{"id":6688,"date":"2018-09-03T10:49:09","date_gmt":"2018-09-03T08:49:09","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=6688"},"modified":"2018-09-03T10:49:56","modified_gmt":"2018-09-03T08:49:56","slug":"usutu-virus-jetzt-auch-im-herzogtum-lauenburg-nachgewiesen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2018\/09\/03\/usutu-virus-jetzt-auch-im-herzogtum-lauenburg-nachgewiesen\/","title":{"rendered":"Usutu-Virus jetzt auch im Herzogtum Lauenburg nachgewiesen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm\/aa).<\/strong> Vergangene Woche wurde erstmals eine am Usutu-Virus erkrankte Amsel in Hamburg nachgewiesen (<a href=\"https:\/\/2021.herzogtum-direkt.de\/index.php\/2018\/08\/26\/amselsterben-durch-usutu-virus-erstmals-in-hamburg\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Herzogtum direkt berichtete<\/a>). Wie durch den\u00a0Fachdienst Veterin\u00e4rwesen und Lebensmittel\u00fcberwachung des Kreises Herzogtum Lauenburg heute bekannt wurde, konnte letzte Woche eine tot aufgefundene Amsel aus Aum\u00fchle ebenfalls positiv auf den Virus getestet werden.<\/p>\n<p>In Deutschland sind wieder V\u00f6gel an dem urspr\u00fcnglich aus Afrika stammenden Usutu-Virus (USUV) verendet. Auch in Schleswig-Holstein gab es die ersten Nachweise. Betroffen sind vor allem Amseln. Ein landesweites Monitoringprogramm soll nun Erkenntnisse \u00fcber die Verbreitung des Virus im Land liefern. Zu diesem Zweck k\u00f6nnen B\u00fcrger frisch verendete Amseln beim zust\u00e4ndigen Veterin\u00e4ramt abgeben. Von dort werden die Tiere zur Untersuchung an das Landeslabor Schleswig-Holstein (LSH) \u00fcberstellt.<\/p>\n<p>Die Tiere sollten hierzu eingepackt (beispielsweise in einen Gefrierbeutel) werden und<br \/>\nFundort und -datum auf der Verpackung notiert sein. Es wird empfohlen die toten V\u00f6gel<br \/>\naus allgemeinen Vorsichtnahmen nicht mit den blo\u00dfen H\u00e4nden anzufassen und die H\u00e4nde<br \/>\nnach dem Einsammeln zu waschen. Offensichtlich verungl\u00fcckte (z.B. \u00fcberfahrene) V\u00f6gel<br \/>\nsollten nicht eingesammelt und abgegeben werden. Eine Abholung der V\u00f6gel durch die<br \/>\nzust\u00e4ndigen Veterin\u00e4r\u00e4mter ist nicht m\u00f6glich. Tot aufgefundene V\u00f6gel k\u00f6nnen beim Fachdienst Veterin\u00e4rwesen und Lebensmittel\u00fcberwachung in M\u00f6lln zur Untersuchung abgegeben werden.<\/p>\n<p>Das Usutu-Virus (USUV) hat seinen Ursprung in Afrika und wird von Stechm\u00fccken \u00fcber-<br \/>\ntragen. Hauptwirte f\u00fcr das Virus sind Wildv\u00f6gel, die in der Regel nicht erkranken. Es sind<br \/>\ndaneben aber auch sehr empf\u00e4ngliche Vogelspezies wie die heimischen Amseln bekannt,<br \/>\nwelche sich sehr leicht infizieren. Klinisch zeigen diese infizierten V\u00f6gel h\u00e4ufig Symptome<br \/>\nwie Teilnahmslosigkeit und St\u00f6rungen des zentralen Nervensystems wie Taumeln oder<br \/>\nKopfverdrehen, gefolgt von vielen Todesf\u00e4llen.<\/p>\n<p><strong>Hintergrund<\/strong><\/p>\n<p>Das Virus wurde in Deutschland erstmals 2010 in einem M\u00fcckenpool aus dem S\u00fcden Deutschlands nachgewiesen. Im Folgejahr kam es zu einem massiven Vogelsterben (vor allem Amseln) im Bereich der n\u00f6rdlichen Oberrheinebene und in den benachbarten Gebieten der Pfalz und des Neckartales. USUV breitete sich in den Folgejahren besonders in S\u00fcdwestdeutschland unter Wildv\u00f6geln, vorrangig Amseln, aus. Auch zahlreiche Zoov\u00f6gel<br \/>\nwie Eulenv\u00f6gel in Volierenhaltung waren betroffen.<\/p>\n<p>Im Jahr 2016 zeigte das USUV eine sehr starke Aktivit\u00e4t unter den Wild- und Zoov\u00f6geln mit deutlicher r\u00e4umlicher Ausbreitung in weiten Teilen Deutschlands, gefolgt von teilweise massenhaftem Verenden in einzelnen Gebieten. Betroffen war hierbei vor allem Nordrhein-Westfalen. Die starke nationale Verbreitung in 2016 f\u00fchrte auch zu USUV-bedingten Todesf\u00e4lle unter Wild- und Zoov\u00f6geln in den westlichen Nachbarl\u00e4ndern, vorrangig in den Niederlanden, Belgien und im Norden Frankreichs. In Schleswig-Holstein erfolgten erstmals im Sp\u00e4tsommer 2017 zwei Nachweise bei Amseln im s\u00fcdlichen Landesteil &#8211; von einem vermehrten Verenden von Amseln wurde bislang aber noch nicht berichtet.<\/p>\n<p>USUV wird ein zoonotisches Potential zugeschrieben, das hei\u00dft das Virus ist \u00fcber Stiche infizierter M\u00fccken auf den Menschen \u00fcbertragbar und kann unter bestimmten Bedingungen zu einer Erkrankung f\u00fchren. Bislang wurden jedoch nur sehr wenige mild verlaufene humane Erkrankungsf\u00e4lle in Afrika und Europa beschrieben.<\/p>\n<p>Da eine USUV-Infektion bei V\u00f6geln weder anzeige- noch meldepflichtig ist, hat ein Nachweis in der Tierpopulation keine rechtlichen Folgen. Weitere Informationen zum Usutu-Virus bei V\u00f6geln finden Sie in den FAQs unter <a href=\"http:\/\/www.schleswig-holstein.de\/usutu\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.schleswig-holstein.de\/usutu<\/a> oder auf der Homepage des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) unter <a href=\"http:\/\/www.fli.de\/de\/aktuelles\/tierseuchengeschehen\/usutu-virus\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.fli.de\/de\/aktuelles\/tierseuchengeschehen\/usutu-virus<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm\/aa). Vergangene Woche wurde erstmals eine am Usutu-Virus erkrankte Amsel in Hamburg nachgewiesen (Herzogtum direkt berichtete). Wie durch den\u00a0Fachdienst Veterin\u00e4rwesen und Lebensmittel\u00fcberwachung des Kreises Herzogtum Lauenburg heute bekannt wurde, konnte letzte Woche eine tot aufgefundene Amsel aus Aum\u00fchle ebenfalls positiv auf den Virus getestet werden. 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