{"id":63487,"date":"2024-08-04T06:24:00","date_gmt":"2024-08-04T04:24:00","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=63487"},"modified":"2024-08-01T11:27:26","modified_gmt":"2024-08-01T09:27:26","slug":"vorbeugung-gegen-die-afrikanische-schweinepest","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2024\/08\/04\/vorbeugung-gegen-die-afrikanische-schweinepest\/","title":{"rendered":"Vorbeugung gegen die Afrikanische Schweinepest"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Kiel (pm).<\/strong> Land, Kreise und kreisfreie St\u00e4dte machen sich f\u00fcr die Pr\u00e4vention der Afrikanischen Schweinepest (ASP) beim Schwarzwild weiterhin stark: Sie haben heute (1. August) das gemeinsame Ma\u00dfnahmenpaket zum dritten Mal verl\u00e4ngert. Das schleswig-holsteinische Landwirtschaftsministerium, der Landkreistag sowie der St\u00e4dteverband haben sich auf eine weitere zweij\u00e4hrige Verl\u00e4ngerung des 2018 initiierten Abkommens verst\u00e4ndigt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Landwirtschaftsstaatssekret\u00e4rin Anne Benett-Sturies<\/strong>&nbsp;sagte dazu: \u201eIch bedanke mich bei den Kreisen und kreisfreien St\u00e4dten f\u00fcr den Konsens zur Weiterf\u00fchrung dieses erfolgreich etablierten Ma\u00dfnahmenpakets. Die Ma\u00dfnahmen sind vor dem Hintergrund des aktuellen Auftretens der Afrikanischen Schweinepest in Hessen und Rheinland-Pfalz ein starkes Signal f\u00fcr eine gemeinsam getragene Pr\u00e4vention im Land. Sie bieten der J\u00e4gerschaft in Schleswig-Holstein auch in Zukunft verbesserte Bedingungen f\u00fcr die Schwarzwildjagd und schaffen Anreize f\u00fcr das wichtige ASP-Monitoring bei Fallwild. Diese Ma\u00dfnahmen haben sich in den vergangenen Jahren bew\u00e4hrt und werden von den J\u00e4gerinnen und J\u00e4gern gut angenommen. F\u00fcr ihr Engagement und ihr Mitwirken danke ich insbesondere auch der J\u00e4gerschaft.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die&nbsp;<strong>Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Schleswig-Holsteinischen Landkreistages, Dr. S\u00f6nke E. Schulz<\/strong>&nbsp;und des&nbsp;<strong>St\u00e4dteverbandes Schleswig-Holstein, Marc Ziertmann<\/strong>, f\u00fchrten hierzu aus: Die schleswig-holsteinischen Kreise und kreisfreien St\u00e4dte sind auf m\u00f6gliche Ma\u00dfnahmen zur Bek\u00e4mpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) seit Jahren gut vorbereitet. Wichtig ist aber ebenso in der Pr\u00e4vention nicht nachzulassen und die verschiedenen Ma\u00dfnahmen weiter aufrecht zu erhalten. Das gemeinsame Ma\u00dfnahmenpaket ist hier ein wichtiger Baustein.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem Ma\u00dfnahmenpaket erhalten J\u00e4gerinnen und J\u00e4ger eine finanzielle Aufwandsentsch\u00e4digung im Zusammenhang mit verendet aufgefundenem Schwarzwild. Wer als Jagdaus\u00fcbungsberechtigter solches Fallwild findet, eine Probe f\u00fcr die Untersuchung auf ASP im Landeslabor Schleswig-Holstein (LSH) entnimmt und das Fallwild ordnungsgem\u00e4\u00df entsorgt, erh\u00e4lt eine Aufwandsentsch\u00e4digung in H\u00f6he von 50 Euro. Im Rahmen des laufenden ASP-Monitorings ist die Untersuchung des Fallwilds im Sinne eines Fr\u00fchwarnsystems von besonderer Bedeutung, um einen m\u00f6glichen Eintrag der Tierseuche nach Schleswig-Holstein fr\u00fchzeitig zu entdecken. Infizierte Wildschweine k\u00f6nnen innerhalb weniger Tage an der Infektion mit dem Virus verenden; das Virus bleibt jedoch in den Kadavern \u00fcber lange Zeit infekti\u00f6s und kann somit weitere Wildschweine infizieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Zudem ist in Schleswig-Holstein die Infrastruktur zur unsch\u00e4dlichen Beseitigung des Aufbruchs, also der Innereien des erlegten Wilds, aufgebaut worden. Von den Kreisen und kreisfreien St\u00e4dten wurden landesweit 28 Sammelpl\u00e4tze eingerichtet, an denen J\u00e4gerinnen und J\u00e4ger kostenlos Aufbruch von Schwarzwild sowie Schwarzwild-Kadaver entsorgen k\u00f6nnen. Die gesammelten Tiere sowie die Eingeweide werden im Anschluss \u00fcber die Tierk\u00f6rperbeseitigung unsch\u00e4dlich entsorgt.<\/p>\n\n\n\n<p>Zus\u00e4tzlich werden J\u00e4gerinnen und J\u00e4gern f\u00fcr Schwarzwild, das in Schleswig-Holstein erlegt wird, die Geb\u00fchren f\u00fcr die Untersuchung auf Trichinen \u2013 den Befall mit Fadenw\u00fcrmern \u2013 vonseiten der Kreise und kreisfreien St\u00e4dte erlassen. Eine Trichinenuntersuchung ist immer dann vorgeschrieben, wenn Schwarzwild verzehrt werden soll.<\/p>\n\n\n\n<p>Der finanzielle Rahmen des auf weitere zwei Jahre angelegten Ma\u00dfnahmenpakets liegt bei 150.000 Euro pro Jahr. Die Kosten teilen sich jeweils zur H\u00e4lfte die Kreise und kreisfreien St\u00e4dte mit dem Land. Die Aufwandsentsch\u00e4digung im Zusammenhang mit Fallwild wird ausschlie\u00dflich vom Land getragen und \u00fcber das Landwirtschaftsministerium abgewickelt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hintergrund:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine schwere, hochansteckende und unheilbare Virusinfektion, die ausschlie\u00dflich Haus- und Wildschweine bef\u00e4llt und fast immer zum Tod der infizierten Schweine f\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit 2014 verbreitet sich die Tierseuche in Europa, wobei vor allem \u00f6stliche L\u00e4nder betroffen sind. Im Jahr 2020 wurde der Ausbruch der ASP bei Wildschweinen erstmalig in Deutschland amtlich festgestellt. Dabei wurde der Seuchenerreger bei einem verendet aufgefundenen Wildschwein im Landkreis Spree-Nei\u00dfe in Brandenburg in N\u00e4he der Grenze zu Polen nachgewiesen. Seitdem wurde die ASP beim Schwarzwild in Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern nachgewiesen. Seit Juni 2024 hat erstmals Hessen ASP-Eintr\u00e4ge beim Schwarzwild gemeldet. In der Folge ist es auch zu Nachweisen beim Schwarzwild in Rheinland-Pfalz gekommen.<\/p>\n\n\n\n<p>ASP-Ausbr\u00fcche in Hausschweinebest\u00e4nden wurden bislang in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Baden-W\u00fcrttemberg, Niedersachsen und Hessen amtlich festgestellt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Weitere Informationen finden sich unter:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u00b7&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Informationen der Landesregierung:&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.schleswig-holstein.de\/DE\/fachinhalte\/T\/tiergesundheit\/afrikanischeSchweinepest.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.schleswig-holstein.de\/DE\/fachinhalte\/T\/tiergesundheit\/afrikanischeSchweinepest.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>\u00b7&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Informationen des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI):&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.fli.de\/de\/aktuelles\/tierseuchengeschehen\/afrikanische-schweinepest\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.fli.de\/de\/aktuelles\/tierseuchengeschehen\/afrikanische-schweinepest\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kiel (pm). 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