{"id":59895,"date":"2024-04-11T10:25:34","date_gmt":"2024-04-11T08:25:34","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=59895"},"modified":"2024-04-11T10:25:35","modified_gmt":"2024-04-11T08:25:35","slug":"sicherer-betrieb-von-trinkwasserinstallationen-in-nur-saisonal-genutzten-gebaeuden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2024\/04\/11\/sicherer-betrieb-von-trinkwasserinstallationen-in-nur-saisonal-genutzten-gebaeuden\/","title":{"rendered":"Sicherer Betrieb von Trinkwasserinstallationen in nur saisonal genutzten Geb\u00e4uden"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Herzogtum Lauenburg\/Kiel (pm).<\/strong> Wird ein Geb\u00e4ude l\u00e4ngere Zeit nicht genutzt, hat dies zur Folge, dass das Wasser in der darin befindlichen Trinkwasserinstallation nicht regelm\u00e4\u00dfig ausgetauscht wird. Eine derartige Stagnation des Wassers kann zu einer Verkeimung, also zu einem Aufwachsen von Bakterien, in den Trinkwasserleitungen f\u00fchren. Wird dann ein Geb\u00e4ude mit zum Beispiel Unterk\u00fcnften f\u00fcr Personen, die bei der Ernte oder auf Baustellen t\u00e4tig sind, nach l\u00e4ngerer Pause wieder in Betrieb genommen, ist die einwandfreie Beschaffenheit des Trinkwassers gem\u00e4\u00df Trinkwasserverordnung h\u00e4ufig nicht mehr gew\u00e4hrleistet. Dieser Umstand kann mit einem erh\u00f6hten Erkrankungsrisiko der Verbraucherinnen und Verbraucher, beispielsweise durch Legionellen, einhergehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Um diesem gesundheitlichen Risiko vorzubeugen, sind als Gegenma\u00dfnahme mindestens die allgemein anerkannten Regeln der Technik f\u00fcr Trinkwasserinstallationen einzuhalten. So sind Trinkwasserinstallationen in Geb\u00e4uden, die l\u00e4ngere Zeit nicht betrieben werden sollen, am Ende der Saison ordnungsgem\u00e4\u00df au\u00dfer Betrieb zu nehmen. Auch die Wiederinbetriebnahme von Geb\u00e4uden hat regelkonform zu erfolgen. Dies gilt zum Beispiel f\u00fcr saisonal betriebene Geb\u00e4ude f\u00fcr Erntehelferinnen und Erntehelfer sowie f\u00fcr Ferienunterk\u00fcnfte, die w\u00e4hrend der Wintermonaten nicht genutzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wird eine Trinkwasserinstallation oder Teile davon, zum Beispiel bei Leerstand einzelner Wohneinheiten, nur f\u00fcr wenige Wochen nicht genutzt, ist eine Simulation des Normalbetriebs der Trinkwasserinstallation in den nicht betriebenen Leitungsabschnitten anzustreben, um das Risiko mikrobiellen Wachstums m\u00f6glichst gering zu halten.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Gesundheitsministerium empfiehlt unter Ber\u00fccksichtigung der allgemein anerkannten Regeln der Technik, das Wasser w\u00e4hrend der Nichtnutzung eines Geb\u00e4udes mindestens alle 72 Stunden, besser h\u00e4ufiger, abflie\u00dfen zu lassen. Dabei ist zu beachten, dass m\u00f6glichst alle Bauteile der Trinkwasserinstallation, also mindestens alle Steigleitungen, vollst\u00e4ndig durchsp\u00fclt werden. Zu besseren Planbarkeit wird die Erstellung eines Sp\u00fclplans empfohlen. Bevor das Geb\u00e4ude wieder regelm\u00e4\u00dfig genutzt wird, sollte die Trinkwasserinstallation gem\u00e4\u00df der Empfehlung des Umweltbundesamtes zur systemischen Untersuchung von Trinkwasserinstallationen auf Legionellen untersucht werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wird dann das Geb\u00e4ude wieder im vollen Umfang genutzt, sollte das Warmwasser am Ausgang des zentralen Warmwasserspeichers regelkonform 60 \u00b0C (mindestens 55 \u00b0C) und im R\u00fccklauf 55 \u00b0C (mindestens \u00fcber 50 \u00b0C) aufweisen, damit das Vorkommen von<\/p>\n\n\n\n<p>Legionellen in der Trinkwasserinstallation m\u00f6glichst vermieden wird. Vor einem Unterschreiten dieser Werte aus Energiespargr\u00fcnden wird ausdr\u00fccklich gewarnt. F\u00fcr den eigenen Schutz sollte jede nutzende Person darauf achten, insbesondere zum Trinken, f\u00fcr die Essenszubereitung und beim Duschen kein Stagnationswasser zu verwenden. Wie das Umweltbundesamt empfiehlt, sollte man das Wasser stets nach \u00fcber vier Stunden Stillstand zun\u00e4chst ablaufen lassen. Sobald sich das Trinkwasser deutlich k\u00fchler oder im Falle von Warmwasser hei\u00df anf\u00fchlt, kann es verwendet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>In einem Erkl\u00e4rfilm des Umweltbundesamtes werden Tipps und Informationen zum richtigen Umgang mit Trinkwasser auf den letzten Metern gegeben, abrufbar unter&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=isjuUsLh2V4\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=isjuUsLh2V4<\/a>&nbsp;. Aktuelle Regelungen und Empfehlungen in Schleswig-Holstein rund um Trinkwasser k\u00f6nnen im Landesportal unter&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.schleswig-holstein.de\/Trinkwasser\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.schleswig-holstein.de\/Trinkwasser<\/a>&nbsp;abgerufen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg\/Kiel (pm). Wird ein Geb\u00e4ude l\u00e4ngere Zeit nicht genutzt, hat dies zur Folge, dass das Wasser in der darin befindlichen Trinkwasserinstallation nicht regelm\u00e4\u00dfig ausgetauscht wird. Eine derartige Stagnation des Wassers kann zu einer Verkeimung, also zu einem Aufwachsen von Bakterien, in den Trinkwasserleitungen f\u00fchren. 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