{"id":65982,"date":"2024-10-25T13:59:59","date_gmt":"2024-10-25T11:59:59","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=65982"},"modified":"2024-10-28T09:46:28","modified_gmt":"2024-10-28T07:46:28","slug":"weitere-nachweise-des-west-nil-virus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2024\/10\/25\/weitere-nachweise-des-west-nil-virus\/","title":{"rendered":"Weitere Nachweise des West-Nil-Virus"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm).<\/strong>&nbsp;In Schleswig-Holstein wurde&nbsp;im September und Oktober 2024 das West-Nil-Virus (WNV) bei acht Pferden aus den Kreisen Pinneberg, Segeberg, Steinburg, Rendsburg-Eckernf\u00f6rde, Schleswig-Flensburg und der Stadt L\u00fcbeck sowie zwei Habichten&nbsp;aus den Kreisen Pinneberg und Rendsburg-Eckernf\u00f6rde&nbsp;amtlich festgestellt.&nbsp;Die Infektion trat 2023 erstmals bei einem Pferd aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Die betroffenen Pferde wurden aufgrund von teilweise schweren neurologischen Symptomen, gest\u00f6rtem Allgemeinbefinden und Fieber labordiagnostisch auf WNV untersucht.&nbsp;Die zust\u00e4ndigen Veterin\u00e4rbeh\u00f6rden gehen davon aus, dass alle Pferde sich in Schleswig-Holstein infiziert haben und nicht gegen WNV geimpft waren. Ein Pferd sowie beide V\u00f6gel haben die Infektion nicht \u00fcberlebt.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Infektion mit dem West-Nil-Virus von V\u00f6geln oder Pferden handelt es sich um eine anzeigepflichtige Tierseuche. Die Infektion wird durch einheimische Stechm\u00fccken, die sich an Wildv\u00f6geln infizieren, \u00fcbertragen. V\u00f6gel sind dabei die Hauptwirte. In selteneren F\u00e4llen kann dar\u00fcber hinaus auch eine Infektion von Pferden und Menschen erfolgen, wenn die Stechm\u00fccken zuvor von infizierten Wildv\u00f6geln Blut aufgenommen haben. Es handelt sich in diesen F\u00e4llen um Einzelerkrankungen. Mensch und Pferd sind dabei sogenannte Fehlwirte, da sich das Virus in ihnen nicht effektiv genug vermehrt, um eine Ansteckungsquelle f\u00fcr Stechm\u00fccken darzustellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die&nbsp;St\u00e4ndige Impfkommission Veterin\u00e4rmedizin (StIKo Vet) hat aufgrund der zunehmenden WNV-Nachweise bei Pferden insbesondere in Niedersachsen im Herbst 2024 ihre bisherige Impfempfehlung erweitert und r\u00e4t mittelfristig dazu, Pferde \u00fcber die bisherigen Verbreitungsgebiete hinaus in der gesamten niederdeutschen Tiefebene gegen WNV impfen zu lassen. Somit sollten auch Pferde in Schleswig-Holstein am besten bis zu Beginn der kommenden M\u00fcckensaison entsprechend geimpft werden. In Deutschland sind derzeit drei Impfstoffe gegen WNV f\u00fcr Pferde verf\u00fcgbar. Die Impfstoffe sind gut vertr\u00e4glich und sch\u00fctzen sicher vor schweren Verlaufsformen der Erkrankung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hintergrund:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das West-Nil-Virus breitet sich seit dem ersten Fall in Deutschland im Jahr 2018 in Sachsen-Anhalt langsam, aber kontinuierlich innerhalb Deutschlands aus. Besonders betroffen sind die Bundesl\u00e4nder Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen, die gem\u00e4\u00df Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) derzeit das Hauptverbreitungsgebiet f\u00fcr Deutschland darstellen. Das FLI berichtet, dass eine r\u00e4umliche Ausbreitung bis 2023 zwar mit wenigen F\u00e4llen sichtbar war, aber dieses Jahr gr\u00f6\u00dfere Ausma\u00dfe annimmt, bedingt durch ein anhaltend warmes und feuchtes Klima sowie ein geh\u00e4uftes Vorkommen der Stechm\u00fcckenpopulation.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Rahmen des seit 2018 etablierten Monitorings bei Wildv\u00f6geln k\u00f6nnen B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger unter Beachtung des Naturschutz- und Jagdrechts frisch verendete Wildv\u00f6gel relevanter Arten beim zust\u00e4ndigen Veterin\u00e4ramt abgeben. Von dort werden die Tiere zur Untersuchung an das Landeslabor Schleswig-Holstein (LSH) \u00fcberstellt. Die Tiere sollten hierzu beispielsweise in einen Gefrierbeutel unter Angabe des Fundorts und \u2013 Datum eingepackt werden. Es wird empfohlen, die toten V\u00f6gel als allgemeine Vorsichtsma\u00dfnahme nicht mit den blo\u00dfen H\u00e4nden anzufassen und die H\u00e4nde nach dem Einsammeln zu waschen. Offensichtlich verungl\u00fcckte, zum Beispiel \u00fcberfahrene, V\u00f6gel sollten nicht eingesammelt und abgegeben werden. Eine Abholung der V\u00f6gel durch die Veterin\u00e4r\u00e4mter ist nicht m\u00f6glich. Vor Abgabe der V\u00f6gel sollten sich B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger bitte \u00fcber die Zugangsbedingungen zu den Veterin\u00e4r\u00e4mtern informieren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Weitere Informationen finden sich unter:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Informationen des FLI:<\/p>\n\n\n\n<p>\u00b7&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.fli.de\/de\/aktuelles\/tierseuchengeschehen\/west-nil-virus\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">West-Nil-Virus | Friedrich-Loeffler-Institut (fli.de)<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>\u00b7&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.fli.de\/de\/presse\/pressemitteilungen\/presse-einzelansicht\/anstieg-von-west-nil-virus-faellen-in-deutschland\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Anstieg von West-Nil-Virus F\u00e4llen in Deutschland | Friedrich-Loeffler-Institut (fli.de)<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm).&nbsp;In Schleswig-Holstein wurde&nbsp;im September und Oktober 2024 das West-Nil-Virus (WNV) bei acht Pferden aus den Kreisen Pinneberg, Segeberg, Steinburg, Rendsburg-Eckernf\u00f6rde, Schleswig-Flensburg und der Stadt L\u00fcbeck sowie zwei Habichten&nbsp;aus den Kreisen Pinneberg und Rendsburg-Eckernf\u00f6rde&nbsp;amtlich festgestellt.&nbsp;Die Infektion trat 2023 erstmals bei einem Pferd aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg auf. 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