{"id":69499,"date":"2025-02-17T09:51:12","date_gmt":"2025-02-17T07:51:12","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=69499"},"modified":"2025-02-17T09:52:15","modified_gmt":"2025-02-17T07:52:15","slug":"kastrationsaktion-von-freilebenden-katzen-startet-mitte-februar-wieder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2025\/02\/17\/kastrationsaktion-von-freilebenden-katzen-startet-mitte-februar-wieder\/","title":{"rendered":"Kastrationsaktion von freilebenden Katzen startet Mitte Februar wieder"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Kiel (pm).<\/strong> Katzen, die verwildert sind, leiden, weil sie nicht mehr artgerecht versorgt werden. Zugleich belasten sie die nat\u00fcrlichen Lebensgemeinschaften in Wald, Feld und Flur. Ein wirksames und erfolgreiches Instrument ist die Kastration von freilebenden Katzen. Das Ministerium f\u00fcr Landwirtschaft, l\u00e4ndliche R\u00e4ume, Europa und Verbraucherschutz (MLLEV) setzt sich deshalb auch im Fr\u00fchjahr 2025 erneut f\u00fcr den Schutz freilebender Katzen ein. Ab\u00a0<strong>Montag, 17. Februar 2025,<\/strong>\u00a0besteht in verschiedenen Regionen Schleswig-Holsteins wieder die M\u00f6glichkeit, freilebende Katzen, die sich nicht in fester menschlicher Obhut befinden, im Rahmen eines durch die Tier\u00e4rztekammer Schleswig-Holstein verwalteten Fonds kastrieren zu lassen. Dieses Angebot richtet sich prim\u00e4r an die lokalen Tierschutzvereine und ist Teil der Kooperation zwischen Tierschutzverb\u00e4nden, der Tier\u00e4rzteschaft, den Kommunen, dem Landesjagdverband und dem Land Schleswig-Holstein.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Verbraucherschutzstaatssekret\u00e4rin Anne Benett-Sturies<\/strong>&nbsp;sagte dazu: \u201eDas Katzenkastrationsprojekt ist ein Erfolgsmodell in Schleswig-Holstein \u2013 sowohl f\u00fcr den Tier- als auch f\u00fcr den Artenschutz. Es tr\u00e4gt wesentlich zur Entlastung der Tierheime bei. Dank der im Jahr 2024 eingef\u00fchrten Optimierungen konnten sowohl die Fr\u00fchjahrs- als auch die Herbstaktion landesweit reibungslos umgesetzt werden. In enger Abstimmung mit allen Beteiligten und durch die erfolgreiche Gewinnung zus\u00e4tzlicher F\u00f6rdermittel sind wir in der Lage, die kommende Aktion auf einen Zeitraum von sechs Wochen auszuweiten.\u201c Die Staatssekret\u00e4rin hob zudem die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements hervor: \u201eDer Erfolg dieser Aktion ist ma\u00dfgeblich dem unerm\u00fcdlichen Einsatz der zahlreichen Helferinnen und Helfer zu verdanken, die die Katzen einfangen, transportieren und anschlie\u00dfend wieder freilassen.\u201c Nochmals appellierte Benett-Sturies an alle Halterinnen und Halter, ihrer Verantwortung gegen\u00fcber ihrem Tier gerecht zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ellen Kloth, Vorsitzende des Landesverbands Schleswig-Holstein des Deutschen Tierschutzbundes,<\/strong>&nbsp;erg\u00e4nzte: \u201eDie Tierheime sind nach wie vor mit Katzen \u00fcberf\u00fcllt. Fundkatzen kommen regelm\u00e4\u00dfig unkastriert und krank ins Tierheim und erfordern einen erh\u00f6hten Pflegeaufwand. An ihrem Verhalten ist erkennbar, dass viele von ihnen von freilebenden Katzen abstammen. Die landesweite Katzenkastrationsaktion ist ein wesentlicher Beitrag, um das Katzenelend zu vermeiden. Die Fr\u00fchjahrsaktion wird wieder durch Lotto Bingo, Stiftungen und private Spender gef\u00f6rdert. Durch das Engagement der ehrenamtlichen Helfer und aller F\u00f6rderer sollen m\u00f6glichst viele Katzen kastriert, gekennzeichnet und registriert werden. Wir appellieren aber auch an alle privaten Katzenhalter, ihre Katzen kastrieren zu lassen. Denn unkastrierte Freig\u00e4ngerkatzen vermehren sich auch mit freilebenden Katzen. Nur eine konsequente Kastration sowohl der freilebenden Katzen als auch der Freig\u00e4ngerkatzen aus privater Haltung kann langfristig den Katzenbestand im Land verringern.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dr. Evelin Stampa, Pr\u00e4sidentin der Tier\u00e4rztekammer Schleswig-Holstein,<\/strong>&nbsp;wies auf die gute Koordination des Katzenkastrationsprojekts hin: \u201eDie Tier\u00e4rztekammer beteiligt sich gerne mit ihrem fachlichen K\u00f6nnen der Kastration und ihrer Spende von 30 Euro je Tier an dem Projekt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Katharina Erdmann, ehrenamtliche Landestierschutzbeauftragte und 1. Vorsitzende des Landestierschutzverbandes Schleswig-Holstein,&nbsp;<\/strong>betonte, dass die landesweite Kastrationsaktion ein wichtiger Baustein geworden sei: \u201eWie hoch der Bedarf ist, zeigt auch der Einsatz der Tierschutzvereine, die dar\u00fcber hinaus das ganze Jahr \u00fcber auf eigene Kosten verwilderte Hauskatzen kastrieren lassen. Ich appelliere an alle Katzenhalterinnen und -halter, die Verantwortung zu \u00fcbernehmen und das eigene Tiere kastrieren zu lassen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Voraussetzung<\/strong>&nbsp;f\u00fcr die Teilnahme an der Aktion und der damit verbundenen \u00dcbernahme der Behandlungskosten ist, dass die Katzen im Aktionszeitraum in einer der&nbsp;<strong>teilnehmenden Gemeinden<\/strong>&nbsp;gefangen wurden. Der Fokus sollte auf die Hotspots, an denen sich die Tiere aufhalten, gelegt werden. Die jeweiligen Hotspots k\u00f6nnen bei den zust\u00e4ndigen Gemeinden oder den \u00f6rtlichen Tierschutzvereinen erfragt werden. Von dem F\u00e4nger bzw. der F\u00e4ngerin ist ein daf\u00fcr vorbereiteter Vordruck auszuf\u00fcllen und zu unterschreiben. Der Vordruck best\u00e4tigt, dass es sich tats\u00e4chlich um eine freilebende Katze handelt. Die Kosten f\u00fcr die Kastrationen werden in voller H\u00f6he \u00fcbernommen: 30 Euro durch Spende (Honorarverzicht) der durchf\u00fchrenden Tierarztpraxen und 125 Euro bzw. 156 Euro Restkosten\u00fcbernahme durch den Fonds, je nachdem, ob es sich um einen Kater oder eine weibliche Katze handelt. Alle Katzen m\u00fcssen nach der Kastration wieder an die Stelle gebracht werden, wo sie gefangen wurden. Die Aktion ist bis zum&nbsp;<strong>31. M\u00e4rz 2025<\/strong>&nbsp;geplant. Falls die Mittel im Fonds ersch\u00f6pft sind, wird die Aktion vorzeitig durch die Tier\u00e4rztekammer Schleswig-Holstein beendet.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Land Schleswig-Holstein hat f\u00fcr das Jahr 2025 einen Betrag von 110.000 Euro bereitgestellt.&nbsp;Der Deutsche Tierschutzbund und der Landesverband Schleswig-Holstein beteiligten sich mit 10.000 Euro. Zus\u00e4tzlich konnte in 2024 durch das Engagement des Deutschen Tierschutzbund Landesverband S-H e. V. eine F\u00f6rderung der BINGO! &#8211; Umweltlotterie \u00fcber 155.000 Euro akquiriert werden, dessen H\u00e4lfte f\u00fcr die Fr\u00fchjahresaktion 2025 vorgesehen ist. Die teilnehmenden Gemeinden \u00fcbernehmen weiterhin 50 Prozent der jeweils in der Gemeinde entstandenen Kastrationskosten. Auch Privatpersonen haben die M\u00f6glichkeit, sich finanziell an der Aktion zu beteiligen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwischen 2014 und Fr\u00fchjahr 2025 wurden in Schleswig-Holstein im Rahmen der Aktion gegen Katzenelend bereits rund 31.600 Katzen kastriert. Dabei handelte es sich zu rund 60 Prozent um weibliche Tiere und zu rund 40 Prozent um Kater.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hintergrund:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Zahl von freilebenden, nicht an Menschen gebundenen Katzen steigt stetig. Auf der Suche nach Nahrung werden die Tiere jedoch nicht immer f\u00fcndig und ein Teil der Tiere ist krank und\/oder verletzt. Gleichwohl bekommen die Katzen Nachwuchs. Viele der jungen Katzen werden daher bereits krank geboren und leiden unter Mangelern\u00e4hrung, Parasitenbefall und Infektionen.<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Zusammenhang weist das Ministerium f\u00fcr Landwirtschaft, l\u00e4ndliche R\u00e4ume, Europa und Verbraucherschutz (MLLEV) darauf hin, dass Privatpersonen, die herrenlose Katzen f\u00fcttern, Verantwortung und Pflichten \u00fcbernehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Alle erforderlichen Dokumente (Liste der teilnehmenden Gemeinden, Vordruck und Datenschutzerkl\u00e4rung) befinden sich auf folgender Webseite:&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.gegenkatzenelend.schleswig-holstein.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.gegenkatzenelend.schleswig-holstein.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kiel (pm). Katzen, die verwildert sind, leiden, weil sie nicht mehr artgerecht versorgt werden. Zugleich belasten sie die nat\u00fcrlichen Lebensgemeinschaften in Wald, Feld und Flur. Ein wirksames und erfolgreiches Instrument ist die Kastration von freilebenden Katzen. Das Ministerium f\u00fcr Landwirtschaft, l\u00e4ndliche R\u00e4ume, Europa und Verbraucherschutz (MLLEV) setzt sich deshalb auch im Fr\u00fchjahr 2025 erneut f\u00fcr [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":55688,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"jnews-multi-image_gallery":[],"jnews_single_post":{"format":"standard","override":[{"template":"1","parallax":"1","fullscreen":"1","layout":"right-sidebar","sidebar":"default-sidebar","second_sidebar":"default-sidebar","sticky_sidebar":"1","share_position":"top","share_float_style":"share-monocrhome","show_view_counter":"1","show_featured":"1","show_post_meta":"1","show_post_author":"1","show_post_author_image":"1","show_post_date":"1","post_date_format":"default","post_date_format_custom":"Y\/m\/d","post_reading_time_wpm":"300","post_calculate_word_method":"str_word_count","show_zoom_button":"0","zoom_button_out_step":"2","zoom_button_in_step":"3","show_post_tag":"1","show_popup_post":"1","number_popup_post":"1","show_author_box":"1","show_post_related":"1","show_inline_post_related":"0"}],"image_override":[{"single_post_thumbnail_size":"crop-500","single_post_gallery_size":"crop-500"}],"trending_post_position":"meta","trending_post_label":"Trending","sponsored_post_label":"Sponsored by","disable_ad":"0","subtitle":"Erfolgsmodell f\u00fcr Tier- und Artenschutz"},"jnews_primary_category":[],"jnews_social_meta":[],"jnews_override_counter":{"view_counter_number":"0","share_counter_number":"0","like_counter_number":"0","dislike_counter_number":"0"},"jnews_post_split":{"post_split":[{"template":"1","tag":"h2","numbering":"asc","mode":"normal","first":"0","enable_toc":"0","toc_type":"normal"}]},"footnotes":""},"categories":[63,2,109],"tags":[526,1351,1547],"class_list":["post-69499","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-herzogtum-lauenburg","category-startseite","category-tiere","tag-kastrationspflicht-fuer-freilaufende-katzen","tag-katzen","tag-schleswig-holstein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69499","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=69499"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69499\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":69501,"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69499\/revisions\/69501"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/55688"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=69499"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=69499"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=69499"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}