{"id":66844,"date":"2024-11-25T10:54:36","date_gmt":"2024-11-25T08:54:36","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=66844"},"modified":"2024-11-25T10:54:36","modified_gmt":"2024-11-25T08:54:36","slug":"wenn-kinder-und-jugendliche-ins-netz-gehen-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2024\/11\/25\/wenn-kinder-und-jugendliche-ins-netz-gehen-2\/","title":{"rendered":"Wenn Kinder und Jugendliche ins Netz gehen"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm). <\/strong>\u201eLegst du bitte das Handy weg?\u201c \u2013 in vielen Familien ein Klassiker am Esstisch auch&nbsp;im Kreis Herzogtum Lauenburg. Oft bef\u00fcrchten Eltern, dass ihre Kinder quasi am Handy oder Tablet kleben und in soziale Medien abtauchen. Vor allem Jugendliche pflegen ihre sozialen Kontakte \u00fcber Social Media. Die Welt hat in den letzten Jahren einen enormen digitalen Wandel erlebt, es geh\u00f6rt zum Alltag. Nahezu alle Zw\u00f6lf- bis 25-J\u00e4hrigen nutzen in ihrer Freizeit t\u00e4glich das Smartphone, Tablet oder den Computer. Die Technik erm\u00f6glicht zwar den digitalen Austausch mit Freunden, andererseits fehlt durch den st\u00e4ndigen digitalen Medienkonsum ausreichend Bewegung und reale Kommunikation. \u201eEs ist normal, dass Kinder und Jugendliche auch mal ausgiebig im Netz surfen, spielen oder chatten. Wenn die intensive Nutzung den Tag bestimmt, sollten Eltern unbedingt handeln\u201c, sagt AOK-Serviceregionsleiter&nbsp;Reinhard Wunsch.<\/p>\n\n\n\n<p>Medien- und Internetabh\u00e4ngigkeit spielt eine immer bedeutendere Rolle. Vor allem Kinder und Jugendliche sind gef\u00e4hrdet, sich im Netz zu verlieren und eine Abh\u00e4ngigkeit zu entwickeln. Laut einer Onlinebefragung im Auftrag des AOK-Bundesverbandes unter 14- bis 30-J\u00e4hrigen kommt die H\u00e4lfte der Befragten zu dem Schluss, dass es ihnen gutt\u00e4te, weniger Zeit auf Social-Media zu verbringen. Eine WHO-Studie zur Nutzung sozialer Medien von Kindern und Jugendlichen im Alter von elf bis 15 Jahren aus 2022 zeigt, dass die problematische Nutzung auf elf Prozent (in 2018 sieben Prozent) gestiegen ist. Jedes neunte Kind hatte demnach Schwierigkeiten, die Nutzung sozialer Medien zu kontrollieren und mit negativen Folgen zu k\u00e4mpfen. Mehr als ein Drittel gab an, st\u00e4ndig online mit Freunden in Kontakt zu sein. Ein Drittel der Jugendlichen spielte t\u00e4glich digitale Spiele.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Woche kommen so \u2013 zus\u00e4tzlich zur Nutzung f\u00fcr Schule, Studium oder Arbeit &#8211; mehr als 24 Stunden vor dem Bildschirm zusammen. Eine Orientierung geben empfohlene Obergrenzen f\u00fcr Jugendliche ab zehn Jahren: Zehn Minuten Zeit f\u00fcr digitale Medien pro Lebensjahr pro Tag oder eine Stunde pro Lebensjahr pro Woche. Eine lange Nutzungsdauer allein kann die Entstehung einer Mediensucht zwar f\u00f6rdern, l\u00f6st sie aber nicht alleine aus. Hinzu kommen pers\u00f6nliche und soziale Faktoren. Anzeichen einer Sucht sind Verlust der Kontrolle \u00fcber Anfang und Ende, Entzugserscheinungen bei Nichtnutzung, Vernachl\u00e4ssigung anderer Aktivit\u00e4ten und das Ignorieren negativer Folgen im Alltag aufgrund einer \u00fcberm\u00e4\u00dfigen Nutzung. F\u00fcr die Kinder und Jugendlichen wird der Computer dann wichtiger als Freunde, Eltern, Hobbys oder Schule. Sie k\u00f6nnen sich nicht mehr gut konzentrieren, der R\u00fccken schmerzt, sie f\u00fchlen sich m\u00fcde und nicht mehr so fit. \u201eDas kann so weit gehen, dass diese Kinder den Herausforderungen der realen Welt kaum noch gewachsen sind und sich von ihrer Umgebung regelrecht entfremden&#8220;, so&nbsp;Wunsch.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"667\" src=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/APK-Gesundheit-SocialMedia-Medienkompetenz_2024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-66845\" style=\"width:894px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/APK-Gesundheit-SocialMedia-Medienkompetenz_2024.jpg 1000w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/APK-Gesundheit-SocialMedia-Medienkompetenz_2024-300x200.jpg 300w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/APK-Gesundheit-SocialMedia-Medienkompetenz_2024-768x512.jpg 768w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/APK-Gesundheit-SocialMedia-Medienkompetenz_2024-750x500.jpg 750w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Wenn das Smartphone nicht mehr aus der Hand gelegt wird, und \u201alikes\u2018 wichtiger werden als der pers\u00f6nliche Kontakt, sollten Eltern unbedingt handeln. Foto: AOK, colourbox, hfr.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Digitalisierung stellt Familien vor neue Herausforderungen: Wie kann es in Zeiten der st\u00e4ndigen Erreichbarkeit gelingen, das analoge Leben nicht zu vernachl\u00e4ssigen? Eltern sollten m\u00f6glichst fr\u00fch ihre Kinder in die digitale Welt begleiten und selbst Vorbilder sein. Wenn sie merken, dass digitale Medien den Alltag des Kindes steuern und anderes vernachl\u00e4ssigt wird, ist es sehr wichtig, offen \u00fcber ihre Sorgen zu sprechen und gemeinsam angepasst an die Entwicklung des Kindes Regeln f\u00fcr die Nutzung festzulegen oder anzupassen. Gelingt dies nicht, unterst\u00fctzen Erziehungsberatungs- oder auch Suchtberatungsstellen online, telefonisch oder pers\u00f6nlich liegt bereits eine Sucht vor, ist professionelle Hilfe enorm wichtig. Hilfreiche Informationen gibt es im Internet unter <a href=\"http:\/\/www.aok.de\/nw\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.aok.de\/nw<\/a>, Thema \u201aMedienerziehung\u2018 sowie unter <a href=\"http:\/\/www.schau-hin.info\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.schau-hin.info<\/a>..<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm). \u201eLegst du bitte das Handy weg?\u201c \u2013 in vielen Familien ein Klassiker am Esstisch auch&nbsp;im Kreis Herzogtum Lauenburg. Oft bef\u00fcrchten Eltern, dass ihre Kinder quasi am Handy oder Tablet kleben und in soziale Medien abtauchen. Vor allem Jugendliche pflegen ihre sozialen Kontakte \u00fcber Social Media. 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