{"id":5910,"date":"2018-08-01T09:48:02","date_gmt":"2018-08-01T07:48:02","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=5910"},"modified":"2018-08-01T09:48:02","modified_gmt":"2018-08-01T07:48:02","slug":"wiedereroeffnung-im-grenzhus-schlagsdorf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2018\/08\/01\/wiedereroeffnung-im-grenzhus-schlagsdorf\/","title":{"rendered":"Wiederer\u00f6ffnung im Grenzhus Schlagsdorf"},"content":{"rendered":"<p><strong>Schlagsdorf (pm).<\/strong> Nach umfangreichen Bauarbeiten zur Herstellung der Barrierefreiheit und der Erarbeitung einer neuen modernen Dauerausstellung zur Geschichte der innerdeutschen Grenze zwischen Ostsee und Elbe findet am Freitag, 3. August 2018, die feierliche Wiederer\u00f6ffnung des Informationszentrums statt. Zur feierlichen Wiederer\u00f6ffnung werden die Ministerin f\u00fcr Bildung, Wissenschaft und Kultur Birgit Hesse, die Landr\u00e4tin Kerstin Weiss, die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur Dr. Anna Kaminsky und der Vorsitzende der Lokalen Aktionsgruppe Mecklenburger Schaalseeregion Robert Paeplow sprechen.<\/p>\n<p>Mit der Wiederer\u00f6ffnung geht die intensive Umbauphase zu Ende. Im Ergebnis ist ein barrierefreies Haus mit einem neuen Ausstellungsformat entstanden. Neben Au\u00dfentreppe und -aufzug wurden die Fu\u00dfbodenniveaus im Haus angeglichen, eine behindertengerechte Toilette und einheitliche Durchg\u00e4nge geschaffen. Die neue Dauerausstellung \u201eEingrenzen und Ausgrenzen. Die Geschichte der innerdeutschen Grenze zwischen Ostsee und Elbe\u201c folgt einem modernen Gestaltungskonzept der Ausstellungsfirma IMPULS-DESIGN aus Erlangen.<\/p>\n<p>Die Leitfragen f\u00fcr die neue Ausstellung lauten: Welche unterschiedlichen Funktionen erf\u00fcllte diese Grenze und was hat sich an der Grenze ver\u00e4ndert? Wir erz\u00e4hlen die Folgen f\u00fcr die Menschen, die als Zwangsausgesiedelte ihre Heimat verlassen mussten, als Fl\u00fcchtlinge erschossen oder eingesperrt wurden, aber auch um die Menschen, die im Sperrgebiet lebten oder die an den Grenz\u00fcberg\u00e4ngen kontrollierten oder die Grenze \u00fcberwachten. Die Ausstellung erz\u00e4hlt Die Ausstellung nimmt sowohl die Ost- wie die Westseite der Grenze in den Blick. Folgende Themenr\u00e4ume gibt es: Grenze und Machtsicherung, Alltagsleben im Grenzraum, Durchl\u00e4ssigkeit, Grenze und Natur und Grenz\u00f6ffnung. Dabei geht es auch um die Ver\u00e4nderungen innerhalb der 45-j\u00e4hrigen Teilungsgeschichte.<\/p>\n<p>Neben eindrucksvollen Objekten spielen die Erinnerungen von Zeitzeugen und historische Aufnahmen an den zahlreichen Medienstationen eine wichtige Rolle. Interaktive Stationen sollen die Besucher anregen, selbst nachzuforschen bzw. das Nachdenken anregen. Mit dem modernen und farbigen Design der Ausstellung wollen wir vor allem Menschen ansprechen, die den SED-Staat und die Grenze nicht mehr aus eigenem Erleben kennen und neugierig machen auf eine Vergangenheit, die das Leben ihrer Eltern und Gro\u00dfeltern stark beeinflusste.<\/p>\n<p>Am Ende der Ausstellung steht eine mediale Br\u00fccke in die Gegenwart: Welche Rolle spielen Grenzen in unserem Leben heute? Wie nehmen wir Fl\u00fcchtlinge wahr? Wie leben Fl\u00fcchtlinge in unserem Land? Damit bettet die neue Dauerausstellung das historische Thema in eine aktuelle Debatte ein, macht Unterschiede, aber auch Gegenwartsbez\u00fcge in der Geschichte sichtbar. Diese Gegenwartsbedeutungen der Geschichte sind Thema einer Podiumsdiskussion am Nachmittag. Unter der Moderation von Jochen Schmidt (Landeszentrale f\u00fcr politische Bildung M-V) diskutieren Anne Drescher (Landesbeauftragte M-V f\u00fcr die Stasiunterlagen), Elke Haferburg (NDR), Hannelore Quandt (Zwangsausgesiedelte), Uwe Beyreuther (Gemeindevertreter Schlagsdorf) und Klaus Jarmatz (Biosph\u00e4renreservatsamt Schaalsee-Elbe).<\/p>\n<p>Insgesamt \u00fcber 1 Mio. Euro wurden in die Neugestaltung investiert. Unterschiedliche F\u00f6rdergeber haben sich an der Finanzierung beteiligt: der Bund, das Ministerium f\u00fcr Bildung, Wissenschaft und Kultur M-V, das Ministerium f\u00fcr Landwirtschaft und Umwelt M-V, das EU-LEADER-Programm und die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Dar\u00fcber hinaus haben vielen ehrenamtliche Helfer, Netzwerkpartner, Leihgeber und Archive zum Gelingen beigetragen. Und nat\u00fcrlich die Besucherinnen und Besucher, die trotz der Umbauarbeiten ins GRENZHUS kamen und mit Ihrem Eintritt halfen, den laufenden Betrieb zu finanzieren.<\/p>\n<p>Jetzt kann sich das GRENZHUS Schlagsdorf als Informationszentrum zur innerdeutschen Grenze zu einem \u00fcberregionalen Lern- und Begegnungsort weiterentwickeln. Land und Landkreis stehen zu ihrer Verantwortung, das gr\u00f6\u00dfte Museum zur innerdeutschen Grenze in Mecklenburg-Vorpommern zu erhalten. Au\u00dferdem ist das GRENZHUS als n\u00f6rdliches Informationszentrum in die Arbeit des Biosph\u00e4renbandes Schallsee-Elbe eingebunden und erz\u00e4hlt die Vorgeschichte des Gr\u00fcnen Bandes. Der Grenz\u00f6ffnung bot auch der Natur neue Chancen, die wir heute entlang des Gr\u00fcnen Bandes bewundern k\u00f6nnen und zuk\u00fcnftig bewahren m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Programmablauf<\/p>\n<p>10.00 Uhr Dr. Erik Gurgsdies-Meister (Tr\u00e4gerverein Politische Memoriale e. V.) \u2013 Begr\u00fc\u00dfung<\/p>\n<p>10.15 Uhr Birgit Hesse (Ministerin f\u00fcr Bildung, Wissenschaft und Kultur M-V) \u2013 Gru\u00dfwort<\/p>\n<p>10.30 Uhr Film \u201eGrenzenLos\u201c, 2013, Medienwerkstatt Wismar\/ Filmb\u00fcro M-V<\/p>\n<p>10.40 Uhr Kerstin Weiss (Landr\u00e4tin Nordwestmecklenburg) \u2013 Gru\u00dfwort<\/p>\n<p>10.50 Uhr Robert Paeplow (Vorsitzender LAG Mecklenburger Schaalseeregion) \u2013 Gru\u00dfwort<\/p>\n<p>11.00 Uhr Dr. Anna Kaminsky (Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur) \u2013 Gru\u00dfwort<\/p>\n<p>11.10 Uhr \u201eLankow-Ein geschleiftes Dorf\u201c, 2017, Medienwerkstatt Wismar\/ Filmb\u00fcro M-V<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend F\u00fchrungen<\/p>\n<p>13.00 Uhr Podiumsdiskussion \u201eWarum sollten wir uns heute noch an die Geschichte der innerdeutschen Grenze erinnern?<\/p>\n<p>Moderation Jochen Schmidt (Direktor der Landeszentrale f\u00fcr politische Bildung M-V)<\/p>\n<p>Teilnehmende Anne Drescher (Landesbeauftragte M-V f\u00fcr die Stasiunterlagen)<\/p>\n<p>Elke Haferburg (Direktorin Landesfunkhaus NDR M-V)<\/p>\n<p>Hannelore Quandt (Zwangsausgesiedelte)<\/p>\n<p>Uwe Beyreuther (2. Stellvertreter des B\u00fcrgermeisters Schlagsdorf)<\/p>\n<p>Klaus Jarmatz (Amtsleiter Biosph\u00e4renreservatsverwaltung Schaalsee-Elbe)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schlagsdorf (pm). Nach umfangreichen Bauarbeiten zur Herstellung der Barrierefreiheit und der Erarbeitung einer neuen modernen Dauerausstellung zur Geschichte der innerdeutschen Grenze zwischen Ostsee und Elbe findet am Freitag, 3. August 2018, die feierliche Wiederer\u00f6ffnung des Informationszentrums statt. Zur feierlichen Wiederer\u00f6ffnung werden die Ministerin f\u00fcr Bildung, Wissenschaft und Kultur Birgit Hesse, die Landr\u00e4tin Kerstin Weiss, die [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":5911,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"jnews-multi-image_gallery":[],"jnews_single_post":[],"jnews_primary_category":[],"jnews_social_meta":[],"jnews_override_counter":[],"jnews_post_split":[],"footnotes":""},"categories":[73],"tags":[854,853],"class_list":["post-5910","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-landleute","tag-grenzhus","tag-schlagsdorf"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5910","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5910"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5910\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5912,"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5910\/revisions\/5912"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5911"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5910"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5910"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5910"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}