{"id":66686,"date":"2024-11-19T10:24:02","date_gmt":"2024-11-19T08:24:02","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=66686"},"modified":"2024-11-19T10:24:02","modified_gmt":"2024-11-19T08:24:02","slug":"kleine-nuesse-grosse-gefahr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2024\/11\/19\/kleine-nuesse-grosse-gefahr\/","title":{"rendered":"Kleine &#8218;N\u00fcsse&#8216; \u2013 gro\u00dfe Gefahr"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm).<\/strong> Gerade noch Erdn\u00fcsse geknackt und gegessen, und pl\u00f6tzlich kribbeln Lippen und Zunge, das Atmen f\u00e4llt schwer, Hautausschlag oder Durchfall treten auf, schlimmstenfalls Atemnot und Herz-Kreislauf-Probleme. F\u00fcr Eltern ist es ein Horror-Szenario, einen anaphylaktischen Schock beim eigenen Kind zu erleben. Dann ist schnelle Hilfe n\u00f6tig. \u201eBei Verdacht auf einen anaphylaktischen Schock sollten Eltern unverz\u00fcglicher den Notruf 112 w\u00e4hlen&#8220;, sagt AOK-Serviceregionsleiter Reinhard Wunsch. Nach Angaben der Europ\u00e4ischen Stiftung f\u00fcr Allergieforschung (ECARF) leiden in den Industriel\u00e4ndern etwa ein bis zwei Prozent der Kinder an einer Erdnussallergie. Erdn\u00fcsse z\u00e4hlen zu den h\u00e4ufigsten Ausl\u00f6sern einer Lebensmittelallergie, die schon im Kleinkindalter auftreten kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei einer Lebensmittelallergie reagiert der K\u00f6rper auf normalerweise ungef\u00e4hrliche Stoffe mit einer \u00fcberschie\u00dfenden Abwehrreaktion. Die Erdnussallergie ist eine sogenannte Typ-I-Allergie. Voraussetzung daf\u00fcr ist ein Erstkontakt mit dem Allergen, der in der Regel symptomlos verl\u00e4uft und auch als Sensibilisierung bezeichnet wird. Erst beim zweiten Kontakt kommt es dann zu Symptomen. Schon kleinste Mengen einer Erdnuss k\u00f6nnen ausreichen, um innerhalb von Sekunden oder Minuten lebensbedrohliche Symptome wie Atemnot, Blutdruckabfall bis hin zum Kreislaufschock (anaphylaktischer Schock) hervorzurufen. Die Erdnussallergie bleibt oft lebenslang bestehen. Etwa die H\u00e4lfte aller Kinder mit einer Lebensmittelallergie entwickelt im Laufe des Lebens ein allergisches Asthma oder einen allergischen Schnupfen. \u201eBei Verdacht auf eine Lebensmittelallergie sollten Eltern mit ihrem Kind eine Kinder\u00e4rztin oder einen Kinderarzt aufsuchen \u2013 am besten in einer auf Allergien spezialisierten Praxis&#8220;, sagt AOK-Serviceregionsleiter Wunsch.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Andere N\u00fcsse in der Regel keine Gefahr<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Steht die Diagnose Erdnussallergie fest, sollten Betroffene erdnusshaltige Nahrungsmittel konsequent meiden. Hasel- und Waln\u00fcsse sowie andere Nusssorten k\u00f6nnen sie jedoch weiterhin essen. Beim Einkauf ist es daher wichtig, immer die Zutatenlisten zu lesen. Denn laut Lebensmittel-Informationsverordnung (LMIV) der EU m\u00fcssen die 14 h\u00e4ufigsten Ausl\u00f6ser von Allergien und Unvertr\u00e4glichkeiten immer angegeben werden. Diese Pflicht zur Allergenkennzeichnung gilt sowohl f\u00fcr verpackte Lebensmittel als auch f\u00fcr lose Ware, etwa an der Bedientheke oder im Restaurant. Dort m\u00fcssen die Allergeninformationen leicht zug\u00e4nglich sein, zum Beispiel durch einen Aushang im Laden, als Hinweis auf der Speisekarte oder auf Nachfrage.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"601\" src=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/AOK-Gesundheit-_Erdnussallergie.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-66688\" srcset=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/AOK-Gesundheit-_Erdnussallergie.jpg 1000w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/AOK-Gesundheit-_Erdnussallergie-300x180.jpg 300w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/AOK-Gesundheit-_Erdnussallergie-768x462.jpg 768w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/AOK-Gesundheit-_Erdnussallergie-750x451.jpg 750w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"> Getrennte Aufbewahrung von allergenen und ungef\u00e4hrlichen Lebensmitteln erleichtert die Handhabung zuhause. Foto: AOK, colourbox, hfr.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><strong>Tipps f\u00fcr zuhause<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Solange das Kind noch klein ist, sollten am besten alle gef\u00e4hrlichen Nahrungsmittel aus dem eigenen Haushalt verbannt werden. Auch wenn es gr\u00f6\u00dfer und verst\u00e4ndiger wird, bewahren Eltern die Speisen mit und ohne Allergen m\u00f6glichst r\u00e4umlich getrennt auf. Eine Kennzeichnung der Produkte erleichtert dem Kind die Auswahl: Ein gr\u00fcner Punkt f\u00fcr erlaubte und allergenfreie Nahrung, ein roter f\u00fcr verbotene. Da kleinste Spuren von Erdn\u00fcssen ausreichen k\u00f6nnen, um eine schwere Reaktion auszul\u00f6sen, sollten auch separate und saubere Schneidbretter, Messer und Gl\u00e4ser genutzt werden, um versehentliche Kontaminationen auszuschlie\u00dfen. Bei wem eine Erdnussallergie diagnostiziert wurde, sollte immer ein Notfallset mit geeigneten Medikamenten\/Spritzen bei sich tragen f\u00fcr den Fall eines anaphylaktischen Schocks. Weitere Infos zu dem Thema unter <a href=\"http:\/\/www.aok.de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.aok.de<\/a> in der Rubrik Gesundheitsmagazin unter K\u00f6rper &amp; Psyche.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm). Gerade noch Erdn\u00fcsse geknackt und gegessen, und pl\u00f6tzlich kribbeln Lippen und Zunge, das Atmen f\u00e4llt schwer, Hautausschlag oder Durchfall treten auf, schlimmstenfalls Atemnot und Herz-Kreislauf-Probleme. F\u00fcr Eltern ist es ein Horror-Szenario, einen anaphylaktischen Schock beim eigenen Kind zu erleben. 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