{"id":56671,"date":"2023-12-22T06:30:00","date_gmt":"2023-12-22T04:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=56671"},"modified":"2023-12-20T12:32:11","modified_gmt":"2023-12-20T10:32:11","slug":"bahnausfaelle-madsen-trifft-chefs-von-stadler-und-erixx-holstein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2023\/12\/22\/bahnausfaelle-madsen-trifft-chefs-von-stadler-und-erixx-holstein\/","title":{"rendered":"Bahnausf\u00e4lle: Madsen trifft Chefs von Stadler und erixx Holstein"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Herzogtum Lauenburg\/L\u00fcbeck (pm).<\/strong> Wegen anhaltender Ausf\u00e4lle der neuen batterieelektrischen Triebz\u00fcge, den sogenannten BEMUS, m\u00fcssen sich Bahnreisende zwischen Kiel und L\u00fcbeck auch \u00fcber Weihnachten und den Jahreswechsel auf Versp\u00e4tungen und Ausf\u00e4lle einstellen. Aktuell sind im Netz Ost nur knapp die H\u00e4lfte der Fahrzeuge der neuartigen Akkuzug-Flotte des Schienenfahrzeugherstellers Stadler einsatzbereit. Auch die vom Land \u00fcber die DB-Regio als Puffer vorgesehene Transferflotte von 12 Z\u00fcgen f\u00fcr das Netz Ost ist langfristig nicht voll einsatzbereit.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen heute (19. Dezember) nach einem Treffen mit dem CEO von Stadler Deutschland, Jure Mikol\u010di\u0107, sowie erixx-Holstein-Chef Rainer Bl\u00fcm sagte, sei nicht vor dem 7. Januar mit einer ersten leichten Verbesserung der Situation zu rechnen. Fr\u00fchestens dann endet der aktuelle erixx-Ersatzfahrplan. Zwischen Kiel und L\u00fcbeck fahren die Z\u00fcge von erixx Holstein derzeit nur im Stundentakt. Die Strecke Kiel-Oppendorf bedient das Unternehmen mit einem Schienenersatzverkehr. Zwischen L\u00fcbeck und L\u00fcneburg f\u00e4hrt erixx Holstein gem\u00e4\u00df Regelfahrplan im Stundentakt. &#8222;Wir hoffen, dass uns Stadler ab der zweiten Januarwoche wieder gen\u00fcgend Fahrzeuge f\u00fcr einen regul\u00e4ren Fahrplan zur Verf\u00fcgung stellt&#8220;, so erixx-Holstein-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Bl\u00fcm.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Bis Stadler die Probleme halbwegs in den Griff bekommt, wird unsere NAH.SH zusammen mit erixx alle Bem\u00fchungen darauf richten, vor allem in den Sto\u00dfzeiten stabile und verl\u00e4ssliche Verbindungen mit ausreichender Kapazit\u00e4t anzubieten&#8220;, sagte Madsen. Er erinnerte daran, dass sich die Maluszahlung f\u00fcr den Schienenfahrzeughersteller f\u00fcr den holprigen Start des Gro\u00dfteils seiner bislang 34 an das Land f\u00fcr erixx Holstein und nordbahn ausgelieferten BEMUS absehbar auf eine Millionen-Strafe zubewege. &#8222;Der finanzielle Druck ist enorm&#8220;, sagte Madsen.<\/p>\n\n\n\n<p>Laut Stadler betreffen die Probleme vor allem die Software der Z\u00fcge. Dabei werde die interne Kommunikation zwischen verschiedenen Komponenten des Zuges gest\u00f6rt. Trete solch ein Fehler auf, m\u00fcsse meist manuell ein Reset durchgef\u00fchrt werden, bevor der Zug wieder fahren k\u00f6nne. Solche Kinderkrankheiten seien bei neu entwickelten Z\u00fcgen nicht un\u00fcblich, hei\u00dft es von Stadler.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Wir m\u00fcssen uns zun\u00e4chst bei den Fahrg\u00e4sten, bei unserem Kunden NAH.SH und beim Land Schleswig-Holstein entschuldigen, dass es zu den aktuellen Ausf\u00e4llen kommt&#8220;, sagte Mikol\u010di\u0107. &#8222;Die Einf\u00fchrung neuer Technologien kann immer mit Nachbesserungen verbunden sein, gerade bei einem komplexen Hochtechnologie-Produkt. Wir sehen, dass es Verbesserungsbedarf gibt, stellen aber die Qualit\u00e4t und die Fortschrittlichkeit der Technologie nicht infrage. Wir haben einen optimierten Fahrplan definiert, mit dem sukzessive zum Februar 2024 die notwendige Stabilit\u00e4t in der Verf\u00fcgbarkeit der Fahrzeugflotte gew\u00e4hrleistet wird.&#8220; Fehleranalysen der letzten Wochen h\u00e4tten gezeigt, dass einige Fehler durch Softwareanpassungen scheinbar schneller gel\u00f6st werden k\u00f6nnen als bef\u00fcrchtet.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit Blick auf die Ersatz-Transferflotte des Landes sagte NAH.SH-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Dr. Arne Beck: &#8222;Wir hatten bei DB und AKN bereits zus\u00e4tzliche Transferflottenfahrzeuge angemietet, um den Puffer weiter zu vergr\u00f6\u00dfern. Durch diese Ma\u00dfnahmen konnten Fahrzeugausf\u00e4lle leider offensichtlich nicht vollst\u00e4ndig aufgefangen werden. Aktuell verhandeln wir daher au\u00dferdem mit der Nordbahn, ob wir einige von deren vertraglich zugesicherten BEMU-Z\u00fcgen vor\u00fcbergehend bei erixx einsetzen k\u00f6nnen, damit das Unternehmen auf eine gr\u00f6\u00dfere Fahrzeugflotte zur\u00fcckgreifen kann. Das k\u00f6nnte ab Januar zu weiteren Entlastungen f\u00fchren.&#8220; Denn derzeit fallen Fahrzeuge der Transferflotte \u2013 aufgrund von umfangreichen Sch\u00e4den und einer angespannten Ersatzteillage \u2013 auch l\u00e4ngerfristig aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie Beck weiter sagte, werde auch mit Hochdruck an einer Verbesserung der derzeit unzureichenden Fahrgastinformation auf der Strecke gearbeitet: &#8222;Leider ist das ein sehr komplexes System mit vielen Schnittstellen, so dass n\u00f6tige Informationen momentan oft nicht in Echtzeit geliefert werden. Wir empfehlen derzeit allen Reisenden, sich \u00fcber Zugausf\u00e4lle und Versp\u00e4tungen \u00fcber den DB-Navigator zu informieren, da die Datenlage dort am besten ist. Wir arbeiten daran, dass unsere Auskunft wieder besser wird.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg\/L\u00fcbeck (pm). Wegen anhaltender Ausf\u00e4lle der neuen batterieelektrischen Triebz\u00fcge, den sogenannten BEMUS, m\u00fcssen sich Bahnreisende zwischen Kiel und L\u00fcbeck auch \u00fcber Weihnachten und den Jahreswechsel auf Versp\u00e4tungen und Ausf\u00e4lle einstellen. Aktuell sind im Netz Ost nur knapp die H\u00e4lfte der Fahrzeuge der neuartigen Akkuzug-Flotte des Schienenfahrzeugherstellers Stadler einsatzbereit. 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