{"id":61483,"date":"2024-06-05T09:19:43","date_gmt":"2024-06-05T07:19:43","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=61483"},"modified":"2024-06-05T09:35:49","modified_gmt":"2024-06-05T07:35:49","slug":"warnung-vor-gefahren-beim-trampolinspringen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2024\/06\/05\/warnung-vor-gefahren-beim-trampolinspringen\/","title":{"rendered":"Warnung vor Gefahren beim Trampolinspringen\u00a0"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm).<\/strong> Anl\u00e4sslich des Kindersicherheitstages am 10. Juni weist die AOK NordWest auf die Gefahren f\u00fcr Kinder\u00a0im Kreis Herzogtum Lauenburg\u00a0beim Trampolinspringen hin. H\u00fcpfen macht gute Laune und die Kinder k\u00f6nnen sich dabei auspowern. Doch nicht selten endet der Spa\u00df mit schmerzhaften Folgen. AOK-Serviceregionsleiter\u00a0Reinhard Wunsch\u00a0macht auf eine Zunahme der Unf\u00e4lle aufgrund der wachsenden Beliebtheit dieser Freizeitaktivit\u00e4t aufmerksam. \u201eTrampolinspringen birgt f\u00fcr Kinder neben dem Spa\u00dffaktor leider auch ein erh\u00f6htes Unfallrisiko. Die Gefahr springt immer mit. Zur Sicherheit sollte deshalb immer eine erwachsene Aufsichtsperson dabei sein und wichtige Verhaltensregeln beachtet werden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Wie Flummis fliegen die Kinder mit jedem Sprung durch die Luft, die Haare wehen, im Bauch schlagen Schmetterlinge Purzelb\u00e4ume. Das H\u00fcpfen ist ein Riesenspa\u00df. \u201eViele Familien, die bei uns&nbsp;im Kreis Herzogtum Lauenburg&nbsp;einen Garten haben, schaffen sich irgendwann auch ein Trampolin an. Immer mit den besten Absichten, denn schlie\u00dflich verbindet das Springen auf dem elastischen Untergrund Bewegung und Spa\u00df perfekt miteinander und f\u00f6rdert die motorische Entwicklung von Kindern. Es st\u00e4rkt die Muskulatur und f\u00f6rdert die koordinativen F\u00e4higkeiten und Ausdauer \u2013 und baut sogar auch Stress ab\u201c, sagt&nbsp;der&nbsp;AOK-Spezialist f\u00fcr Bewegung&nbsp;Phillip Elias.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz dieser positiven Effekte springt jedoch immer die Gefahr mit: \u201eDas Trampolin ist ein Sportger\u00e4t. Wird es falsch genutzt, steigt leider die Verletzungsgefahr. Zu den h\u00e4ufigsten Verletzungen geh\u00f6ren zum Beispiel Knochenbr\u00fcche an Sprunggelenken, Oberschenkeln oder Armen, Frakturen entlang der Wirbels\u00e4ule oder Sch\u00e4del-Hirn-Traumata&#8220;, sagt&nbsp;Elias. Derart schwere Verletzungen machen etwa 28 Prozent der Trampolinunf\u00e4lle bei Kindern bis 18 Jahre in Deutschland aus. Dies ergab der im Jahr 2021 erschienene Monitor der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Orthop\u00e4die und Unfallchirurgie (DGOU). Zu den leichteren Verletzungen mit einem Anteil von etwa 72 Prozent geh\u00f6ren vor allem Verstauchungen, Prellungen und leichte Gehirnersch\u00fctterungen. Die Unf\u00e4lle passieren unter anderem, weil oft mehrere Kinder gemeinsam wild durcheinander auf dem Trampolin h\u00fcpfen. \u201eJedes Kind hat einen anderen Sprungrhythmus. Durch die Schwingung des Sprungtuchs werden die Spr\u00fcnge unkontrollierbar, die Kinder st\u00fcrzen oder sto\u00dfen stark zusammen&#8220;, erkl\u00e4rt&nbsp;Elias.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus der Unfallstatistik resultiert somit auch die wichtigste Verhaltensregel: \u201eEs springt immer nur ein Kind auf dem Trampolin. Das gilt f\u00fcr das Trampolin im Garten, in einer Trampolinhalle und auch auf Indoorspielpl\u00e4tzen&#8220;, sagt&nbsp;Elias. Es ist ratsam, dass Kinder im besten Fall erst ab einem Alter von sechs Jahren auf dem Trampolin springen. Tats\u00e4chlich sind ausgerechnet die J\u00fcngsten besonders verletzungsgef\u00e4hrdet, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) in einer Erhebung 2016 feststellte. Demnach ist das Trampolinspringen bei den Drei- bis Sechsj\u00e4hrigen eine der h\u00e4ufigsten Unfallursachen bei der Nutzung eines Sport- oder Freizeitger\u00e4tes. \u201eJ\u00fcngere Kinder haben noch einen anderen K\u00f6rperschwerpunkt, der Kopf ist im Verh\u00e4ltnis zum K\u00f6rper zu gro\u00df, sie sind den Kr\u00e4ften, die beim Springen entstehen, noch nicht gewachsen&#8220;, erkl\u00e4rt&nbsp;der&nbsp;AOK-Spezialist f\u00fcr Bewegung. \u201eAu\u00dferdem sind die Knochen j\u00fcngerer Kinder nicht hart genug. Knicken sie um oder sto\u00dfen zusammen, k\u00f6nnen sie sich schneller etwas brechen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Besonders unfallgef\u00e4hrdet sind die Kleinen, wenn sie zusammen mit \u00e4lteren Kindern h\u00fcpfen. \u201eDie j\u00fcngeren Kinder werden durch die Sprungkraft der \u00e4lteren Kinder unkontrollierbar hoch katapultiert&#8220;, so&nbsp;Elias. Doch auch die \u00e4lteren Kinder verletzen sich h\u00e4ufig. Bei jeder dritten Verletzung bei Unf\u00e4llen von elf- bis -13-J\u00e4hrigen im Zusammenhang mit Sport- und Fitnessger\u00e4ten handelt es sich laut RKI um einen Trampolinunfall. Au\u00dferdem verletzen sich M\u00e4dchen deutlich h\u00e4ufiger beim Trampolinspringen, nur ein Drittel dieser Patienten sind Jungen. Daf\u00fcr ist bei denen dann eher auch etwas gebrochen. Vermutlich sind Jungen risikobereiter und springen eher intensiver &#8211; mit den entsprechenden Folgen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"668\" src=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/AOK-Gesundheit-Unfallgefahr-Trampolin_2024-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-61486\" style=\"width:602px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/AOK-Gesundheit-Unfallgefahr-Trampolin_2024-1.jpg 1000w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/AOK-Gesundheit-Unfallgefahr-Trampolin_2024-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/AOK-Gesundheit-Unfallgefahr-Trampolin_2024-1-768x513.jpg 768w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/AOK-Gesundheit-Unfallgefahr-Trampolin_2024-1-750x501.jpg 750w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Trampolinspringen steht bei Kindern\u00a0im Kreis Herzogtum Lauenburg\u00a0weiterhin hoch im Kurs. Aufgrund erh\u00f6hter Verletzungsgefahr sollten Kinder allerdings erst mit sechs Jahren springen d\u00fcrfen. Foto: AOK, colourbox, hfr.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Ein absolutes Tabu auf dem Sprungfeld sind auch Schuhe, Spielsachen, Getr\u00e4nke und Lebensmittel wegen der Verschluckungsgefahr. \u201eUm das Risiko des Umknickens zu minimieren, sollten die Kinder barfu\u00df oder in Socken, am besten mit Anti-Rutsch-Noppen, auf dem Trampolin h\u00fcpfen\u201c, empfiehlt&nbsp;Elias.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Sicherheit beginnt bereits beim Kauf eines Trampolins. Es sollte unbedingt \u00fcber ein Sicherheits-Zertifikat (EU-Norm DIN EN 71-14 oder GS-Zeichen) und \u00fcber ein Sicherheitsnetz verf\u00fcgen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm). Anl\u00e4sslich des Kindersicherheitstages am 10. Juni weist die AOK NordWest auf die Gefahren f\u00fcr Kinder\u00a0im Kreis Herzogtum Lauenburg\u00a0beim Trampolinspringen hin. 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