{"id":57665,"date":"2024-02-01T10:57:56","date_gmt":"2024-02-01T08:57:56","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=57665"},"modified":"2024-02-01T10:57:58","modified_gmt":"2024-02-01T08:57:58","slug":"interessenvertretung-von-und-fuer-menschen-mit-behinderungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2024\/02\/01\/interessenvertretung-von-und-fuer-menschen-mit-behinderungen\/","title":{"rendered":"Interessenvertretung von und f\u00fcr Menschen mit Behinderungen"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Ratzeburg (pm). <\/strong>Die Partnerschaft f\u00fcr Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen hat im Zuge ihrer Projektarbeit unter dem Motto &#8222;Demokratie inklusiv&#8220; ein weiteres inklusives B\u00fcrgerforum ausgerichtet, um \u00fcber die Form einer geeigneten und durchsetzungsf\u00e4higen Interessenvertretung von und f\u00fcr Menschen mit Behinderungen in Ratzeburg zu. Vertreterinnen und Vertreter aus der Stadtpolitik, der Stadtverwaltung und der Behindertenrechtsarbeit diskutierten mit Betroffenen einen Satzungsentwurf f\u00fcr einen Inklusionsbeirat, der in Zukunft die Interessen von Menschen mit Behinderungen vertreten soll.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Bislang ist in Ratzeburg diese Interessensvertretung \u00fcber das Amt der oder des Behindertenbeauftragten geregelt. Daf\u00fcr gibt es seit 2017 allerdings keine Bewerbungen, sodass hier ein Neustart hier dringend notwendig scheint&#8220;, sagt B\u00fcrgermeister Eckhard Graf.<\/p>\n\n\n\n<p>In vorangegangenen Workshops und Dialogen im Rahmen des Projektes &#8218;Demokratie inklusiv&#8216; wurde festgestellt, dass die vielf\u00e4ltigen Vertretungsaufgaben f\u00fcr Menschen mit Behinderungen in den ebenso vielf\u00e4ltigen Fragen zu Inklusion und Barrierefreiheit schnell zu einer \u00dcberlastung bei einer einzelnen Person f\u00fchren k\u00f6nnen. So geht aus den Protokollen der ehemaligen Behindertenbeauftragten der Stadt Ratzeburg, Sabine H\u00fcbner, hervor, dass im Zeitraum von 2011 bis 2017 pro Jahr bis zu 400 Anfragen nicht un\u00fcblich waren. Diese Anfragen umspannten dabei ein weites Feld von Themen.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus diesen Analysen erwuchs die Idee, die Interessenvertretung von und f\u00fcr Menschen mit Behinderungen in Form eines Beirates zu organisieren. Vorbilder dazu gibt es in vielen Kommunen, beispielsweise in Bad Oldesloe. Dort k\u00fcmmern sich mehrere Ehrenamtliche gemeinschaftlich um die Anliegen von Menschen mit Behinderungen.&nbsp; Dies m\u00fcssen nicht immer nur Personen sein, die selbst eine Behinderung haben. Auch pflegende Angeh\u00f6rige oder Menschen, die \u00fcber eine besondere Expertise durch die Arbeit mit behinderten Menschen verf\u00fcgen oder in der Behindertenrechtsbewegung aktiv sind, k\u00f6nnen in solchen Beir\u00e4ten mitwirken. Die kommunalen Satzungen regeln hier die Mitwirkungsm\u00f6glichkeiten durchaus unterschiedlich.<\/p>\n\n\n\n<p>In Ratzeburg m\u00f6chte man den Neustart m\u00f6glichst offen gestalten und den Kreis der Mitwirkenden gro\u00df halten. Im jetzt beratenden Satzungsentwurf zur Bildung eines Beirates f\u00fcr die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen (Inklusionsbeirat) in der Stadt Ratzeburg ist ein, bis zu f\u00fcnfk\u00f6pfiges Gremium vorgesehen, das die Belange von Menschen mit Behinderungen und Menschen wahren und durchsetzen soll. Es soll Ma\u00dfnahmen anregen, die darauf gerichtet sind, Benachteiligungen von Menschen mit Behinderungen abzubauen oder deren Entstehen entgegenzuwirken und Stadtpolitik wie Stadtverwaltung gleicherma\u00dfen beraten. Ebenso soll dieses Gremium Ansprechpartner f\u00fcr B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger, Vereine, Selbsthilfegruppen und Institutionen in Fragen von Inklusion und Barrierefreiheit sein. Der Satzungsentwurf sieht vor, dass sowohl Menschen mit Behinderungen, als auch Vertrauenspersonen, welche einen Menschen mit Behinderung als Familienmitglied oder ehrenamtlich betreuen sowie fachkundige Personen mit einschl\u00e4giger Erfahrung in Angelegenheiten des Behindertenrechts oder in Fragen von Inklusion und Barrierefreiheit, in diesem Beirat mitwirken k\u00f6nnen. Voraussetzung w\u00e4re vor allem der Wohnortsbezug.<\/p>\n\n\n\n<p>Ob solch ein Inklusionsbeirat in Ratzeburg verwirklicht werden kann, h\u00e4ngt von den Beratungen in der Stadtpolitik ab. Nur wenn der Satzungsentwurf dort \u00fcberzeugen kann und eine Mehrheit bekommt, w\u00fcrde der angestrebte Neustart in der Interessenvertretung von und f\u00fcr Menschen mit Behinderungen in Ratzeburg m\u00f6glich. Die erste Beratung dazu findet am Donnerstag, 8. Februar 2024 im zust\u00e4ndigen Fachausschuss f\u00fcr Schule, Jugend und Sport statt. Von den Betroffenen, die sich im B\u00fcrgerforum an der Ausgestaltung der Satzung f\u00fcr einen Inklusionsbeirat beteiligt haben, sind einige motiviert, sich daf\u00fcr auch zu engagieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die \u00dcberlegungen zur Gr\u00fcndung eines Inklusionsbeirates werden auch beim Amt Lauenburgische Seen interessiert verfolgt. Amtsvorsteher Heinz Dohrendorff und der leitende Verwaltungsbeamte des Amtes, Werner R\u00fctz, beteiligten sich am B\u00fcrgerforum und brachten die \u00dcberlegung ein, ob Stadt und Amt hier nicht gemeinsam agieren k\u00f6nnten. Auch im Amt sind die Themen Inklusion und Barrierefreiheit sehr bedeutsam und ein gemeinschaftlicher Beirat k\u00f6nnte noch mehr Menschen aktiv einbeziehen. Entsprechende Beratungen dazu sollen in den Amtsgremien angesto\u00dfen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ratzeburg (pm). 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