{"id":59782,"date":"2024-04-10T08:54:07","date_gmt":"2024-04-10T06:54:07","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=59782"},"modified":"2024-04-10T08:54:09","modified_gmt":"2024-04-10T06:54:09","slug":"ausstellungseroeffnung-wer-ein-leben-rettet-im-elbschifffahrtsmuseum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2024\/04\/10\/ausstellungseroeffnung-wer-ein-leben-rettet-im-elbschifffahrtsmuseum\/","title":{"rendered":"Ausstellungser\u00f6ffnung \u201eWer ein Leben rettet\u2026\u201c im Elbschifffahrtsmuseum"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Lauenburg (pm). <\/strong>\u201eWenig bekannt war der sogenannte \u201eVerlorene Transport\u201c in Lauenburg, als das Angebot f\u00fcr die Ausstellung \u201eWER EIN LEBEN RETTET &#8230; Lebensgeschichten von Kindern des Verlorenen Transports\u201c aus der Lausitz kam\u201c, berichtet Rike Nagel Koordinatorin der Partnerschaft f\u00fcr Demokratie Stadt Lauenburg mit den \u00c4mtern B\u00fcchen und L\u00fctau beim Kreisjugendring. Doch schnell bildete sich eine Kooperation zwischen der Stadt Lauenburg, der Partnerschaft f\u00fcr Demokratie und dem Elbschifffahrtsmuseum.<\/p>\n\n\n\n<p>Alle waren sich einig, dass diese Geschichte auch in Lauenburg erz\u00e4hlt werden muss: Ein Zug mit 2.500 j\u00fcdischen Gefangenen durchfuhr am 15. April 1945 die Schifferstadt. Es war einer von drei Transporten, die J\u00fcdinnen und Juden aus dem KZ Bergen-Belsen in das Lager Theresienstadt bringen sollten. In Bergen-Belsen waren viele j\u00fcdische Familien mit hunderten Kindern aller Altersstufen inhaftiert. Die SS betrachtete sie als Geiseln, die gegen im Ausland internierte Deutsche oder gegen Geld ausgetauscht werden sollten. 14 Tage irrte der Transport in Richtung Osten, bis er bei dem Lausitzer Bergarbeiterdorf Tr\u00f6bitz stoppte und von sowjetischen Soldaten entdeckt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ausstellung findet den Zugang \u00fcber acht exemplarisch ausgew\u00e4hlte Child-Survivors, Menschen, die die Verfolgung, die Inhaftierung und die unmenschlichen Bedingungen auf dem Transport \u00fcberlebt haben und im hohen Alter interviewt wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 10. M\u00e4rz, zu Beginn der Internationalen Wochen gegen Rassismus, konnte die Wanderausstellung im Elbschifffahrtsmuseum er\u00f6ffnet werden. Umrahmt von der stimmungsvollen Musik durch Juri Juretzki richteten die Kooperationspartner das Wort an die etwa 50 G\u00e4ste. Thorben Brackmann, B\u00fcrgermeister der Stadt Lauenburg, betonte, wie wichtig es sei, dass diese Ausstellung in Lauenburg gezeigt werde, denn sie habe einen direkten Bezug zur Stadt. Als Leiter des Elbschifffahrtsmuseums berichtete Dr. J\u00f6rn Bohlmann von der guten Zusammenarbeit mit Andreas Claus vom Leuchtturm Luise in Domsdorf, nahe Tr\u00f6bitz. Gemeinsam hatten sie die dreiseitigen Aufsteller und die Medienstationen aus dem letzten Ausstellungsort, Finsterwalde, nach Lauenburg \u00fcberf\u00fchrt und im Sonderausstellungsraum des Elbschifffahrtsmuseums aufgebaut. Rike Nagel verwies in ihren Worten darauf, dass die Nazis in der NS-Zeit Begriffe besetzt haben: Was hei\u00dft es J\u00fcdin zu sein? Wer geh\u00f6rt zum Deutschen Volk? \u201eMeine Erkenntnis aus der Ausstellung ist, dass wir daf\u00fcr k\u00e4mpfen m\u00fcssen, dass marginalisierte Gruppen sich in Deutschland sicher f\u00fchlen k\u00f6nnen,\u201c so Nagel.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend der Er\u00f6ffnungsveranstaltung kamen die G\u00e4ste in regen Austausch \u00fcber ihre eigenen Gedanken zu den Verbrechen der NS-Zeit und \u00fcber die Erinnerungskultur, wie sie sie erleben. \u201eEs ist so wichtig, dass Schulklassen in diese Ausstellung kommen\u201c, sagte eine Besucherin. Die Ausstellung kann zu den \u00d6ffnungszeiten des Elbschifffahrtsmuseum Lauenburg\/Elbe besucht werden. Sie eignet sich auch f\u00fcr Schulklassen ab Klasse sieben. Nach individueller Absprache mit der Tourist-Information per Mail touristik@lauenburg.de oder unter der Telefonnummer 04153-5909220 k\u00f6nnen Gruppen durch eine ehrenamtliche Museumsf\u00fchrerin oder einen Museumsf\u00fchrer oder eine Engagierte der Lauenburger \u201eOmas gegen Rechts\u201c begleitet werden. Einen \u00dcberblick \u00fcber die Ausstellung finden sich unter: https:\/\/verlorenertransport.de\/Ausstellung-Verlorener-Transport.html<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"339\" src=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Demokratie-leben-BMFSFJ_DL_mitFoerderzusatz-1-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-38666\" style=\"width:694px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Demokratie-leben-BMFSFJ_DL_mitFoerderzusatz-1-1.png 1000w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Demokratie-leben-BMFSFJ_DL_mitFoerderzusatz-1-1-300x102.png 300w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Demokratie-leben-BMFSFJ_DL_mitFoerderzusatz-1-1-768x260.png 768w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Demokratie-leben-BMFSFJ_DL_mitFoerderzusatz-1-1-750x254.png 750w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Die Ausstellung wird \u00fcber die Partnerschaft f\u00fcr Demokratie im Rahmen des Bundesprogrammes \u201eDemokratie leben!\u201c durch das Bundesministerium f\u00fcr Familie, Senioren, Frauen und Jugend gef\u00f6rdert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lauenburg (pm). \u201eWenig bekannt war der sogenannte \u201eVerlorene Transport\u201c in Lauenburg, als das Angebot f\u00fcr die Ausstellung \u201eWER EIN LEBEN RETTET &#8230; Lebensgeschichten von Kindern des Verlorenen Transports\u201c aus der Lausitz kam\u201c, berichtet Rike Nagel Koordinatorin der Partnerschaft f\u00fcr Demokratie Stadt Lauenburg mit den \u00c4mtern B\u00fcchen und L\u00fctau beim Kreisjugendring. 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