{"id":58045,"date":"2024-02-18T06:15:00","date_gmt":"2024-02-18T04:15:00","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=58045"},"modified":"2024-02-13T13:21:38","modified_gmt":"2024-02-13T11:21:38","slug":"leiterin-feiert-jubilaeum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2024\/02\/18\/leiterin-feiert-jubilaeum\/","title":{"rendered":"Leiterin feiert Jubil\u00e4um"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Geesthacht (pm).<\/strong> \u201eIch mag einfach Menschen. Es ist mir darum in all den Jahren auch nie langweilig geworden, mich mit Kindern und ihren Familien zu besch\u00e4ftigen, sie in ihrem Alltag zu begleiten und zu unterst\u00fctzen\u201c, sagt Martina Koos. Seit 40 Jahren arbeitet sie in der st\u00e4dtischen Kindertageseinrichtung am Neuen Krug \u2013 und in dieser Zeit entwickelt sich nicht nur ihre Position von der Erzieherin in einer Halbtagsgruppe zur Einrichtungsleiterin, sondern die gesamte Ausrichtung des Hauses: Vom Kindergarten zum Familienzentrum Regenbogen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEs hat sich \u00fcber die Jahre so viel ge\u00e4ndert: Familien organisieren sich heute anders, die p\u00e4dagogischen Ans\u00e4tze haben sich ver\u00e4ndert und auch der Arbeitsmarkt. Als ich 1984 in den Beruf eingestiegen bin, waren zum Beispiel Erzieherinnen und Erzieher noch arbeitslos \u2013 heute ist das undenkbar. Jetzt werden dringend zus\u00e4tzliche Kita-Pl\u00e4tze ben\u00f6tigt und damit auch Erzieherinnen und Erzieher gesucht\u201c, verdeutlicht Martina Koos, welchen Wandel der Bereich Kita in den vergangenen Jahrzehnten durchlaufen hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 1. Februar 1984 begann Martina Koos wenige Tage vor ihrem 21. Geburtstag als Erzieherin einer Nachmittagsgruppe am heutigen Familienzentrum ihren Dienst. Gerade einmal vier Gruppen wurden damals am Neuen Krug betreut \u2013 heute spielen und lernen dort rund 200 Kinder. \u201eDie Betreuungszeiten und die Mischung der Gruppen waren ganz anders. Ganztagskinder waren absolut in der Minderheit und wir hatten damals noch klassische Halbtagsgruppen. Ich arbeitete von 14.30 Uhr bis 19 Uhr in einer reinen Nachmittagsgruppe \u2013 auch das gab es damals. Und die Kinder wurden in altersgleichen Gruppen betreut. Das hei\u00dft, wir hatten eine Gruppe f\u00fcr Dreij\u00e4hrige, eine f\u00fcr Vier- bis F\u00fcnfj\u00e4hrige, eine f\u00fcr Vorschulkinder und eine f\u00fcr Hortkinder. Unser Kinderrestaurant gab es noch nicht, gegessen wurde also in den Gruppenr\u00e4umen\u201c, erinnert sich Martina Koos. \u201eAber vor Ort gekocht wurde schon immer \u2013 einmal im Monat gab es Labskaus und jeden Freitag Suppe\u201c, nennt sie mit der eigenen K\u00fcche eine der wenigen Konstanten im Kita-Betrieb der vergangenen Jahrzehnte. \u201eDas System der Kinderbetreuung hat sich grundlegend ver\u00e4ndert\u201c, betont Martina Koos und Michael Iburg, der st\u00e4ndige Stellvertreter des Familienzentrums, erg\u00e4nzt: \u201eDu hast einen gro\u00dfen Anteil daran, dass unser Familienzentrum so modern ist, wie wir es heute kennen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Denn nach einigen Jahren, in denen sich Martina Koos ausschlie\u00dflich der Arbeit in den Gruppen gewidmet hatte, wurde sie 1998 erst stellvertretende Leitung und 2005 dann Leiterin \u2013 zuerst als Doppelspitze gemeinsam mit Elke Raasch. Seit ihrer Zeit in der Leitungsebene hat sich das heutige Familienzentrum in mehrfacher Hinsicht neu erfunden. Altersgleiche Gruppen gibt es beispielsweise nicht mehr, ein so genanntes \u201ehalb offenes System\u201c wurde eingef\u00fchrt, bei dem jedes Kind einer Gruppe angeh\u00f6rt und dennoch projektbezogen den eigenen Neigungen folgend Aktivit\u00e4ten w\u00e4hlen kann. \u201eDie Kinder haben so immer Bezugserziehende und dadurch feste Anker im Alltag. Zeitgleich haben sie aber die M\u00f6glichkeit, sich frei zu entwickeln\u201c, erkl\u00e4rt Martina Koos die Vorteile des Systemwechsels. \u201eDiese Struktur hat viel mehr mit der echten Lebenswirklichkeit der Familien zu tun. Kleinere Kinder lernen durch die altersgemischten Gruppen von gr\u00f6\u00dferen und die Gr\u00f6\u00dferen helfen den Kleineren.\u201c Zudem geh\u00f6ren Gruppen, in denen alle Kinder zeitgleich zur Toilette geschickt oder ein Bild zu einem bestimmten Thema malen sollen, der Vergangenheit an. \u201eFr\u00fcher war das die g\u00e4ngige P\u00e4dagogik, die in vielen Kitas so auch praktiziert wurde. Heute steht das Kind als Individuum viel st\u00e4rker im Mittelpunkt. Die Kinder sollen sich frei entwickeln, ihre Neigungen ausleben und bei der Gestaltung ihres Kita-Alltags mitbestimmen k\u00f6nnen\u201c, betont Martina Koos.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf die Frage, warum sie 40 Jahre lang in der gleichen Einrichtung geblieben ist, h\u00e4lt sie kurz inne, dann breitet sich ein \u00fcberzeugtes L\u00e4cheln \u00fcber ihr Gesicht aus: \u201eIch bin \u00fcber all die Jahre immer sehr gerne hier gewesen. Ich genie\u00dfe die Verl\u00e4sslichkeit und auch die Neutralit\u00e4t meines kommunalen Arbeitgebers. Das Familienzentrum ist ein tolles und vor allem ein dynamisches Haus ist. Ich habe an unterschiedlichen Stellen innerhalb dieser Einrichtung gearbeitet und alle hielten ihre Herausforderungen bereit, an denen ich mich weiterentwickeln konnte.\u201c Jede neue Aufgabe habe auch neue Inhalte und Schwerpunkte f\u00fcr Martina Koos bedeutet. Einige Beispiele: Sie habe sich fortw\u00e4hrend mit moderner P\u00e4dagogik auseinandergesetzt, \u00fcber die Jahre hielt auch im Familienzentrum immer mehr die Digitalisierung Einzug und je weiter Martina Koos in Richtung Leitungsebene zog, umso gr\u00f6\u00dfer wurde unter anderem auch der Anteil von Verwaltungs-, Organisations- und Mitarbeiterf\u00fchrungsaufgaben. \u201eBei jeder Ver\u00e4nderung, ob nun hinsichtlich der p\u00e4dagogischen Arbeit in den Gruppen oder auch im Programmbereich des Familienzentrums, muss ich die Mitarbeitenden mitnehmen\u201c, nennt Martina Koos einen ihrer Grunds\u00e4tze im Miteinander mit dem Kollegium, der offenbar aufgeht. Denn Christoph Wieck, Leiter des Fachbereichs Bildung und Soziales des Geesthachter Rathauses, betont: \u201eIn den vergangenen Jahren habe ich Frau Koos als hochmotivierte, verbindliche und verl\u00e4ssliche Kollegin und F\u00fchrungskraft erlebt. Mit ihrem Herzblut hat sie die Einrichtung gepr\u00e4gt und zu dem gemacht, was heutzutage als moderne Kindertageseinrichtung angesehen wird.\u201c Und Michael Iburg hebt hervor: \u201eFrau Koos verf\u00fcgt \u00fcber einen \u00e4u\u00dferst positiven und wertsch\u00e4tzenden F\u00fchrungsstil. Und ihre p\u00e4dagogische Haltung ist von den besten P\u00e4dagoginnen und P\u00e4dagogen gepr\u00e4gt worden. Das merkt man der Einrichtung und dem guten Ruf des Hauses an.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Und diesen \u201eguten Ruf des Hauses\u201c h\u00f6ren inzwischen nicht nur Eltern, deren Kinder in Krippen-, Elementar- und Hortgruppen des Familienzentrums betreut werden. An den offenen Gruppen, Vormittags- und Nachmittagskursen sowie Vortr\u00e4gen nehmen Familien aus ganz Geesthacht und der Umgebung teil: Junge Eltern treffen sich mit ihren Krabbelkindern im Familienzentrum, Kleinkinder machen dort einmal w\u00f6chentlich Yoga oder probieren sich in Tanz- und Singspielen aus. M\u00fctter und V\u00e4ter erhalten Unterst\u00fctzung in Erziehungs- und Finanzierungsfragen \u2013 und das sind nur einige wenige Beispiele. \u201eUnser Angebot ist so bunt wie das Leben\u201c, sagt Martina Koos, die trotz der wenigen Zeit, die sie inzwischen mit der Kinderbetreuung in den Gruppen verbringt, den Anschluss an die praktische Arbeit nicht verlieren m\u00f6chte. \u201eMeistens bin ich die Feuerwehr. Wenn es an einer Stelle personell eng wird, springe ich ein. Und ich habe mir immer gesagt, ich mache so lange weiter, bis mir die Lebenswirklichkeit der Familien fremd wird. Ich m\u00f6chte nicht stehenbleiben, sondern lebenslang lernen. Ich m\u00f6chte mit den Eltern und Kindern auf Augenh\u00f6he sprechen k\u00f6nnen \u2013 ihre Heldinnen und Helden kennen. Wenn ich nicht mehr verstehe, wie die Familien ticken, ist die Zeit sich zur\u00fcckzuziehen.\u201c Noch sei das nicht so weit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geesthacht (pm). \u201eIch mag einfach Menschen. Es ist mir darum in all den Jahren auch nie langweilig geworden, mich mit Kindern und ihren Familien zu besch\u00e4ftigen, sie in ihrem Alltag zu begleiten und zu unterst\u00fctzen\u201c, sagt Martina Koos. 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