{"id":6636,"date":"2018-09-01T09:58:57","date_gmt":"2018-09-01T07:58:57","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=6636"},"modified":"2018-09-01T09:58:57","modified_gmt":"2018-09-01T07:58:57","slug":"ein-abend-im-glueck-sommerbegegnung-des-lebenshilfewerks-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2018\/09\/01\/ein-abend-im-glueck-sommerbegegnung-des-lebenshilfewerks-2018\/","title":{"rendered":"&#8218;Ein Abend im Gl\u00fcck&#8216; &#8211; Sommerbegegnung des Lebenshilfewerks 2018"},"content":{"rendered":"<p><strong>M\u00f6lln (pm).<\/strong> Unter dem Motto &#8222;Was macht Sie eigentlich gl\u00fccklich?&#8220; fand am 28. August 2018 die Sommerbegegnung des Lebenshilfewerks M\u00f6lln-Hagenow (LHW) im Haus der sozialen Dienste in M\u00f6lln statt. Eingeladen hat dazu die nunmehr seit etwas mehr als einem Jahr t\u00e4tige Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin, Ines Mahnke.<\/p>\n<p>Das Motto der Veranstaltung machte neugierig und so konnten als G\u00e4ste neben den vielen Klienten und Mitarbeitern auch der B\u00fcrgermeister der Stadt M\u00f6lln, Jan Wiegels, die Kreis- und Landtagsabgeordnete, Andrea Tschacher, der stellvertretende Landrat Wolfgang Schm\u00fclling aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim, sowie weitere interessante G\u00e4ste aus der lokalen Politik und der Wirtschaft, sowie Unterst\u00fctzer und Freunde des Lebenshilfewerks begr\u00fc\u00dft werden.<\/p>\n<p>In der Begr\u00fc\u00dfungsrede von Ines Mahnke sowie in der Moderation des Abends durch Norbert Bosse wurde zun\u00e4chst ergr\u00fcndet, was uns gl\u00fccklich macht und was Gl\u00fcck bedeutet. So wurde ein Streifzug durch die Erforschung von Gl\u00fcck unternommen, welche in der Antike bei Platon und Aristoteles begann und letztendlich in der modernen interdisziplin\u00e4ren Gl\u00fccksforschung endete. Zus\u00e4tzlich wurde durch die Mitwirkung von Klienten, Mitarbeitern und Unterst\u00fctzern des Lebenshilfewerks ein kurzer Film gedreht, in welchem sie zur eigenen Bedeutung von Gl\u00fcck befragt wurden. Zur\u00fcck bleibt die Erkenntnis, dass das Streben nach Gl\u00fcck so alt ist, wie die Menschheitsgeschichte selbst und das Gl\u00fcck &#8211; egal nach welcher Definition &#8211; letztlich davon abh\u00e4ngt, was der Einzelne als Gl\u00fcck empfindet.<\/p>\n<p>Gl\u00fcck ist daher im h\u00f6chsten Ma\u00dfe individuell und daher auch immer abh\u00e4ngig von der Lebensqualit\u00e4t eines jeden Individuums. Denn schlie\u00dflich sind es die Rahmenbedingungen, welche die Wege f\u00fcr das Erleben von Gl\u00fcck ebnen. Beide Begriffe sind also untrennbar miteinander verbunden.<\/p>\n<p>Mit dieser Feststellung wurde schlie\u00dflich n\u00e4her auf die Lebensqualit\u00e4t eingegangen; Lebensqualit\u00e4t wird verstanden als subjektive Beurteilung von objektiven Lebenslagen. Das Lebenshilfewerk hat sich die Frage gestellt, ob man die Lebensqualit\u00e4t der Klienten und somit die Rahmenbedingungen f\u00fcr das Erleben von Gl\u00fcck durch eine Messung sichtbar machen kann. Diese Frage kann durch die Durchf\u00fchrung der SROI &#8211; 5 Studie eindeutig mit &#8222;JA!&#8220; beantwortet werden. Die Abk\u00fcrzung \u201eSROI&#8220; steht f\u00fcr den Ansatz \u201eSocial Return on Investment&#8220; und ist eine Methode, welche die Wertsch\u00f6pfung und Wirkung der sozialen Arbeit misst. Mit diesem Ansatz wurden durch die Firma Xit GmbH aus N\u00fcrnberg in 17 schleswig-holsteinischen Werkst\u00e4tten der Diakonie zum einen Daten zur Wirtschaftlichkeit (SROI 1-4) und zum anderen Daten zur Lebensqualit\u00e4t der Besch\u00e4ftigten (SROI 5) gesammelt. Insgesamt wurden in ganz Schleswig-Holstein 1664 Werkstattbesch\u00e4ftigte befragt. Die Untersuchung der SROI 5 &#8211; Studie hat sich dabei in zwei Teile aufgegliedert. Zun\u00e4chst wurden die subjektiven Empfindungen in acht Dimensionen der Lebensqualit\u00e4t erfragt:<\/p>\n<p>1. Emotionales Wohlbefinden<br \/>\n2. Soziale Beziehungen<br \/>\n3. Materielles Wohlbefinden<br \/>\n4. K\u00f6rperliches Wohlbefinden<br \/>\n5. Gesellschaftliche Teilhabe<br \/>\n6. Pers\u00f6nliche Entwicklung<br \/>\n7. Selbstwirksamkeit<br \/>\n8. Rechte und Mitbestimmung<\/p>\n<p>Sodann wurden objektiv feststellbare Handlungsspielr\u00e4ume erfragt. Diese orientieren sich an der UN-Behindertenrechtskonvention und ergeben sich aus folgenden Bereichen:<\/p>\n<p>&#8211; Arbeit und Besch\u00e4ftigung<br \/>\n&#8211; Lernen und Bildung<br \/>\n&#8211; Mitbestimmung<br \/>\n&#8211; Mobilit\u00e4t<br \/>\n&#8211; \u00d6ffentliches Leben\/Freizeit<br \/>\n&#8211; Soziale Beziehungen<\/p>\n<figure id=\"attachment_6638\" aria-describedby=\"caption-attachment-6638\" style=\"width: 1000px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/2021.herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Sommerbegegnung-2018-062.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-6638\" src=\"https:\/\/2021.herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Sommerbegegnung-2018-062.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"667\" srcset=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Sommerbegegnung-2018-062.jpg 1000w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Sommerbegegnung-2018-062-300x200.jpg 300w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Sommerbegegnung-2018-062-768x512.jpg 768w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Sommerbegegnung-2018-062-696x464.jpg 696w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Sommerbegegnung-2018-062-630x420.jpg 630w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-6638\" class=\"wp-caption-text\">Sommerbegegnung 2018 beim Lebenshilfewerk M\u00f6lln-Hagenow. Foto: hfr<\/figcaption><\/figure>\n<p>Im Lebenshilfewerk wurde diese Untersuchung nicht nur in den Werkst\u00e4tten, sondern zus\u00e4tzlich und aus eigener Initiative heraus in der Pflege- und F\u00f6rdereinrichtung Hagenow durchgef\u00fchrt. Diese Einrichtung sticht aus dem \u00fcbrigen Teilnehmerkreis heraus, da sie zun\u00e4chst eine Einrichtung des Wohnens ist und dar\u00fcber hinaus rechtskreis\u00fcbergreifend finanziert wird, da es sich einerseits um eine Pflegeeinrichtung (SGB XI) und andererseits um eine Einrichtung der Eingliederungshilfe (SGB XII) handelt.<\/p>\n<p>Zu zentralen Ergebnissen der Studien hat Fabio R\u00f6ssler, als Mitarbeiter der Firma Xit GmbH, mit einer kurzen Pr\u00e4sentation berichtet. So hat vor allem in der Zusammenfassung das Ergebnis begeistert, dass 91 Prozent der Besch\u00e4ftigten aus den M\u00f6llner Werkst\u00e4tten eine hohe Selbstwirksamkeit durch ihre T\u00e4tigkeit und damit ein gro\u00dfes Gef\u00fchl des Stolzes empfinden &#8211; dies ist wirklich ein hervorragendes Ergebnis! Ebenso wurden in der Pflege- und F\u00f6rdereinrichtung positive Ergebnisse festgestellt, welche die Wirksamkeit der Zusammenarbeit von Pflegekr\u00e4ften und P\u00e4dagogen belegt. Beispielsweise erfahren die Bewohner dieser Einrichtung &#8211; trotz eines komplexen Unterst\u00fctzungsbedarfes &#8211; Selbstbestimmung im Alltag und k\u00f6nnen ihren Tagesablauf aktiv mitgestalten.<\/p>\n<p>Zur Verdeutlichung dieser Ergebnisse wurde ein zweiter kurzer Film gezeigt, welcher gr\u00f6\u00dftenteils von den Klienten des Lebenshilfewerks selbst gedreht wurde und die Studienergebnisse mit Einblicken in den Wohn- und Arbeitsalltag erlebbar gemacht hat.<br \/>\nIm Anschluss an den offiziellen Teil der Veranstaltung hatten die G\u00e4ste &#8211; neben dem Genuss eines facettenreichen Buffets &#8211; die M\u00f6glichkeit, die acht Dimensionen der Lebensqualit\u00e4t durch Praxisbeispiele n\u00e4her zu erkunden. Zu diesem Zweck wurden durch die Mithilfe von engagierten Klienten und MitarbeiterInnen des Lebenshilfewerks vier Infos\u00e4ulen mit je zwei Dimensionen als \u00dcberbegriffe kreiert, an welchen sich die G\u00e4ste informieren konnten. Auf diese Art haben die G\u00e4ste etwas \u00fcber die Ausbildung von Museumsf\u00fchrern in Zusammenarbeit mit Capito Mecklenburg-Vorpommern, die Arbeit des Kochclubs aus M\u00f6lln, arbeitsbegleitende Ma\u00dfnahmen und Bildungsangebote sowie \u00fcber die Arbeit der Frauenbeauftragten in den Werkst\u00e4tten erfahren. Dieses Informationsangebot wurde rege angenommen und es wurden von den G\u00e4sten viele interessante Fragen gestellt, welche f\u00fcr beide Seiten sehr bereichernd waren.<\/p>\n<p>Am Ende des Abends konnte mit dieser interaktiven Art der Veranstaltung nicht nur \u00fcber die durchgef\u00fchrte SROI 5 &#8211; Studie, deren Ergebnisse und die weitere Arbeit damit berichtet, sondern es konnte ein Einblick in die gelebte Lebensqualit\u00e4t und somit in kostbare Gl\u00fccksmomente des t\u00e4glichen Lebens unserer Klienten und Mitarbeiter gew\u00e4hrt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00f6lln (pm). 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