{"id":57933,"date":"2024-02-10T06:27:00","date_gmt":"2024-02-10T04:27:00","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=57933"},"modified":"2024-02-09T12:29:23","modified_gmt":"2024-02-09T10:29:23","slug":"fruehjahrs-kastrationsaktion-von-freilebenden-katzen-startet-ende-februar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2024\/02\/10\/fruehjahrs-kastrationsaktion-von-freilebenden-katzen-startet-ende-februar\/","title":{"rendered":"Fr\u00fchjahrs-Kastrationsaktion von freilebenden Katzen startet Ende Februar"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Herzogtum Lauenburg\/Kiel (pm).<\/strong> Das Ministerium f\u00fcr Landwirtschaft, l\u00e4ndliche R\u00e4ume, Europa und Verbraucherschutz (MLLEV) unterst\u00fctzt auch im Fr\u00fchjahr dieses Jahres die Kastration von freilebenden Katzen. Ab Montag, 19. Februar 2024, k\u00f6nnen in Teilen Schleswig-Holsteins freilebende Katzen, das hei\u00dft Tiere, die sich nicht in fester menschlicher Obhut befinden, \u00fcber einen von der Tier\u00e4rztekammer Schleswig-Holstein verwalteten Fonds kastriert werden. Das Angebot richtet sich vorrangig an die \u00f6rtlichen Tierschutzvereine. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt von Tierschutzverb\u00e4nden, der Tier\u00e4rzteschaft, der Kommunalen Familie, des Landesjagdverbands und des Land Schleswig-Holstein.<\/p>\n\n\n\n<p>Landwirtschafts- und Verbraucherschutzstaatssekret\u00e4rin Anne Benett-Sturies sagte dazu: \u201eDas Katzenkastration-Projekt ist ein Erfolgsmodell f\u00fcr Schleswig-Holstein &#8211; f\u00fcr den Tier- und Artenschutz gleicherma\u00dfen. Das schnelle Aussch\u00f6pfen der vorhandenen Mittel im vergangenen Herbst hat aber auch deutlich gezeigt, wie herausfordernd die Situation ist. Um die vorhandenen Finanzmittel bestm\u00f6glich einzusetzen, haben wir daher in engem Austausch mit allen Beteiligten nach praktikablen L\u00f6sungen gesucht. Gemeinsam haben wir beschlossen, in der anstehenden Aktion die Anzahl, der pro Tierarztpraxis in dem angesetzten Aktionszeitraum zu ber\u00fccksichtigten Kastrationen, zu deckeln.\u201c Pro Tierarztpraxis k\u00f6nne im Rahmen der Aktion nun nur noch die Kastration von maximal 10 Tieren pro Aktionszeitraum abgerechnet werden. \u201eWir wollen somit mehr Tier\u00e4rztinnen und \u2013\u00e4rzten die M\u00f6glichkeit geben, sich an der Aktion zu beteiligen und eine gute Fl\u00e4chendeckung sicherstellen\u201c, so die Staatssekret\u00e4rin.<\/p>\n\n\n\n<p>Ellen Kloth, Vorsitzende des Landesverbands Schleswig-Holstein des Deutschen Tierschutzbundes, betonte: \u201eDie landesweite Kastrationsaktion ist ein immens wichtiger Beitrag, um das Elend der freilebenden Katzen einzud\u00e4mmen. Wir appellieren aber auch an die privaten Katzenhalterinnen und -halter, ihre Katzen mit Freigang kastrieren zu lassen. Nur so wird eine unkontrollierte Vermehrung zwischen Freig\u00e4ngerkatzen und freilebenden Katzen verhindert und der Teufelskreis der stetigen Vermehrung unterbrochen.\u201c Willy Sandvo\u00df vom Landestierschutzverband Schleswig-Holstein erg\u00e4nzte: \u201eDie landesweiten Aktionen sind ohne das gro\u00dfe Engagement von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die die verwilderten Hauskatzen bei Wind und Wetter und auf eigene Kosten einfangen, transportieren und versorgen, nicht umsetzbar.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die landesweiten Aktionen sind ein wichtiger Baustein, um die Population verwilderter Hauskatzen eind\u00e4mmen zu k\u00f6nnen, wei\u00df auch die Tierschutzbeauftragte des Landes Schleswig-Holstein, Katharina Erdmann. Denn neben dem Leid der verwilderten Hauskatzen k\u00f6nnten damit auch die negativen Auswirkungen auf die heimische Fauna reduziert werden, erg\u00e4nzt sie und bezieht sich dabei nicht nur auf die eigene langj\u00e4hrige Erfahrung im Wildtierschutz, sondern auch auf die Auswertung mehrerer Studien, laut denen streunende Hauskatzen zahlreiche Wildtierarten bedrohen und zu den gef\u00e4hrlichsten invasiven Arten weltweit z\u00e4hlen. \u201eHauskatzen wildern jedes Jahr unz\u00e4hlige junge Feldhasen und Singv\u00f6gel, mit einer nat\u00fcrlicher Regulierung hat das nichts zu tun\u201c, mahnt Erdmann.<\/p>\n\n\n\n<p>Voraussetzung f\u00fcr die Teilnahme an der Aktion und der damit verbundenen \u00dcbernahme der Behandlungskosten ist, dass die Katzen im Aktionszeitraum in einer der teilnehmenden Gemeinden gefangen wurden. Der Fokus sollte auf die Hotspots, an denen sich die Tiere aufhalten, gelegt werden. Die jeweiligen Hotspots k\u00f6nnen bei den zust\u00e4ndigen Gemeinden oder den \u00f6rtlichen Tierschutzvereinen erfragt werden. Von dem F\u00e4nger bzw. der F\u00e4ngerin ist ein daf\u00fcr vorbereiteter Vordruck auszuf\u00fcllen und zu unterschreiben. Der Vordruck best\u00e4tigt, dass es sich tats\u00e4chlich um eine freilebende Katze handelt. Die Kosten f\u00fcr die Kastrationen werden in voller H\u00f6he \u00fcbernommen: 30 Euro durch Spende (Honorarverzicht) der durchf\u00fchrenden Tierarztpraxen und 125 Euro bzw. 156 Euro Restkosten\u00fcbernahme durch den Fonds, je nachdem, ob es sich um einen Kater oder eine weibliche Katze handelt. Alle Katzen m\u00fcssen nach der Kastration wieder an die Stelle gebracht werden, wo sie gefangen wurden. Die Aktion ist bis zum 1. M\u00e4rz 2024 geplant. Falls die Mittel im Fonds ersch\u00f6pft sind, wird die Aktion vorzeitig durch die Tier\u00e4rztekammer Schleswig-Holstein beendet.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Land Schleswig-Holstein stellt f\u00fcr das Jahr 2024 einen Betrag von 110.000 Euro bereit. Der Deutsche Tierschutzbund und der Landesverband Schleswig-Holstein beteiligen sich mit 10.000 Euro. Die teilnehmenden Gemeinden \u00fcbernehmen weiterhin 50 Prozent der jeweils in der Gemeinde entstandenen Kastrationskosten. Auch Privatpersonen haben die M\u00f6glichkeit, sich finanziell an der Aktion zu beteiligen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwischen 2014 und Herbst 2023 wurden in Schleswig-Holstein im Rahmen der Aktion gegen Katzenelend bereits rund 29.000 Katzen kastriert. Dabei handelte es sich zu rund 60 Prozent um weibliche Tiere und zu rund 40 Prozent um Kater.<\/p>\n\n\n\n<p>Hintergrund:<\/p>\n\n\n\n<p>Die Zahl von freilebenden, nicht an Menschen gebundenen Katzen steigt stetig. Auf der Suche nach Nahrung werden die Tiere jedoch nicht immer f\u00fcndig und ein Teil der Tiere ist krank und\/oder verletzt. Gleichwohl bekommen die Katzen Nachwuchs. Viele der jungen Katzen werden daher bereits krank geboren und leiden unter Mangelern\u00e4hrung, Parasitenbefall und Infektionen.<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Zusammenhang weist das Ministerium f\u00fcr Landwirtschaft, l\u00e4ndliche R\u00e4ume, Europa und Verbraucherschutz (MLLEV) darauf hin, dass Privatpersonen, die herrenlose Katzen f\u00fcttern, Verantwortung und Pflichten \u00fcbernehmen. Alle erforderlichen Dokumente (Liste der teilnehmenden Gemeinden, Vordruck und Datenschutzerkl\u00e4rung) befinden sich auf folgender Webseite: <a href=\"http:\/\/www.gegenkatzenelend.schleswig-holstein.de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.gegenkatzenelend.schleswig-holstein.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg\/Kiel (pm). 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