren. Damit m\u00f6glichst wenige von ihnen dabei zu Schaden kommen, bauen st\u00e4dtische Mitarbeitende in diesen Bereichen Amphibienschutzz\u00e4une auf &#8211; und daf\u00fcr bleibt nun sehr wenig Zeit. \u201eVergangene Woche hatten wir auch tags\u00fcber noch eisige Temperaturen. Der Aufbau der Schutzz\u00e4une ist bei gefrorenem Boden aber schwierig, weil wir unter anderem Eimer in den Boden eingraben m\u00fcssen. Mit diesen Arbeiten beginnen wir normalerweise, wenn die Temperaturen langsam ansteigen. Bis es dann auch nachts so warm ist, dass unsere Amphibien wandern, vergeht typischerweise etwas Zeit&#8220;, beschreibt Felicitas Verhoef.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch nicht so in diesem Jahr: Wegen der sehr rasch, sehr stark angestiegenen Temperaturen, werden die Amphibien dieses Fr\u00fchjahr sehr schnell munter. \u201eF\u00fcr die Nacht von Dienstag auf Mittwoch sind beispielsweise H\u00f6chstwerte von 8 Grad prognostiziert. Es wird also recht warm. Dar\u00fcber hinaus soll es regnen. Beides gef\u00e4llt den Amphibien und animiert sie dazu, ihre Wanderung zu beginnen&#8220;, sagt Felicitas Verhoef.<\/p>\n\n\n\n<p>Bis Ende dieser Woche sollen an vier Standorten im Stadtgebiet Amphibienschutzz\u00e4une stehen: an Teilen der Mercatorstra\u00dfe, der Wilhelm-Holert-Stra\u00dfe und des Worther Weges sowie an der Westerheese in Gr\u00fcnhof-Tesperhude. Mitarbeitende der St\u00e4dtischen Betriebe werden die etwa 30 Zentimeter hohen, gr\u00fcnen Folien auf mehreren hundert Metern L\u00e4nge montieren. Den Auftrag dazu erteilt der Fachdienst Umwelt des Rathauses, dessen Mitarbeitende sich mit den Fachleuten vom Naturschutzbund Geesthacht (NABU) sowie weiteren Freiwilligen abstimmen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eSobald die Temperaturen im Fr\u00fchjahr mehrere Tage und N\u00e4chte hintereinander \u00fcber 5 Grad liegen, beenden Fr\u00f6sche und Kr\u00f6ten ihre Winterruhe und wandern zu ihren Laichgr\u00fcnden, um dort dann ihre Eier abzulegen&#8220;, erkl\u00e4rt Ulrike St\u00fcber. Das Prinzip der Schutzz\u00e4une in K\u00fcrze: Sie schirmen wandernde Amphibien von Stra\u00dfen ab. Die Tiere kriechen und h\u00fcpfen an dieser Barriere entlang, bis sie an Eimer gelangen, die in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden entlang des Kr\u00f6tenzauns in den Boden eingelassen werden. Amphibien, die in die Eimer fallen, sind erstmal sicher. T\u00e4glich kontrollieren Freiwillige dann die Eimer und bringen Tiere, die sie darin finden, auf die andere Seite der Stra\u00dfe zu den Laichgr\u00fcnden.<\/p>\n\n\n\n<p>Werden die milden Temperaturen \u00fcbrigens nochmal von l\u00e4ngeren frostigen und trockenen Zeitr\u00e4umen unterbrochen, stellen die Amphibien ihre Wanderungen ein, bis es wieder w\u00e4rmer wird. Als wechselwarme Tiere sind sie bei niedrigen Temperaturen wenig aktiv. Die R\u00fcckwanderung der Tiere erfolgt nicht so geballt wie im Fr\u00fchjahr, sondern je nach Art unterschiedlich, vom sp\u00e4ten Fr\u00fchjahr bis zum Herbst.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber Anzahl und Arten der gefundenen Amphibien f\u00fchren Stadtverwaltung und NABU eine Statistik. In den vergangenen Jahren wurden w\u00e4hrend des Wanderzeitraums mehr als 1000 Tiere an den Kr\u00f6tenz\u00e4unen gesammelt. Sogar seltene Tiere wie Knoblauchkr\u00f6ten, Moorfr\u00f6sche, Kamm-Molche und Laubfr\u00f6sche sind demnach in den Fang-Eimern schon zu finden gewesen, die h\u00e4ufigsten Arten sind in Geesthacht Erdkr\u00f6ten und Grasfr\u00f6sche.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geesthacht (pm). Von minus 10 bis plus 16 Grad: Die Temperatur-Unterschiede der vergangenen Woche glichen einer Berg-und-Talfahrt. 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