{"id":6192,"date":"2018-08-15T10:57:18","date_gmt":"2018-08-15T08:57:18","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=6192"},"modified":"2018-08-15T10:59:34","modified_gmt":"2018-08-15T08:59:34","slug":"elternkurs-des-deutschen-kinderschutzbundes-fuer-migranten-in-moelln-erfolgreich-durchgefuehrt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2018\/08\/15\/elternkurs-des-deutschen-kinderschutzbundes-fuer-migranten-in-moelln-erfolgreich-durchgefuehrt\/","title":{"rendered":"Elternkurs des Deutschen Kinderschutzbundes f\u00fcr Migranten in M\u00f6lln erfolgreich durchgef\u00fchrt"},"content":{"rendered":"<p><strong>M\u00f6lln (pm).<\/strong> Der Deutsche Kinderschutzbund setzt sich seit Jahren f\u00fcr die Belange von Kindern mit Migrationshintergund und deren Familien ein. Sie sind ein wichtiger Bestandteil unserer gesellschaftlichen Vielfalt, die dadurch weiter gest\u00e4rkt wird.<\/p>\n<p>Talente und Begabungen, kulturelle Erfahrungen und Perspektiven der Familien bereichern unsere sozialen Lebenswelten. Der Deutsche Kinderschutzbund will Eltern und Kindern, die neu nach Deutschland kommen, helfen, sich bei uns heimisch zu f\u00fchlen. Dazu dient unter anderem ein Kurs der sich &#8222;Integrationsbausteine&#8220; nennt. Er ist ein Angebot des Deutschen Kinderschutzbundes f\u00fcr die Eltern.<\/p>\n<p>Der Elternkurs hat das Ziel, die \u00c4ngste der Migranten bez\u00fcglich ihrer Elternrolle in Deutschland abzubauen. Er gibt Orientierung zu den vielf\u00e4ltigen Anforderungen in der Erziehung. Es wird Wissen vermittelt rund um Angebote zur gesunden Entwicklung der Kinder und Unterst\u00fctzung bei der Bew\u00e4ltigung der Herausforderungen in der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Ein weiteres Ziel des Elternkurses ist die Stabilisierung und Wiedererlangung der psychischen Gesundheit von Kindern, die als wichtige Voraussetzung f\u00fcr eine gute Entwicklung angesehen werden kann.<\/p>\n<p>Bei der Organisation des Kurses hatte der Deutsche Kinderschutzbund in der Vorbereitungsphase tatkr\u00e4ftige Unterst\u00fctzung durch die Schulsozialarbeiter der Gemeinschaftsschule M\u00f6lln und Frau Wienicke, Fl\u00fcchtlingskoordinatorin der Stadt M\u00f6lln\/Amt Breitenfelde. Die Rektorin, Kirsten B\u00f6ttcher-Blank, des Astrid-Lindgren-F\u00f6rderzentrums hat zwei R\u00e4ume daf\u00fcr zur Verf\u00fcgung gestellt. &#8222;Wir f\u00fchlten uns von der Stadt und den Schulen sehr gut unterst\u00fctzt und bedanken uns daf\u00fcr recht herzlich&#8220;, so der Vorsitzendes des Kinderschutzbunds Herzogtum Lauenburg, Franz Albracht, &#8222;In M\u00f6lln wurde dieser Kurs an acht Kurstagen in der Zeit vom 28. Mai bis 16. Juli 2018 sehr erfolgreich durchgef\u00fchrt. Die Treffen fanden immer montags in der Zeit von 9 bis 12 Uhr statt. Die Finanzierung \u00fcbernahm der Bundesverband des Deutschen Kinderschutzbundes. Dadurch konnte der Kurs ohne Kostenbeteiligung durch den Kreis und die Stadt M\u00f6lln stattfinden und war ein kostenloses Angebot f\u00fcr die Teilnehmer.&#8220;<\/p>\n<p>Das Besondere bei diesem Kurs war, dass die Frauen ihre Kinder im Vorschulalter mitbringen konnten. Dieses Angebot ist bisher einmalig und wurde gerne angenommen. Es nahmen 18 Frauen an dem Kurs teil. Sie brachten ihre Kinder, die nicht in der Schule oder Kita waren, mit. Das Alter der Kinder betrug drei Monate bis f\u00fcnf Jahre. Der Deutsche Kinderschutzbund hatte eine Kinderbetreuung organisiert. Die gr\u00f6\u00dferen Kinder spielten, nach einer Eingew\u00f6hnungszeit, mit den Betreuern in einem anderen Raum. Die kleinen Kinder blieben bei ihren M\u00fcttern. Die M\u00fctter freuten sich \u00fcber die Betreuung sehr und die Kinder nahmen das Angebot gut an.<\/p>\n<p>Der Kurs wurde von zwei ausgebildeten Kursleiterinnen des Deutschen Kinderschutzbundes durchgef\u00fchrt. Frau Silvia Nierath und Frau Jenan Osman haben im November des vergangen Jahres an einer Weiterbildung f\u00fcr Elternkursleiter des Deutschen Kinderschutzbundes, speziell f\u00fcr die &#8222;Integrationsbausteine&#8220; teilgenommen. Zus\u00e4tzlich wurde der Kurs von einer Sprachmittlerin, die durch die gute Zusammenarbeit mit der Migrationsberatung in M\u00f6lln und Ratzeburg gefunden wurde, begleitet, so dass alle M\u00fctter die Inhalte verstanden und sich aktiv am Geschehen beteiligen konnten.<\/p>\n<p>Albracht: &#8222;Die M\u00fctter haben sonst keine Gelegenheit Bildungsangebote anzunehmen, weil es teilweise keine Kinderbetreuung durch die Kitas gibt. Sie waren sehr aufgeschlossen und nach dem Kennenlernen entstand eine sehr gute Arbeitsatmosph\u00e4re. Es konnten \u00c4ngste, bez\u00fcglich einer deutschen Kursleiterin und einer eventuellen \u00dcberforderung, durch die Teilnahme der Kinder, abgebaut werden. W\u00e4hrend des Kurses besch\u00e4ftigten sich die Frauen unter anderem mit der Bedeutung der Familie. Die Unterst\u00fctzung, die sie in ihren Herkunftsl\u00e4ndern durch ihre Familien erfahren haben, sind hier weggefallen. Die M\u00fctter, die ihren Schwiegert\u00f6chtern bei der Erziehung ihrer Kinder halfen, sind nicht hier. Somit m\u00fcssen sich die jungen M\u00fctter neu orientieren und sich selbst Hilfen suchen. Das f\u00e4llt einigen schon schwer. Hier wurde die Hilfe von den Kursleiterinnen gerne angenommen. Eine gro\u00dfe Rolle spielt dabei auch ihre Herkunft und Identit\u00e4t, ihre Werte und die Werte der Gesellschaft in Deutschland. Es wurden Unterschiede aber auch Gemeinsamkeiten herausgearbeitet. Die Frauen waren erfreut dar\u00fcber, dass es auch Gemeinsamkeiten gibt, z.B. dass Bildung und Gesundheit sehr wichtig ist. Sie wurden mit dem deutschen Gesundheits- und Bildungssystem vertraut gemacht. Es wurde auch \u00fcber die Bedeutung von Klassenfahrten und Schwimmunterricht gesprochen.<\/p>\n<p>Die Wichtigkeit der deutschen Sprache f\u00fcr die Kommunikation ist allen M\u00fcttern klar. Es ist jedoch schwierig f\u00fcr sie, diese zu erlernen. An Sprachkursen k\u00f6nnen sie nicht teilnehmen, da sie ihre kleinen Kinder beaufsichtigen m\u00fcssen. Im Kurs wurden deshalb, auf Wunsch der Teilnehmerinnen, einige deutsche Vokabeln vermittelt.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich wurde auch \u00fcber die internationalen Kinderrechte gesprochen. Hier bestand eine gro\u00dfe Unsicherheit. Die Frauen sind bem\u00fcht alles richtig zu machen, wissen jedoch manchmal nicht, was in Deutschland richtig und was falsch ist. Sie haben Angst, dass ihnen die Kinder weggenommen werden k\u00f6nnen oder sie mit ihrer Familie ausgewiesen werden. Gemeinsam haben wir \u00fcber diese Thema gesprochen und \u00fcber Information und Wissen die \u00c4ngste abgebaut.&#8220;<\/p>\n<p>Der Kurs wurde, auf Wunsch der Frauen, um zwei Einheiten verl\u00e4ngert. Diese fanden im Kinder-und Jugendzentrum Taktlos statt. &#8222;Auch hier bedanken wir uns f\u00fcr die Unterst\u00fctzung und die freundliche Aufnahme durch die Stadtjugendpflege. Die Finanzierung dieser beiden zus\u00e4tzlichen Kurstage \u00fcbernahm der Kreisverband Herzogtum Lauenburg des Deutschen Kinderschutzbundes&#8220;, sagt Franz Albracht.<\/p>\n<p>Am Montag, 3. September 2018, vormittags, startet ein neuer Kurs in M\u00f6lln. Wo dieser Kurs stattfindet, wird noch bekannt gegeben. Der Elternkurs ist wiederum f\u00fcr die Teilnehmer\/innen kostenfrei und wird durch den Bundesverband des Deutschen Kinderschutzbundes finanziert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00f6lln (pm). Der Deutsche Kinderschutzbund setzt sich seit Jahren f\u00fcr die Belange von Kindern mit Migrationshintergund und deren Familien ein. Sie sind ein wichtiger Bestandteil unserer gesellschaftlichen Vielfalt, die dadurch weiter gest\u00e4rkt wird. Talente und Begabungen, kulturelle Erfahrungen und Perspektiven der Familien bereichern unsere sozialen Lebenswelten. 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