{"id":56324,"date":"2023-12-10T06:19:00","date_gmt":"2023-12-10T04:19:00","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=56324"},"modified":"2023-12-08T10:22:33","modified_gmt":"2023-12-08T08:22:33","slug":"nachhol-ausbildung-als-2-chance","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2023\/12\/10\/nachhol-ausbildung-als-2-chance\/","title":{"rendered":"Nachhol-Ausbildung als 2. Chance"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm). <\/strong>Es geht um die zweite Chance im Job \u2013 um die nachgeholte Berufsausbildung. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gastst\u00e4tten (NGG) hat Unternehmen im Herzogtum aufgerufen, eine Fachkr\u00e4fte-Offensive in ihren Betrieben zu starten. \u201eEine L\u00f6sung liegt da besonders nah: Eine \u201aNeustart-Chance\u2018 f\u00fcr die Besch\u00e4ftigten, die keine Berufsausbildung haben. Um sie sollten sich Betriebe deutlich mehr k\u00fcmmern. Immerhin gibt es im Herzogtum Lauenburg rund 6.570 sozialversicherungspflichtig Besch\u00e4ftige ohne Berufsabschluss. Das sind gut 13 Prozent der Erwerbst\u00e4tigen\u201c, sagt Silke Kettner. Die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der NGG Hamburg-Elmshorn beruft sich dabei auf Angaben der Arbeitsagentur.<\/p>\n\n\n\n<p>Menschen ohne Ausbildung gezielt zu f\u00f6rdern, sei ein wichtiger Aspekt im Kampf gegen den Fachkr\u00e4ftemangel. \u201eEin schlechter Schulabschluss, eine fr\u00fche Schwangerschaft, Schwierigkeiten im alten Ausbildungsbetrieb oder in der Berufsschule \u2013 es gibt viele Gr\u00fcnde, warum Besch\u00e4ftigte in jungen Jahren eine Ausbildung abgebrochen oder gar nicht erst begonnen haben. Es w\u00e4re aber falsch, sie als \u201aewig Ungelernte\u2018 abzustempeln. Fair ist es, diesen Menschen eine zweite Chance zu geben. Erst recht, da in den meisten Branchen ohnehin Fachkr\u00e4fte h\u00e4nderingend gesucht werden \u2013 in der Lebensmittelindustrie genauso wie in Hotels, Restaurants oder B\u00e4ckereien\u201c, sagt Silke Kettner von der NGG Hamburg-Elmshorn.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Perspektive von Besch\u00e4ftigten ohne Berufsausbildung sei ansonsten, ein Berufsleben lang als Hilfskraft bei schlechterer Bezahlung arbeiten zu m\u00fcssen. NGG-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Silke Kettner ruft Besch\u00e4ftigte ohne Berufsabschluss auf, das Thema \u201eNachhol-Ausbildung\u201c offensiv im Betrieb anzusprechen: \u201eWenn ein Chef sieht, dass jemand die Motivation hat, mehr aus sich zu machen und sich f\u00fcr das Unternehmen zu qualifizieren, kann er das kaum ablehnen.\u201c Es sei allerdings wichtig, dass neben der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung auch die Belegschaft motivierte Besch\u00e4ftigte unterst\u00fctzt. \u201eIdeal ist es, wenn es einen Betriebsrat gibt. Dann ist der n\u00f6tige R\u00fcckenwind quasi garantiert\u201c, so Kettner.<\/p>\n\n\n\n<p>Au\u00dferdem f\u00f6rdere die Arbeitsagentur etliche Qualifizierungen. Die NGG Hamburg-Elmshorn r\u00e4t Betriebsr\u00e4ten und Besch\u00e4ftigten, aber auch den Gesch\u00e4ftsf\u00fchrungen von Unternehmen, sich \u00fcber Angebote der Arbeitsagentur zu informieren (www.arbeitsagentur.de\/unternehmen\/finanziell\/foerderung-von-weiterbildung). F\u00fcr Unternehmen sei das besonders interessant. Denn Lehrgangskosten k\u00f6nnten teilweise oder sogar vollst\u00e4ndig \u00fcbernommen werden. Auch Zusch\u00fcsse zum Lohn, der bei einer Weiterbildung weitergezahlt werde, seien m\u00f6glich. \u201eWichtig ist, dass einer im Betrieb die F\u00e4den zusammenh\u00e4lt und alles koordiniert. Am besten der Betriebsrat\u201c, sagt NGG-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Silke Kettner.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Herzogtum nutzen bereits Besch\u00e4ftigte die Chance, sich f\u00fcr einen Berufsabschluss fit zu machen. Es seien jedoch zu wenige: So registrierte die Arbeitsagentur nach Angaben der NGG im ersten Halbjahr dieses Jahres lediglich 23 Qualifizierungen, an deren Ende ein Berufsabschluss steht. \u201eDa ist noch reichlich Luft nach oben\u201c, sagt Silke Kettner.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Nachholen einer Ausbildung und trotzdem \u201enebenbei weiterzuarbeiten\u201c, das sei allerdings eine Herausforderung. In Berufen mit Saisonarbeit lasse sich dies jedoch \u201erelativ gut unter einen Hut bringen\u201c. Ein Beispiel daf\u00fcr sei die Lebensmittelbranche. \u201eHier gibt es oft Saisonphasen. Weiterbildungsmodule sollten dann m\u00f6glichst in die Zeiten gelegt werden, in denen die Produktion nicht voll ausgelastet ist. Das gilt auch f\u00fcr die Hotellerie oder Gastronomie: Es gibt in der Regel immer Phasen, in denen nicht gerade Hochbetrieb herrscht\u201c, so Silke Kettner.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Qualifizierung ungelernter Mitarbeiter sei eine Investition ins Betriebs-Know-how. Gleichzeitig sichere eine nachgeholte Ausbildung Besch\u00e4ftigten aber auch einen h\u00f6heren Lohn und vor allem eine bessere Perspektive im Berufsleben. \u201eWer eine Ausbildung in der Tasche hat, ist auf dem Arbeitsmarkt einfach gefragter\u201c, sagt NGG-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Kettner.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm). Es geht um die zweite Chance im Job \u2013 um die nachgeholte Berufsausbildung. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gastst\u00e4tten (NGG) hat Unternehmen im Herzogtum aufgerufen, eine Fachkr\u00e4fte-Offensive in ihren Betrieben zu starten. \u201eEine L\u00f6sung liegt da besonders nah: Eine \u201aNeustart-Chance\u2018 f\u00fcr die Besch\u00e4ftigten, die keine Berufsausbildung haben. Um sie sollten sich Betriebe deutlich mehr k\u00fcmmern. 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