{"id":6504,"date":"2018-04-27T09:16:45","date_gmt":"2018-04-27T07:16:45","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=6504"},"modified":"2018-08-27T09:22:08","modified_gmt":"2018-08-27T07:22:08","slug":"zeit-zu-tanzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2018\/04\/27\/zeit-zu-tanzen\/","title":{"rendered":"Zeit zu tanzen!"},"content":{"rendered":"<p><strong>M\u00f6lln (aa).<\/strong> \u201aKein direkter Augenkontakt mit dem Publikum\u2018, \u201aGuckt nicht b\u00f6se, nicht verliebt, sondern mit neutralem Blick\u2018 &#8211; so hallten Ende April einige Regieanweisungen w\u00e4hrend einer Schnupperstunde durch den Theatersaal des Robert-Koch-Campus in M\u00f6lln. Sie kommen vom Choreografen Christian Judith, der zusammen der Tanzp\u00e4dagogin Silke H\u00fcttel-Judith einen Tanzkurs der Kulturwerkstatt des Lebenshilfewerks M\u00f6lln-Hagenow (LHW) leitet.<\/p>\n<p>Alle Menschen k\u00f6nnen tanzen, ob &#8211; gro\u00df und klein &#8211; alt und jung &#8211; auf Beinen und mit R\u00e4dern. So richtet sich das Angebot des LHW an wirklich alle, die Freude an Bewegung und Tanz haben und sich ausprobieren wollen. Bis zum 26. Juni soll jeden Dienstag mit Bewegung und Musik ein gemeinsamer Tanz, eine spielerische offene Tanz \u2013Choreographie entstehen. Gesten werden ausprobiert und Bewegungsimpulse werden aufgegriffen. So entsteht eine Vielfalt an Ausdrucksm\u00f6glichkeiten. Getanzt wird allein, zu zweit und in der Gruppe.<\/p>\n<p>Acht Teilnehmer sind zu dieser ersten Schnupperstunde gekommen. \u201eWie bekommt man die Rollifahrer mehr ins Zentrum des Geschehens?\u201c, fragt Christian Judith w\u00e4hrend einer kurzen Pause. Gemeinsam werden L\u00f6sungen erarbeitet und anschlie\u00dfend ausprobiert. Voraussetzung um mitmachen zu k\u00f6nnen, sei die Bereitschaft sich bewegen zu wollen, erkl\u00e4rt der Tanzchoreograf dem Pressevertreter vor Ort. Andererseits werde aber auch ein gewisser Anspruch erhoben. Judith: \u201eDas ist hier keine Besch\u00e4ftigungstherapie. Jeder Mensch kann tanzen, aber nicht jeder Mensch ist ein T\u00e4nzer. Hier geht es um Kunst.\u201c<\/p>\n<p>\u201eJeder Teilnehmer\u201c, so Christian Judith weiter, \u201ehabe seine Besonderheit \u2013 egal ob mit oder ohne Handicap. Diese Besonderheiten des Einzelnen wollen wir herausarbeiten und dann am Ende in die Auff\u00fchrung einarbeiten.\u201c Doch bevor ein gro\u00dfes Ganzes entsteht, werden erst einmal Bewegungen ge\u00fcbt. Die Grundlage ist hier der zeitgen\u00f6ssische\/moderne Tanz, Kontaktimprovisation und Tanztheater. Ge\u00fcbt wird hier die \u201eUmrahmung\u201c. Wie bewegen sich Rollstuhlfahrer und Fu\u00dfg\u00e4nger aufeinander zu und umeinander herum, oder kurz: Wie tanzt man zusammen? Bez\u00fcglich der Besonderheiten gibt Judith, der selbst beim Tanz ein Laufrad nutzt, ein Beispiel: Er hebt ein Bein und ein Mitt\u00e4nzer tut es ihm gleich. Judith vollendet die Figur, in dem er auch sein zweites Bein hebt. Sein Mitt\u00e4nzer muss passen. W\u00fcrde auch er sein zweites, sein Standbein, heben, w\u00fcrde er umfallen. Zuvor vielleicht vorhandene Vorstellungen verschwimmen, der Fu\u00dfg\u00e4nger ist bei dieser \u00dcbung derjenige mit Handicap. Gemeinsam wird daher nach L\u00f6sungen gesucht, wie der T\u00e4nzer bestimmte Bewegungen auf der B\u00fchne umsetzt. So haut zum Beispiel ein T\u00e4nzer mit der Faust auf die Lehne seines Rollstuhls, w\u00e4hrend die anderen mit dem Fu\u00df aufstampfen. Judith: \u201eWir wollen eine neue \u00c4sthetik setzen &#8211; was ich kann, der andere nicht kann. Wir wollen von einander lernen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00f6lln (aa). \u201aKein direkter Augenkontakt mit dem Publikum\u2018, \u201aGuckt nicht b\u00f6se, nicht verliebt, sondern mit neutralem Blick\u2018 &#8211; so hallten Ende April einige Regieanweisungen w\u00e4hrend einer Schnupperstunde durch den Theatersaal des Robert-Koch-Campus in M\u00f6lln. Sie kommen vom Choreografen Christian Judith, der zusammen der Tanzp\u00e4dagogin Silke H\u00fcttel-Judith einen Tanzkurs der Kulturwerkstatt des Lebenshilfewerks M\u00f6lln-Hagenow (LHW) leitet. 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