{"id":56365,"date":"2023-12-11T12:19:37","date_gmt":"2023-12-11T10:19:37","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=56365"},"modified":"2023-12-11T12:19:38","modified_gmt":"2023-12-11T10:19:38","slug":"kompass-fuer-die-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2023\/12\/11\/kompass-fuer-die-zukunft\/","title":{"rendered":"Kompass f\u00fcr die Zukunft"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm).<\/strong> Das\u00a0R\u00e4umliche Leitbild\u00a0ist als Wegbeschreibung f\u00fcr die Zukunft der Metropolregion Hamburg gedacht. Als Meilenstein eines Dialogs mit \u00fcber 200 Fachleuten aus Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern wurde der Entwurf jetzt der \u00d6ffentlichkeit vorgestellt. Es macht Vorschl\u00e4ge, wie sich die Region langfristig, nachhaltig und ausbalanciert entwickeln kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Das R\u00e4umliche Leitbild geht der Frage nach, wie die Metropolregion Hamburg im Jahr 2045 aussehen soll. Es formuliert Ziele f\u00fcr eine ausgewogene und zukunftsf\u00e4hige Entwicklung. Dabei geht es um Infrastrukturprojekte, Landnutzung, und intensive Kooperationen, die \u00f6kologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte gleicherma\u00dfen ber\u00fccksichtigen. Das r\u00e4umliche Leitbild zeigt als Werkzeugkasten Entwicklungsprinzipien und Strategien f\u00fcr die Region auf und&nbsp;dient als Grundlage f\u00fcr politische Entscheiderinnen und Entscheider, Planer und Entwicklerinnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Claudia Kalisch,&nbsp;<\/strong>Oberb\u00fcrgermeisterin der Hansestadt L\u00fcneburg, sagte bei der Vorstellung: \u201eMit dem heute vorgestellten r\u00e4umlichen Leitbild bringen wir gute Ideen f\u00fcr eine f\u00fcr die Zukunft gut aufgestellte und lebenswerte Metropolregion Hamburg zusammen. Durch eine f\u00fcr die Region abgestimmte Raumentwicklung k\u00f6nnen wir nicht nur fr\u00fchzeitig Entwicklungschancen erkennen, sondern auch Perspektiven und gemeinsame Ziele entwickeln, um attraktiv und resilient in die Zukunft zu gehen.&#8220;<strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Region steht vor neuen Anforderungen, die sich durch ver\u00e4nderte Pendlerverflechtungen, Wohn- und B\u00fcroraumbedarfe aber auch Anforderungen durch Klimawandel und Energiewende sowie an Fl\u00e4chen f\u00fcr Industrie und Gewerbe und Freir\u00e4ume bemerkbar machen. Im Rahmen der Erstellung wurden r\u00e4umliche Entwicklungsstrategien entworfen, die Antworten auf die Frage geben sollen, wie die Metropolregion zuk\u00fcnftig \u201eaussehen&#8220; soll. Wie und wo wollen wir leben, arbeiten und uns erholen? Wo soll es Entwicklungsschwerpunkte geben? Welche Rolle nehmen dabei Klein- und Mittelst\u00e4dte ein? Welche verkehrlichen Ma\u00dfnahmen werden erforderlich sein? Wie wirkt sich der Klimawandel auf die Region aus? Wo m\u00fcssen Erholungs- und Landwirtschaftsfl\u00e4chen gesch\u00fctzt werden? Wie und wo entwickeln sich Gewerbe und Industrie? Dabei zeigt das Leitbild als Kompass eine Richtung auf, wie man auf diese Fragen gemeinsam als Region konstruktiv antworten kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Rahmen einer Konferenz in der L\u00fcneburger Ritterakademie wurde jetzt der erste gemeinsame Entwurf vorgestellt. Vorangegangen war ein gro\u00dfer Dialogprozess mit Akteuren aus der Region, um das R\u00e4umliche Leitbild thematisch abzustecken und die Entwicklungsimpulse in den Teilr\u00e4umen der Metropolregion im Detail kennenzulernen. Nun beginnt die dritte Projektphase, in der es in Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern abschlie\u00dfende politische Abstimmungen geben wird. Das finale R\u00e4umliche Leitbild soll im kommenden Mai dem Regionsrat, dem Entscheidungsgremium der Metropolregion Hamburg, zur Abstimmung vorgelegt werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Schlaglichter des R\u00e4umlichen Leitbilds<\/strong><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Starke, vernetze und multitalentierte Landschaften<\/strong><br>Landschaften und ihre nat\u00fcrlichen Bestandteile sind die Grundlage f\u00fcr die Lebensqualit\u00e4t in der Region. Als Lebensraum f\u00fcr Menschen, Tiere und Pflanzen werden die bestehenden starken Gr\u00fcnr\u00e4ume durch Erg\u00e4nzungen miteinander zu einem gr\u00fcnen Netz verkn\u00fcpft. Die Region mit ihren K\u00fcsten-, Fluss- und Kanallandschaften sowie den Trinkwasserlandschaften wird als wasserdynamische Region zu einem Leben mit dem Wasser entwickelt. Um die B\u00f6den der Region zu sch\u00fctzen, werden standortangepasste Agrarnutzungen und eine fl\u00e4chensparende r\u00e4umliche Entwicklung umgesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Multimodales Mobilit\u00e4tsversprechen<\/strong><br>Neue Angebote des Schienen- und Stra\u00dfengebundenen \u00d6PNV verbinden periphere Bereiche untereinander und mit den Zentren. L\u00fccken im Schienen- und Stra\u00dfennetz werden geschlossen. Zur Umsetzung werden eine Reihe von Schl\u00fcsselprojekten vorgeschlagen: Ein Netz regionaler Expressbahnrouten f\u00e4chert sich in ein multimodales System auf, was die l\u00e4ndlich gepr\u00e4gten R\u00e4ume gut mit den Zentren der Region vernetzt. Durch den Ausbau der Multimodalit\u00e4t wird die Mobilit\u00e4t in der Region differenzierter und nachhaltiger. Strecken, die fr\u00fcher nur mit dem Auto zur\u00fcck zu legen waren, lassen sich nun mit Bus, Bahn und Rad zur\u00fccklegen. Beim Neubau bereits geplanter Autobahnen ist eine B\u00fcndelung der Infrastrukturen f\u00fcr Energiegewinnung und den Schienenverkehr sowie die Erprobung neuer Technologien vorgesehen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ausbalancierte und dynamische Entwicklung\u00a0<\/strong>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<br>Globale und regionale Transformationsprozesse sorgen f\u00fcr eine neue \u00f6konomische Dynamik in der Metropolregion Hamburg. Sie wird zur aktiven Gestalterin dieser Transformation. Der Energie\u00fcberschuss infolge des Ausbaus der erneuerbaren Energien f\u00fchrt zu einer neuen wirtschaftlichen Lagegunst. Durch die gezielte Ansiedlung energieintensiver Industrien werden neue Energieinfrastrukturen optimal genutzt. Entsprechend ihrer Standortvorteile und Besonderheiten wachsen die R\u00e4ume in der Metropolregion enger zusammen. Die Zentren wirken als Motoren der Innovation und die l\u00e4ndlich gepr\u00e4gten R\u00e4ume st\u00e4rken ihre Souver\u00e4nit\u00e4t: Landwirtschaftliche R\u00e4ume werden erneuert, neue touristische Potenziale genutzt und die Qualit\u00e4ten des l\u00e4ndlichen Wohnens und Arbeitens ausgespielt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fl\u00e4chensparende und klimaangepasste Siedlungsentwicklung<\/strong><br>In regionaler Kooperation werden zukunftsgerichtete, kompakte, nutzungsgemischte und klimaangepasste Siedlungen gestaltet. Im Sinne einer dezentralen Konzentration wird die Siedlungsentwicklung im Bereich der Zentren mit einer hohen Dichte an Arbeitspl\u00e4tzen und einer leistungsf\u00e4higen Verkehrsinfrastruktur konzentriert. Erreichbarkeit spielt dabei eine entscheidende Rolle: Wohnraumentwicklung findet vorrangig an besonders gut erreichbaren Orten statt. Einzigartige Qualit\u00e4ten der Region werden bewahrt und gleichzeitig moderne Wohn- und Arbeitsmodelle unterst\u00fctzt. Der l\u00e4ndlich gepr\u00e4gte Raum wird als ruhiger und attraktiven Lebensort abseits der Gro\u00dfst\u00e4dte positioniert, gleichzeitig wird seine individuelle Baukultur bewahrt. Zum Projekt:\u00a0<a href=\"https:\/\/metropolregion.hamburg.de\/zukunftsagenda\/planung\/raeumliches-leitbild\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/metropolregion.hamburg.de\/zukunftsagenda\/planung\/raeumliches-leitbild\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm). 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