{"id":5817,"date":"2018-07-27T05:46:35","date_gmt":"2018-07-27T03:46:35","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=5817"},"modified":"2018-07-28T06:46:09","modified_gmt":"2018-07-28T04:46:09","slug":"ueberraschender-besuch-im-ratzeburger-rathaus-nach-45-jahren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2018\/07\/27\/ueberraschender-besuch-im-ratzeburger-rathaus-nach-45-jahren\/","title":{"rendered":"\u00dcberraschender Besuch im Ratzeburger Rathaus nach 45 Jahren"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ratzeburg (pm).<\/strong> Ein Spontanbesuch im Ratzeburger Rathaus lie\u00df am vergangenen Freitag Ratzeburger Stadtgeschichte \u00fcberraschend lebendig werden. Elisabeth Klement, ungarischer Herkunft, allerdings 1945 in Ratzeburg geboren, besuchte das dritte Mal in ihrem Leben die Inselstadt, zu der sie bis heute in eine besondere Verbundenheit sp\u00fcrt.<\/p>\n<p>Ihre Lebensgeschichte ist mit den Wirren des zweiten Weltkrieges verwoben. Ihr Vater war ungarischer Offizier und gelangte, zusammen mit seiner schwangeren Frau Elisabeth in den letzten Kriegsmonate ins Lauenburgische. Dort endete auch f\u00fcr ihn der Krieg und lie\u00df in Ratzeburg stranden. Einquartiert im Hotel F\u00fcrst Bismarck in der Gro\u00dfen Kreuzstra\u00dfe 10, konnten sich das Paar bald \u00fcber die Geburt ihrer Tochter Elisabeth Baltringer Ferencn\u00e9 freuen, die nach eigenen Angaben nur die ersten Lebensmonate in Ratzeburg verbrachte, bevor die Familie wieder in die ungarische Heimat, in die N\u00e4he von Budapest, zog.<\/p>\n<figure id=\"attachment_5819\" aria-describedby=\"caption-attachment-5819\" style=\"width: 405px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/2021.herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/RzBesuch03.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-5819\" src=\"https:\/\/2021.herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/RzBesuch03-300x218.jpg\" alt=\"\" width=\"405\" height=\"294\" srcset=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/RzBesuch03-300x218.jpg 300w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/RzBesuch03-324x235.jpg 324w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/RzBesuch03.jpg 500w\" sizes=\"(max-width: 405px) 100vw, 405px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-5819\" class=\"wp-caption-text\">B\u00fcrgermeister Dr. Peter Schmidt (li.) empf\u00e4ngt Elisabeth Klement bei ihren Besuch in Ratzeburg 1973. Foto: hfr<\/figcaption><\/figure>\n<p>Als junge Frau wurde Elisabeth zunehmend neugierig \u00fcber den eigenartigen Eintrag ihres Geburtsort und nahm Anfang der Siebziger Jahre, in der Zeit der Ost-West-Ann\u00e4herung in der Kanzlerschaft Willi Brandt, von sich aus Kontakt mit dem Ratzeburger Rathaus auf. Dort wurde ihre Anfrage mit gro\u00dfem Interesse wahrgenommen und es folgte eine Einladung seitens des Fremdenverkehrsamtes. 1973 durfte Elisabeth Klement tats\u00e4chlich zu einem Besuch ausreisen und wurde von B\u00fcrgermeister Dr. Peter Schmidt im Rathaus empfangen, der sie anschlie\u00dfend auch w\u00e4hrend ihres Aufenthaltes begleitete. Sie wohnte wieder im Hotel \u201eF\u00fcrst Bismarck\u201c und zwar in dem Zimmer, in dem sie selbst geboren wurde. Elisabeth Klement erinnert sich bis heute daran: &#8222;B\u00fcrgermeister Dr. Schmidt war so gastfreundlich und zeigte mir nicht nur Ratzeburg und meinen ersten Wohnort, sondern auch das benachbarte L\u00fcbeck.&#8220; Dieser Besuch blieb Elisabeth Klement unvergessen, wie auch der Wunsch, noch einmal zur\u00fcck zu kehren.<\/p>\n<p>1982 \u00e4nderte sich ihr Leben dramatisch. Zusammen mit ihren Eltern reiste Elisabteh Klement in die Bundesrepublik, offiziell f\u00fcr einen gemeinsamen Familienurlaub, allerdings bereits im Vorwege geplant ohne R\u00fcckfahrkarte. Sie lie\u00dfen sich in Baden-W\u00fcrttemberg nieder, wo es seitens ihres Vaters, als Donauschwabe, famili\u00e4re Beziehungen gab. Elisabeth Klement lebt noch heute in Sinzheim, ist Mutter zweier erwachsener Kinder, die von ihrem Herzenswunsch erfuhren und ihr jetzt diese erneute Reise nach Ratzeburg zum Geschenk machten. Und so fragte Elisabeth Klementm 45 Jahre nach ihrem letzten Besuch im Rathaus an, ob sie ganz kurz einmal den B\u00fcrgermeister st\u00f6ren d\u00fcrfe, um ihm Bilder ihres ersten Besuchs in Ratzeburg zu zeigen.<\/p>\n<p>Die Geschichte, die B\u00fcrgermeister Rainer Vo\u00df dabei erfuhr, veranlasste ihn, umgehend Dr. Peter Schmidt zu kontaktieren und ihn ins Rathaus zu bitten. Dieser zeigte sich sichtlich \u00fcberrascht und erfreut und erkl\u00e4rte sich sofort bereit, Elisabeth Klement noch einmal, wie vor 45 Jahre, zu ihrem Geburtshaus in der Gro\u00dfen Kreuzstra\u00dfe, dem ehemaligen Hotel F\u00fcrst Bismarck, dem heutigen Seniorenwohnsitz gleichen Namens, zu begleiten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ratzeburg (pm). Ein Spontanbesuch im Ratzeburger Rathaus lie\u00df am vergangenen Freitag Ratzeburger Stadtgeschichte \u00fcberraschend lebendig werden. 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