{"id":58546,"date":"2024-03-02T06:06:00","date_gmt":"2024-03-02T04:06:00","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=58546"},"modified":"2024-02-28T10:10:18","modified_gmt":"2024-02-28T08:10:18","slug":"amphibien-beginnen-mit-dem-wandern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2024\/03\/02\/amphibien-beginnen-mit-dem-wandern\/","title":{"rendered":"Amphibien beginnen mit dem Wandern"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Herzogtum Lauenburg\/Geesthacht (pm).<\/strong> Gr\u00fcn, glatt, etwa 30 Zentimeter hoch und mehrere hundert Meter lang \u2013 was manch Verkehrsteilnehmendem derzeit die Fragezeichen in den Blick treibt, bedeutet f\u00fcr Natursch\u00fctzende vor allem eines: Sicherheit f\u00fcr Kr\u00f6ten und Molche. Denn bei den Folien, die derzeit an mehreren Fahrbahnr\u00e4ndern im Geesthachter Stadtgebiet montiert werden, handelt es sich um Amphibien-Schutzz\u00e4une.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWir sind dieses Jahr vergleichsweise fr\u00fch dran\u201c, erkl\u00e4rt Ulrike St\u00fcber vom Fachdienst Umwelt der Geesthachter Stadtverwaltung, bei der in Sachen Kr\u00f6ten im Geesthachter Rathaus alle F\u00e4den zusammenlaufen. In Absprache mit dem Naturschutzbund Geesthacht und dem Geesthachter Betriebshof legt sie abh\u00e4ngig von der Wetter- und vor allem der Temperaturlage fest, wann die Schutzz\u00e4une aufgestellt werden. \u201eSobald die Temperaturen im Fr\u00fchjahr mehrere Tage und N\u00e4chte hintereinander \u00fcber 5 Grad liegen, beenden Fr\u00f6sche und Kr\u00f6ten ihre Winterruhe und wandern zu ihren Laichgr\u00fcnden, um dort dann ihre Eier abzulegen. Liegen zwischen dem Winterquartier und dem Laichgebiet stark befahrene Stra\u00dfen, w\u00fcrden bei deren \u00dcberquerung viele Tiere \u00fcberfahren werden \u2013 darum stellen wir die Schutzz\u00e4une auf\u201c, erkl\u00e4rt Ulrike St\u00fcber. Die Schutzz\u00e4une schirmen die wandernden Amphibien von der Stra\u00dfe ab. Die Tiere kriechen und h\u00fcpfen an dieser Barriere entlang, bis sie an Eimer gelangen, die in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden entlang des Kr\u00f6tenzauns in den Boden eingelassen werden. \u201eAmphibien, die in unsere Eimer fallen, sind erstmal sicher. T\u00e4glich kontrollieren Freiwillige dann die Eimer und bringen Tiere, die sie darin finden, dann auf die andere Seite der Stra\u00dfe zu den Laichgr\u00fcnden\u201c, schildert Ulrike St\u00fcber das Prozedere.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"754\" src=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Kroetenzaun-Geesthacht-2024-.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-58547\" srcset=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Kroetenzaun-Geesthacht-2024-.jpg 500w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Kroetenzaun-Geesthacht-2024--199x300.jpg 199w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Der Kr\u00f6tenzaun wird im Geesthachter Stadtgebiet errichtet. Ftot: Stadt Geesthacht, hfr<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>In diesem Jahr baut das Team des Geesthachter Betriebshofes im Stadtgebiet wieder vier Amphibienschutzz\u00e4une auf, um den Stra\u00dfentod von Fr\u00f6schen und Kr\u00f6ten zu vermeiden. In jeweils einem Abschnitt an der Mercatorstra\u00dfe, an der Wilhelm-Holert-Stra\u00dfe, am Worther Weg und an der Westerheese in Gr\u00fcnhof-Tesperhude. \u201eVergangenes Jahr haben wir erstmals den Zaun an der Westerheese aufgestellt, der von freiwilligen Helferinnen und Helfern aus Gr\u00fcnhof kontrolliert wird, die sich nach einem Aufruf gemeldet hatten\u201c, erkl\u00e4rt Ulrike St\u00fcber. \u201eWerden die milden Temperaturen \u00fcbrigens nochmal von l\u00e4ngeren frostigen und trockenen Zeitr\u00e4umen unterbrochen, stellen die Amphibien ihre Wanderungen ein, bis es wieder w\u00e4rmer wird. Als wechselwarme Tiere sind sie bei niedrigen Temperaturen wenig aktiv\u201c, beschreibt Ulrike St\u00fcber, laut derer Statistik vergangenes Jahr mehr als 1000 Tiere an den Kr\u00f6tenz\u00e4unen gesammelt worden sind. Sogar seltene Tiere wie die Knoblauchkr\u00f6te, Moorfrosch, Kamm-Molch und Laubfrosch seien in den Fang-Eimern zu finden gewesen, die h\u00e4ufigsten Arten seien Erdkr\u00f6ten und Grasfr\u00f6sche gewesen. Die Tiere werden morgens aus den Eimern entnommen und zum n\u00e4chst gelegenen Laichgew\u00e4sser gebracht oder so ausgesetzt, dass sie ihr Laichgew\u00e4sser gefahrlos erreichen k\u00f6nnen. Die R\u00fcckwanderung der Tiere erfolgt nicht so geballt wie im Fr\u00fchjahr, sondern je nach Art unterschiedlich, vom sp\u00e4ten Fr\u00fchjahr bis zum Herbst. \u201eOhne die Zusammenarbeit mit dem NABU w\u00e4re die regelm\u00e4\u00dfige Kontrolle der Fang-Eimer und das Einsammeln der Amphibien nicht m\u00f6glich. Die Eimer m\u00fcssen t\u00e4glich, auch an Wochenenden und Feiertagen kontrolliert werden, das ist nur durch den koordinierten Einsatz der Helfer vom NABU m\u00f6glich\u201c, betont Ulrike St\u00fcber. \u201eDer Fachdienst Umwelt der Stadt beteiligt sich an den Kontrollen, die st\u00e4dtischen Betriebe sorgen f\u00fcr einen fachgerechten Aufbau und Abbau der Z\u00e4une, auch wenn es im Fr\u00fchjahr wieder ganz schnell gehen muss, weil sich pl\u00f6tzlich warmes und feuchtes \u201eFroschwetter\u201c einstellt. Ein Dank an alle Helferinnen und Helfer.\u201c Wer den Amphibienschutz in Geesthacht unterst\u00fctzen m\u00f6chte, kann das tun. Weitere Informationen dazu erteilt der Fachdienst Umwelt unter der Telefonnummer 04152 13-234.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg\/Geesthacht (pm). 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