{"id":66969,"date":"2024-11-28T11:28:17","date_gmt":"2024-11-28T09:28:17","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=66969"},"modified":"2024-11-28T11:28:17","modified_gmt":"2024-11-28T09:28:17","slug":"herz-einschalten-rassismus-ausschalten-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2024\/11\/28\/herz-einschalten-rassismus-ausschalten-3\/","title":{"rendered":"\u201aHerz einschalten \u2013 Rassismus ausschalten\u2018"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>M\u00f6lln (pm).<\/strong> &#8222;Herz einschalten \u2013 Rassismus ausschalten&#8220; &#8230; unter diesem Motto tr\u00e4gt der Verein Miteinander leben eine kreisweite Antirassismuskampagne, die dazu beitragen soll, Rassismus und Diskriminierung im l\u00e4ndlichen Raum zu \u00fcberwinden. Er hat dazu eine Kooperation mit dem Antidiskriminierungsverband Schleswig-Holstein (advsh) geschlossen, um alle 14 Tage ein professionelles Beratungsangebot f\u00fcr Betroffene in der Internationalen Begegnungsst\u00e4tte \u00bbLohgerberei\u00ab anbieten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ebenso verantwortet der Verein die Webseite <a href=\"http:\/\/www.herzein-rassismusaus.de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.herzein-rassismusaus.de<\/a>, die der Kampagne als \u00d6ffentlichkeitsorgan dient. Er unterst\u00fctzt \u00fcberdies die Partnerschaft f\u00fcr Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen bei der Ausgestaltung von deren Mitgliedschaft in der &#8218;Europ\u00e4ischen St\u00e4dtekoalition gegen Rassismus&#8216; (European Coalition of Cities against Racism \u2013 ECCAR) in koordinierender Weise. \u201eDie Arbeit gegen Rassismus und Diskriminierung ist ein ganz bedeutender Teil unserer Vereins-DNA&#8220;, sagt Vereinsvorsitzender Mark Sauer. Seit vielen Jahren werden dazu Angebote f\u00fcr Schulen und Jugendgruppen im Zuge des Projektes &#8218;GEST\u00c4RKT&#8216; organisiert. Doch r\u00fcckt der Fokus inzwischen immer mehr auf die Fragestellung, wie Rassismus und Diskriminierung grunds\u00e4tzlich \u00fcberwunden werden kann.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"563\" src=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/migration-Rassismus-Gemeinschaft-Miteinander-Fluechtling-Pixabay.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-54293\" srcset=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/migration-Rassismus-Gemeinschaft-Miteinander-Fluechtling-Pixabay.jpg 1000w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/migration-Rassismus-Gemeinschaft-Miteinander-Fluechtling-Pixabay-300x169.jpg 300w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/migration-Rassismus-Gemeinschaft-Miteinander-Fluechtling-Pixabay-768x432.jpg 768w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/migration-Rassismus-Gemeinschaft-Miteinander-Fluechtling-Pixabay-750x422.jpg 750w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Foto: Image by Ralph from Pixabay, hfr\n\n<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Genau dazu hat der Verein Miteinander leben im September einen Workshop mit Betroffenen und MultiplikatorInnen aus der Zivilgesellschaft, aus Sicherheitsbeh\u00f6rden, aus dem Sport und der Fl\u00fcchtlingsarbeit organisiert. \u201eWir haben uns gemeinsam die Voraussetzungen und M\u00f6glichkeiten von Antirassismusarbeit im l\u00e4ndlichen Raum angeschaut&#8220;, sagt Evans Gumbe, der zusammen mit Gesine Gondesen den Workshop fachlich begleitete. Zum Einstieg referierte Ibrahim Arslan, \u00dcberlebender der M\u00f6llner Brandanschl\u00e4ge, eindrucksvoll zur Notwendigkeit, Betroffene sprechen zu lassen und ihre Mitwirkung zu gewinnen. Vor allem, so Arslan, m\u00fcsse die Arbeit gegen Rassismus und Diskriminierung immer auf Augenh\u00f6he zwischen Betroffenen und Mehrheitsgesellschaft gestaltet werden. Und es sei aus seiner Sicht vor allem die Mehrheitsgesellschaft, die lernen muss, dass Rassismus und Diskriminierung immer in einem Umfeld von Macht und Ohnmacht gedeihen. Jeder Einzelfall weist auf eine Struktur, die durch Haltungen, Privilegien und Interessen der Mehrheitsgesellschaft gepr\u00e4gt wird, ohne dass diese es selbst wahrnimmt. Dies zu erkennen, ist fundamental wichtig, um die Wirkungsweise von Rassismus zu verstehen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"556\" src=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/a-Kampagne-Herz-einschalten-Rassismus-ausschalten-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-49756\" style=\"width:630px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/a-Kampagne-Herz-einschalten-Rassismus-ausschalten-1.jpg 1000w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/a-Kampagne-Herz-einschalten-Rassismus-ausschalten-1-300x167.jpg 300w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/a-Kampagne-Herz-einschalten-Rassismus-ausschalten-1-768x427.jpg 768w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/a-Kampagne-Herz-einschalten-Rassismus-ausschalten-1-750x417.jpg 750w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Im Verlauf des Workshops wurden Strukturen identifiziert, die f\u00fcr die Ausgestaltung einer Antirassismusarbeit im l\u00e4ndlichen Raum hinderlich oder f\u00f6rderlich sein k\u00f6nnen. Als schwierig wurde angesehen, dass die migrantischen Communities im Landkreis oftmals sehr klein sind und viele Betroffene auch vereinzelt leben. Zudem gibt es keine ausgepr\u00e4gten Formen von politischer Selbstorganisation, die eine antirassistische Arbeit einfordern k\u00f6nnten. Analog dazu ist im l\u00e4ndlichen Raum das Problembewusstsein in der Mehrheitsgesellschaft zu Rassismus und Diskriminierung oft nur schwach ausgepr\u00e4gt. Der Satz, &#8222;Rassismus gibt es bei uns nicht!&#8220;, ist nicht selten zu h\u00f6ren. Ebenso fehlen professionelle Beratungsstrukturen f\u00fcr Betroffene, die in Gro\u00dfst\u00e4dten heute selbstverst\u00e4ndlich und oftmals auch im Wissenstransfer mit den ans\u00e4ssigen Universit\u00e4ten entwickelt werden. Auf der Habenseite wurde hingegen vermerkt, dass in l\u00e4ndlichen R\u00e4umen der pers\u00f6nliche Zugang zu Menschen und das Miteinander immer noch besser gelingt, als in der Anonymit\u00e4t der Gro\u00dfstadt. Auch konnten m\u00f6gliche Partner f\u00fcr eine gemeinsame Antirassismusarbeit im Landkreis identifiziert werden. Wichtig war zudem die Klarstellung, dass Antirassismusarbeit nicht gleichzusetzen ist mit Inklusionsarbeit oder mit interkultureller Begegnung. \u201eAntirassismusarbeit ist ein gro\u00dfes gemeinsames Lernprojekt, das vor allem die Mehrheitsgesellschaft fordert&#8220;, sagte Evans Gumbe.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ergebnisse des Workshops sollen Grundlage f\u00fcr weitere Diskussionen auf dem Weg zu einem Konzept f\u00fcr eine funktionierende Antirassismusarbeit im l\u00e4ndlichen Raum werden. An dieser Diskussion sollen zuk\u00fcnftig auch l\u00e4ndliche Gemeinden aus der &#8218;Europ\u00e4ischen St\u00e4dtekoalition gegen Rassismus&#8216; eingebunden werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00f6lln (pm). &#8222;Herz einschalten \u2013 Rassismus ausschalten&#8220; &#8230; unter diesem Motto tr\u00e4gt der Verein Miteinander leben eine kreisweite Antirassismuskampagne, die dazu beitragen soll, Rassismus und Diskriminierung im l\u00e4ndlichen Raum zu \u00fcberwinden. 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