{"id":63527,"date":"2024-08-05T10:15:28","date_gmt":"2024-08-05T08:15:28","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=63527"},"modified":"2024-08-02T10:20:30","modified_gmt":"2024-08-02T08:20:30","slug":"landesregierung-foerdert-gruenlandprofessur-fuer-schleswig-holstein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2024\/08\/05\/landesregierung-foerdert-gruenlandprofessur-fuer-schleswig-holstein\/","title":{"rendered":"Landesregierung f\u00f6rdert Gr\u00fcnlandprofessur f\u00fcr Schleswig-Holstein"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Kiel (pm).<\/strong> Gr\u00fcnland ist eine wichtige Nutzfl\u00e4che f\u00fcr die Landwirtschaft und gleichzeitig bedeutsam f\u00fcr den Klima- und Biodiversit\u00e4tsschutz. Der Klimawandel setzt die Gr\u00fcnlandstandorte aber zunehmend unter Druck. Die Landesregierung f\u00f6rdert jetzt eine Professur f\u00fcr \u201eGr\u00fcnland und Klimaschutz\u201c am Fachbereich Agrarwirtschaft an der Fachhochschule Kiel. Damit soll ein Beitrag zur Erarbeitung zukunftsf\u00e4higer und praxistaugliche L\u00f6sungen der Themeninhalte \u201eKlimaschutz und Klimaanpassung in der Landwirtschaft\u201c geleistet werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Landwirtschaftsstaatssekret\u00e4rin Anne Benett-Sturies<\/strong>&nbsp;betonte: \u201eDauergr\u00fcnlandfl\u00e4chen sind f\u00fcr Schleswig-Holstein von gro\u00dfer Bedeutung. Einerseits dienen sie der aktiven Beweidung und Schnittnutzung in der f\u00fcr unser Land wichtigen Milchviehhaltung und sind f\u00fcr die regionale Wertsch\u00f6pfung und das Tierwohl bedeutend. Andererseits liefern Gr\u00fcnlandstandorte umfangreiche \u00d6kosystemleistungen.&nbsp;Ich bin daher stolz, dass uns mit der Einrichtung der Gr\u00fcnlandprofessur der Schulterschluss zwischen Landwirtschaft, Naturschutz, Wissenschaft und Verwaltung zu diesem f\u00fcr unser Land wichtigen Thema gelungen ist. Ich habe mich im Rahmen unseres Kompetenzzentrums f\u00fcr klimaeffiziente Landwirtschaft daf\u00fcr eingesetzt, diesen gemeinsamen Schritt zu gehen. Damit setzen wir gemeinsam ein wichtiges Signal, um unsere Landwirtschaft&nbsp;fit f\u00fcr die Anpassungen an die Folgen des Klimawandels zu machen und dabei zu unterst\u00fctzen, Treibhausgas-Emissionen weiter zu reduzieren.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Umweltstaatssekret\u00e4rin Katja G\u00fcnther<\/strong>&nbsp;sagte: \u201eIntaktes Gr\u00fcnland ist nicht nur ein wichtiger Lebensraum vieler Arten, sondern auch in der Lage, Wasser und Kohlenstoff zu speichern. Damit ist Gr\u00fcnland ein Multitalent f\u00fcr den Schutz der Biodiversit\u00e4t, der Gew\u00e4sser und des Klimas. Doch der Zustand fast aller Lebensraumtypen des Gr\u00fcnlands in Deutschland verschlechtert sich immer weiter. Insbesondere die Klimakrise setzt den wertvollen Lebensraum unter Druck. Gleichzeitig tr\u00e4gt die Landwirtschaft selbst durch ihre Emissionen zur Verst\u00e4rkung des Klimawandels bei. Damit intaktes Gr\u00fcnland erhalten und Schleswig-Holstein seine Klimaziele erreichen kann, muss der Sektor innovative, klimafreundliche Bewirtschaftungsmethoden einsetzen. Durch die neue Professur f\u00f6rdern wir praxisorientierte Forschung zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung in der Fl\u00e4che. Damit machen wir das Gr\u00fcnland und die Landwirtschaft klimafest.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie Fachhochschule Kiel freut sich au\u00dferordentlich \u00fcber die F\u00f6rderung des Landwirtschafts- und Umweltministeriums zur Einrichtung der Professur f\u00fcr Gr\u00fcnlandwirtschaft und Klimaschutz, da so die zuk\u00fcnftigen Herausforderungen in der Gr\u00fcnlandbewirtschaftung sowohl in der angewandten Forschung als auch in Lehre und Transfer bearbeitet werden k\u00f6nnen\u201c, sagte&nbsp;<strong>der Pr\u00e4sident der FH Kiel, Professor Bj\u00f6rn Christensen<\/strong>. Das Nebeneinander von Gr\u00fcnlandnutzungen verschiedener Intensit\u00e4ten k\u00f6nne nun genauer untersucht und in der Lehre sowie im Transfer an Studierende, Beraterinnen und Berater sowie Landwirtinnen und Landwirte vermittelt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eGr\u00fcnlandfl\u00e4chen, die ein Drittel der landwirtschaftlichen Nutzfl\u00e4che Schleswig-Holsteins ausmachen, bieten neben der wichtigen landwirtschaftlichen Nutzung umfangreiche \u00d6kosystemleistungen wie beispielsweise Biodiversit\u00e4t und Gew\u00e4sserschutz und k\u00f6nnen gro\u00dfe Beitr\u00e4ge zum Klimaschutz leisten\u201c, erkl\u00e4rte&nbsp;<strong>Professor Martin Braatz, Dekan des Fachbereichs Agrarwirtschaft der FH Kiel<\/strong>. \u201e\u00dcber die Bearbeitung der verschiedenen Fragestellungen zu landwirtschaftlichen, \u00f6kologischen und klimarelevanten Aspekten der Gr\u00fcnlandbewirtschaftung kann der Fachbereich einen zus\u00e4tzlichen Beitrag zur zuk\u00fcnftigen Vitalit\u00e4t des l\u00e4ndlichen Raumes in Schleswig-Holstein leisten\u201c, so Braatz weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Landwirtschaft ist einerseits einer der Hauptbetroffenen des Klimawandels, andererseits tr\u00e4gt sie zur Emission von klimarelevanten Treibhausgasen bei. Die Landesregierung hat sich darauf geeinigt, bis 2040 das erste klimaneutrale Industrieland zu werden. In Anbetracht dessen sind zum einen Ma\u00dfnahmen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen und zum anderen Ma\u00dfnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels erforderlich. F\u00fcr die Gr\u00fcnlandbewirtschaftung resultiert daraus die Notwendigkeit neuer F\u00fctterungs- und Weidemanagementsysteme, aber auch Biomassenutzungskonzepte. Gleichzeitig sind die Klimaschutz- und Biodiversit\u00e4tsfunktionen sowie das Wassermanagement des Gr\u00fcnlandes verst\u00e4rkt in den Fokus zu nehmen. Zuk\u00fcnftig wird es in Schleswig-Holstein zu einem Nebeneinander von Gr\u00fcnlandnutzungen verschiedener Intensit\u00e4ten kommen, die eine gro\u00dfe Spannbreite an unterschiedlichen Zielen verfolgen und Ma\u00dfnahmen erfordern.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hintergrund:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Rund ein Drittel (rund 330.000 Hektar) der landwirtschaftlichen Nutzfl\u00e4chen in Schleswig-Holstein sind Gr\u00fcnlandf\u00e4chen. Sie werden haupts\u00e4chlich von Milchviehbetrieben zur Wertsch\u00f6pfung und Einkommenssicherung genutzt. Davon entfallen rund 40 Prozent (130.000 Hektar) auf Moor- bzw. organische B\u00f6den, auf denen besondere Herausforderungen f\u00fcr die landwirtschaftliche Produktion sowie Anforderungen an Klima-, Gew\u00e4sser- und Biodiversit\u00e4tsschutz bestehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kiel (pm). 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