{"id":59412,"date":"2024-03-26T11:06:55","date_gmt":"2024-03-26T09:06:55","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=59412"},"modified":"2024-03-26T11:06:58","modified_gmt":"2024-03-26T09:06:58","slug":"zuckerfreie-ostern-im-herzogtum-lauenburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2024\/03\/26\/zuckerfreie-ostern-im-herzogtum-lauenburg\/","title":{"rendered":"Zuckerfreie Ostern\u00a0im Herzogtum Lauenburg"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm). <\/strong>Auch\u00a0im Herzogtum Lauenburg\u00a0essen viele Menschen gerne S\u00fc\u00dfigkeiten. Und gerade\u00a0jetzt locken Ostereier und Schokohasen \u2013 obwohl alle wissen, dass zu viel Zucker unserem K\u00f6rper nicht guttut. K\u00f6nnte die L\u00f6sung zuckerfreie S\u00fc\u00dfigkeiten sein? Viele Herstellen bieten Alternativen mit S\u00fc\u00dfstoffen wie beispielsweise Aspartam, Cyclamat oder Saccharin an. \u201eDer Verzehr solcher k\u00fcnstlich hergestellten Industrieprodukte ist nicht zwingend ges\u00fcnder\u201c, sagt die AOK-Spezialistin f\u00fcr Ern\u00e4hrungsberatung\u00a0Sandra Zimmer. Auch beim Verzehr von \u201azuckerfreien\u2018 S\u00fc\u00dfigkeiten gibt es einiges zu beachten. Denn selbst der konsequente Wechsel zu S\u00fc\u00dfstoffen oder Zuckeraustauschstoffen ist keine Garantie daf\u00fcr, den K\u00f6rperfettanteil zu reduzieren oder die Z\u00e4hne zu sch\u00fctzen. \u201eWer sich ausgewogen ern\u00e4hrt und k\u00f6rperlich fit ist, kann zu Ostern auch zum Schokoladenhasen greifen&#8220;, sagt\u00a0AOK-Serviceregionsleiter\u00a0Reinhard Wunsch, \u201eder sollte dann bewusst mit Genuss gegessen werden und nicht hastig nebenbei.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie viel Zucker darf es sein?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Rund 95 Gramm Zucker verzehrt ein Mensch in Deutschland pro Tag. Das entspricht mehr als 30 St\u00fcck W\u00fcrfelzucker. Die Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Ern\u00e4hrung (DGE) und die Deutsche Diabetesgesellschaft raten, die Menge von 50 Gramm Zucker t\u00e4glich nicht zu \u00fcberschreiten \u2013 das sind circa sechs Teel\u00f6ffel Haushaltszucker. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist strenger. Sie nennt einen Wert von maximal 25 Gramm pro Tag. Ob f\u00fcnf St\u00fccke Schokolade, 40 Gramm Nuss-Nougat-Creme, 15 Gummib\u00e4rchen oder 200 Milliliter Cola \u2013 jede Portion enth\u00e4lt in etwa 25 Gramm Zucker. Das ist schnell erreicht, denn Zucker versteckt sich in vielen Lebensmitteln, insbesondere in Fertigprodukten. Auf der Zutatenliste sind diese Zuckerarten benannt, wie zum Beispiel Dextrose, Glukose oder Saccharose. Die versteckten Zuckervarianten sind h\u00e4ufig auch ein Grund, dass die t\u00e4glich verzehrte Zuckermenge untersch\u00e4tzt wird.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ursachen f\u00fcr Krankheiten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eNeben anderen Faktoren hat auch hoher Zuckerkonsum weitreichende Folgen f\u00fcr die Gesundheit\u201c, sagt&nbsp;Wunsch. So sind laut Studien des Robert-Koch-Instituts mittlerweile jeder zweite Erwachsene und jedes sechste Kind \u00fcbergewichtig. Da \u00dcbergewicht ein entscheidender Risikofaktor f\u00fcr Diabetes, Bluthochdruck und Kreislauferkrankungen ist, spielt unter anderem die Verringerung des Zuckerkonsums eine Rolle.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zuckeraustausch- und S\u00fc\u00dfstoffe<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>S\u00fc\u00dfwaren ohne Zucker enthalten entweder S\u00fc\u00dfstoffe, die keine Kalorien liefern und daher auch bei Menschen mit Diabetes den Blutzuckerspiegel nicht erh\u00f6hen. Oder die S\u00fc\u00dfe stammt von Zuckeraustauschstoffen, die deutlich weniger Kalorien enthalten als herk\u00f6mmlicher Zucker und deshalb den Blutzuckerspiegel nur wenig erh\u00f6hen. W\u00e4hrend S\u00fc\u00dfstoffe gar keine Kalorien enthalten, liefern Zuckeraustauschstoffe einen niedrigen Energiegehalt und haben daher \u2013 bis auf Erythrit \u2013 Kalorien. Insgesamt sind sie deutlich kalorien\u00e4rmer als Zucker. Zudem gibt es gesetzliche H\u00f6chstmengen f\u00fcr den empfohlenen Verzehr der S\u00fc\u00df- beziehungsweise Zuckeraustauschstoffe. Au\u00dferdem vertragen Kinder deutlich kleinere Mengen dieser Zuckeralternativen. Auch hier gilt also: Ma\u00df halten und nicht t\u00e4glich verzehren. Die H\u00f6chstmengen sind beim Bundesinstitut f\u00fcr Risikobewertung abrufbar.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zahnfreundlich hei\u00dft nicht automatisch zuckerfrei<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Als \u201ezahnfreundlich\u201c gekennzeichnete S\u00fc\u00dfigkeiten und Lebensmittel enthalten keinen Haushaltszucker \u2013 das hei\u00dft aber nicht, dass sie zuckerfrei sind. Das Label \u201ezahnfreundlich\u201c ist nicht gleichzusetzen mit Bezeichnungen wie \u201eohne Zuckerzusatz\u201c oder \u201ezuckerfrei\u201c. Es stellt nur sicher, dass keine Zuckerarten enthalten sind, die den Kariesbakterien als Nahrung dienen k\u00f6nnen: wie Haushaltszucker, Fruchtzucker, Traubenzucker, Milchzucker oder Malzzucker.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"666\" src=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/AOK-Gesundheit-Zuckerfrei_Ostern-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-59414\" style=\"width:588px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/AOK-Gesundheit-Zuckerfrei_Ostern-1.jpg 1000w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/AOK-Gesundheit-Zuckerfrei_Ostern-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/AOK-Gesundheit-Zuckerfrei_Ostern-1-768x511.jpg 768w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/AOK-Gesundheit-Zuckerfrei_Ostern-1-750x500.jpg 750w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Nicht allen Lebensmitteln sieht man den Zuckergehalt deutlich an. Ein Blick auf die Zutatenliste gibt Aufkl\u00e4rung \u00fcber versteckte Zucker. Foto:\u00a0AOK, Colourbox, hfr<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><strong>Tipps f\u00fcr gesundes Naschen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die AOK-Spezialistin f\u00fcr Ern\u00e4hrungsberatung\u00a0Sandra Zimmer\u00a0empfiehlt in erster Linie, auf eine ausgewogene Ern\u00e4hrung zu setzen, statt auf Zuckerersatzprodukte umzusteigen. \u201eNiemand muss gleich vollst\u00e4ndig auf Zucker verzichten, aber die Zutatenliste aufmerksam zu lesen und die Menge zu reduzieren, ist schon ein guter Schritt,\u201c sagt\u00a0Zimmer\u00a0und erg\u00e4nzt, \u201eoffen zu sein f\u00fcr neue Geschmackserfahrungen und zuckerfreie Lebensmittel auszuprobieren, den Geschmack an \u201aweniger s\u00fc\u00df\u2018 gew\u00f6hnen, das ist dann der n\u00e4chste Schritt.\u201c Und wer Mahlzeiten frisch zubereitet, hat es zudem selbst in der Hand, wieviel Zucker sie enthalten. Zuletzt noch ein Tipp zu Ostern f\u00fcr die Ostereier: Schokoladen mit besonders hohem Kakaoanteil enthalten automatisch weniger Zucker. Weitere Infos zum Thema zuckerfreie Ern\u00e4hrung sind unter <a href=\"http:\/\/aok.de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">aok.de<\/a> im Gesundheitsmagazin unter Ern\u00e4hrung zu finden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm). Auch\u00a0im Herzogtum Lauenburg\u00a0essen viele Menschen gerne S\u00fc\u00dfigkeiten. Und gerade\u00a0jetzt locken Ostereier und Schokohasen \u2013 obwohl alle wissen, dass zu viel Zucker unserem K\u00f6rper nicht guttut. K\u00f6nnte die L\u00f6sung zuckerfreie S\u00fc\u00dfigkeiten sein? 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