{"id":6439,"date":"2018-08-24T05:53:31","date_gmt":"2018-08-24T03:53:31","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=6439"},"modified":"2018-08-24T10:00:46","modified_gmt":"2018-08-24T08:00:46","slug":"eu-will-mit-finanzhilfe-die-privatwirtschaft-in-iran-foerdern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2018\/08\/24\/eu-will-mit-finanzhilfe-die-privatwirtschaft-in-iran-foerdern\/","title":{"rendered":"EU will mit Finanzhilfe die Privatwirtschaft in Iran f\u00f6rdern"},"content":{"rendered":"<p><strong>Br\u00fcssel (pm). <\/strong>Die Europ\u00e4ische Kommission hat gestern (Donnerstag) finanzielle Unterst\u00fctzung in H\u00f6he von 18 Millionen Euro f\u00fcr die wirtschaftliche und soziale Entwicklung in der Islamischen Republik Iran beschlossen. Das Geld kommt Projekten zur F\u00f6rderung kleiner und mittlerer Unternehmen sowie der iranischen Bev\u00f6lkerung zugute. \u201eSeit der Erneuerung der Beziehungen zwischen der EU und Iran infolge des iranischen Nuklearabkommens wurde die Zusammenarbeit in vielen Bereichen ausgebaut\u201c, sagte die Hohe Vertreterin der EU f\u00fcr Au\u00dfen- und Sicherheitspolitik Federica Mogherini. \u201eWir sind entschlossen, diese Zusammenarbeit fortzusetzen. Mit dem neuen Paket werden die wirtschaftlichen und sektorbezogenen Beziehungen in Bereichen, die f\u00fcr die iranische Bev\u00f6lkerung von direktem Nutzen sind, erweitert.\u201c<\/p>\n<p>Der EU-Kommissar f\u00fcr internationale Zusammenarbeit und Entwicklung Neven Mimica erg\u00e4nzte: \u201eMit diesen Ma\u00dfnahmen stellt die EU ihre Unterst\u00fctzung der iranischen Bev\u00f6lkerung und deren friedlicher und tragf\u00e4higer Entwicklung unter Beweis. Damit f\u00f6rdert sie eine st\u00e4rkere Beteiligung aller Akteure in Iran, insbesondere des Privatsektors.\u201c<\/p>\n<p>Von den 18 Mio. Euro sind acht Millionen Euro zur St\u00e4rkung des Privatsektors vorgesehen. Die Finanzhilfen geh\u00f6ren zu einem umfassenderen Paket f\u00fcr Iran, mit dem das Land bei der Bew\u00e4ltigung der wichtigsten wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen mit insgesamt 50 Mio. Euro unterst\u00fctzt werden soll. Sie sind Teil der erneuerten Zusammenarbeit, die die Europ\u00e4ische Union und Iran nach Abschluss des Gemeinsamen umfassenden Aktionsplans (JCPOA) aufgenommen haben, und ihres entsprechenden Engagements.<\/p>\n<p>Zur Unterst\u00fctzung von iranischen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) mit hohem Potenzial z\u00e4hlt die Entwicklung ausgew\u00e4hlter Wertsch\u00f6pfungsketten sowie technische Hilfe f\u00fcr die iranische Handelsf\u00f6rderungsorganisation TPO.<\/p>\n<p>Als Teil dieses mit 18 Millionen Euro ausgestatteten Pakets wird die Kommission auch technische Unterst\u00fctzung f\u00fcr umweltbezogene Ma\u00dfnahmen im Wert von 8 Mio. Euro leisten und mit 2 Mio. Euro die Verringerung von drogenbedingten Gesundheitssch\u00e4den unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Die Projekte werden vom Internationalen Handelszentrum, Einrichtungen von EU-Mitgliedstaaten und anderen Organisationen in enger Zusammenarbeit mit iranischen Partnern durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p><strong>Hintergrund<\/strong><\/p>\n<p>Mit dem am 14. Juli 2015 vereinbarten gemeinsamen umfassenden Aktionsplan (Joint Comprehensive Plan of Action \u2013 JCPOA) wurde ein neues Kapitel in den Beziehungen zwischen der EU und Iran er\u00f6ffnet. Eine hochrangige Delegation der EU \u2013 die Hohe Vertreterin\/Vizepr\u00e4sidentin Mogherini und sieben Kommissionsmitglieder \u2014 reiste in diesem Zusammenhang im April 2016 zu einem Besuch nach Teheran. Seitdem hat sich die Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen weiterentwickelt: von der wirtschaftlichen Zusammenarbeit \u00fcber Verkehr und Energie bis hin zu Bildung und Kultur sowie zu globalen Herausforderungen wie Klimawandel, Drogen, Migration und Fl\u00fcchtlingsstr\u00f6me.<\/p>\n<p>Die Zusammenarbeit zwischen der EU und Iran in diesen Bereichen umfasst hochrangige Dialoge, technischen Austausch und konkrete Projekte. Dazu z\u00e4hlt auch Unterst\u00fctzung f\u00fcr die nationale Atomaufsichtsbeh\u00f6rde Irans und das Kernkraftwerk Bushehr. Die Kommission leistet Iran ferner seit 2001 Hilfe, indem sie Unterst\u00fctzung f\u00fcr Bildungsma\u00dfnahmen, Gesundheitsversorgung und die Schaffung von Besch\u00e4ftigungsm\u00f6glichkeiten leistet, die den 3,5 Millionen afghanischen Fl\u00fcchtlingen und Migranten, die in dem Land leben, zugutekommen.<\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Union ist fest entschlossen, den JCPOA auch weiterhin vollst\u00e4ndig und wirksam umzusetzen, solange Iran seinen Verpflichtungen im Nuklearbereich nachkommt. Die Aufhebung der Nuklearsanktionen, die eine Normalisierung der Handels- und Wirtschaftsbeziehungen mit Iran erm\u00f6glicht, stellt eine wesentliche Komponente des JCPOA dar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Br\u00fcssel (pm). Die Europ\u00e4ische Kommission hat gestern (Donnerstag) finanzielle Unterst\u00fctzung in H\u00f6he von 18 Millionen Euro f\u00fcr die wirtschaftliche und soziale Entwicklung in der Islamischen Republik Iran beschlossen. 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