{"id":6614,"date":"2018-08-31T08:45:24","date_gmt":"2018-08-31T06:45:24","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=6614"},"modified":"2018-08-31T08:45:24","modified_gmt":"2018-08-31T06:45:24","slug":"boom-beim-wohnungsbau-ungebremst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2018\/08\/31\/boom-beim-wohnungsbau-ungebremst\/","title":{"rendered":"Boom beim Wohnungsbau ungebremst"},"content":{"rendered":"<p><strong>Kiel (pm).<\/strong> Der Wohnungsbau bleibt nach wie vor die Zugmaschine in der Bauwirtschaft. Das Baugewerbe hat bereits sehr viel getan \u2013 und es gibt weiterhin viel zu tun. Sowohl auf Bundesebene als auch in Schleswig-Holstein. Das berichtet der <span class=\"\">Baugewerbeverband Schleswig-Holstein<\/span> in einer aktuellen Pressemitteilung.<\/p>\n<p>Nach den Angaben des Statistischen Bundesamtes haben 2017 die Bauunternehmen 284.816 Wohnungen gebaut. Das sind 7.125 mehr als vor einem Jahr (+2,6 %) und es liegt nur knapp unterhalb des erwarteten Niveaus von 300.000 Wohnungen.<\/p>\n<p>In Schleswig-Holstein wurden im Jahr 2017 insgesamt 11.972 Wohnungen fertiggestellt. Das sind 1.831 Wohnungen oder 13,3 Prozent weniger als im Jahr davor. Der \u00dcberhang an genehmigten, aber zum Jahresende noch nicht fertiggestellten Wohnungen, belief sich am 31.12.2017 auf insgesamt 23.939 Einheiten. Das sind 1.285 (+5,8 %) mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres.<\/p>\n<p>\u201eDie Zahlen spiegeln immer Momentaufnahmen im Auftragsbestand\u201c, so Schareck. 2017 hatten die Betrieb erst einmal die bestehenden Auftr\u00e4ge aus dem Vorjahr abzuarbeiten.\u201c Es zeige sich, dass eine Verstetigung der Baut\u00e4tigkeit im Wohnungssektor auf sehr hohem Niveau eingetreten sei.<\/p>\n<p>Das belegen auch die aktuell vom Statistikamt Nord ver\u00f6ffentlichten Zahlen zu den Baugenehmigungen im Wohnungsbau in Schleswig-Holstein. Demnach sind im ersten Halbjahr 2018 bereits 7.592 Wohnungen genehmigt worden, im Vergleichszeitraum des Vorjahres 6.772 (+12,1 %). \u201eDie Genehmigungen im Wohnungsbau sind derzeit immer noch hoch. Im Mai haben wir 965 Genehmigungen von Wohngeb\u00e4uden, die Zahlen liegen in der Regel wischen 500 und 600\u201c, bemerkt Schareck.<\/p>\n<p>Allerdings sei das noch nicht ganz ausreichend. Die Wohnungsmarktprognose 2030 fu\u0308r Schleswig-Holstein belegt, dass im Land zwischen 2015 und 2030 rund 177.00 neue Wohnungen ben\u00f6tigt werden. \u201eDie Bauwirtschaft ist nach wie vor gefragt. Mit Blick auf die hohe Nachfrage und planerische Verstetigung ist es zur planerischen und finanziellen Absicherung von Projekten notwendig, die vorhandenen Kapazit\u00e4ten abzustimmen und so die Wertsch\u00f6pfung im Lande zu halten\u201c, so Schareck.<\/p>\n<p>\u201eZus\u00e4tzlich brauchen wir kosteng\u00fcnstiges Bauland und hier sind auch die Kommunen gefordert. Dar\u00fcber hinaus haben wir L\u00f6sungen in der Bauwirtschaft entwickelt, die Nachverdichtungen in urbanen Gebieten erm\u00f6glichen. In jedem Fall muss vermieden werden, weitere und zus\u00e4tzliche Anforderungen insbesondere aus der kommunalen Verwaltung aufzusatteln. Das ist auch f\u00fcr die Kosten kontraproduktiv\u201c, sagt Schareck.<\/p>\n<p>Nicht neu, aber immer noch brandaktuell sind L\u00f6sungen wie Aufstockungsm\u00f6glichkeiten, modulare Bauweisen mit schnellem Bau und m\u00f6glichen Umnutzungs- bzw. Ausbauperspektiven. \u201e\u00dcberdacht werden m\u00fcssen auch der R\u00fcckbau einer standardm\u00e4\u00dfig hohen Ausstattung der Geb\u00e4ude sowie die Wirtschaftlichkeit von unn\u00f6tigen Kostentreibern in der EnEV und bei steuerlichen Belastungen wie der Grunderwerbsteuer,\u201c so Schareck weiter.<\/p>\n<p>Preisentwicklung fu\u0308r Bauleistungen<\/p>\n<p>Im Zusammenhang mit dem Wohnungsbau und der hohen Kapazit\u00e4tsauslastung der Bauwirtschaft wird h\u00e4ufig \u00fcber die Preisentwicklung fu\u0308r Bauleistungen gesprochen. Grunds\u00e4tzlich ist hierbei zu beachten, ob es um Immobilienpreise oder Verkaufspreise fu\u0308r Bauleistungen geht.<\/p>\n<p>Bei den Immobilienpreisen gehen selbstverst\u00e4ndlich auch Grundst\u00fcckspreise und Nebenkosten des Grunderwerbs in die Kostenbetrachtung ein. Zu den Verkaufspreisen der Bauleistungen hat das Statistische Bundesamt fu\u0308r das ersten Quartal 2018 u\u0308ber Preissteigerungen gegen\u00fcber dem ersten Quartal 2017 fu\u0308r Bauleistungen von u\u0308ber 4 % berichtet, z.B. fu\u0308r Bauarbeiten an B\u00fcrogeb\u00e4uden um 4,4 % und fu\u0308r Stra\u00dfenbauarbeiten um 5,3 %. Dies ist in erster Linie Folge von Preissteigerungen fu\u0308r Material (z.B. Stahlbeton +19 %, Holz + 4 %, mineralische Erzeugnisse wie Beton +3 %) sowie Tariferh\u00f6hungen beim Mindestlohn (+4 %)<\/p>\n<p>Auch die Betriebe in Schleswig-Holstein merken, dass die Ausgaben wie Materialkosten, Energiepreise und Maschinenkosten deutlich steigen, dazu kommen Anstiege bei den Lohnkosten und Sozialabgaben. \u201eInsgesamt machen diese Kosten unseren Betrieben zu schaffen; hinzu kommen die Tarifabschl\u00fcsse, die zu immer weiter steigenden Lohnkosten f\u00fchren, aber gleichzeitig wichtig sind, damit unsere Arbeitnehmer an der \u00fcblichen Wirtschaftsleistung teilhaben\u201c, so Schareck.<\/p>\n<p>F\u00fcr Schleswig-Holstein kann der Verband belegen, dass die gestiegenen Baupreise nicht zu den unterstellten mehr Umsatzrenditen in den Betrieben f\u00fchren. So ist in acht Jahren der betriebswirtschaftliche Gewinn des Bauhandwerks von 3,9 % des Umsatzes auf 4,6 % gestiegen (perfakta.SH e. V. &#8211; Handwerk in Zahlen). Vielfach ist der Anstieg lediglich durch Mehrarbeit und nicht durch Renditeanpassungen bedingt; er hinkt damit weit hinter der notwendigen Preisanpassung hinterher.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kiel (pm). Der Wohnungsbau bleibt nach wie vor die Zugmaschine in der Bauwirtschaft. Das Baugewerbe hat bereits sehr viel getan \u2013 und es gibt weiterhin viel zu tun. Sowohl auf Bundesebene als auch in Schleswig-Holstein. Das berichtet der Baugewerbeverband Schleswig-Holstein in einer aktuellen Pressemitteilung. 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