{"id":53488,"date":"2023-08-17T06:59:00","date_gmt":"2023-08-17T04:59:00","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=53488"},"modified":"2023-08-16T10:08:26","modified_gmt":"2023-08-16T08:08:26","slug":"lebensmittelbetrug-auf-die-spur-kommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2023\/08\/17\/lebensmittelbetrug-auf-die-spur-kommen\/","title":{"rendered":"Lebensmittelbetrug auf die Spur kommen"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Herzogtum Lauenburg\/Kiel (pm).<\/strong> \u00a0Pangasius statt Seezunge, Cashews statt Pinienkerne, Konventionelles in der Bioverpackung: immer wieder werden Verbraucherinnen und Verbraucher get\u00e4uscht. Um sich dar\u00fcber zu informieren, welchen Beitrag die Lebensmittel\u00fcberwachung bei der Aufdeckung von Lebensmittelbetrug (Food Fraud) leistet, besuchte Verbraucherschutzminister Werner Schwarz am Dienstag, 15. August im Rahmen seiner Sommertour das Landeslabor Schleswig-Holstein (LSH) in Neum\u00fcnster.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eLebensmittelsicherheit ist eine der tragenden S\u00e4ulen des Verbraucherschutzes. Gerade im gesundheitlichen Verbraucherschutz hat die analytische \u00dcberpr\u00fcfung der Echtheit wie auch der Herkunftsnachweis von Lebensmitteln zunehmend an Bedeutung gewonnen. Globalisierte Warenstr\u00f6me und die damit verbundenen komplexen Lieferbeziehungen haben Betr\u00fcgern zus\u00e4tzliche M\u00f6glichkeiten er\u00f6ffnet. Das Landeslabor leistet mit seiner Arbeit einen wichtigen Beitrag, um Betrug und Verbrauchert\u00e4uschung in der Lebensmittelkette m\u00f6glichst fr\u00fchzeitig aufzusp\u00fcren und zu vermindern\u201c, sagte Schwarz.<\/p>\n\n\n\n<p>Unter Lebensmittelbetrug ist das vors\u00e4tzliche Inverkehrbringen von Lebensmitteln zu verstehen, deren tats\u00e4chliche Beschaffenheit nicht mit ihrer Kennzeichnung \u00fcbereinstimmt. Die vors\u00e4tzliche T\u00e4uschung zielt in der Regel auf einen finanziellen oder wirtschaftlichen Vorteil ab. Neben Falschdeklarationen hat hierbei vor allem die Streckung durch Zus\u00e4tze mit lebensmittelfremden Stoffen vermehrt an Bedeutung gewonnen, wie beispielsweise der Verschnitt von Oliven\u00f6len mit anderen Speise\u00f6len. Bei dieser spezialisierten Form von Betrug wird mit hohem Aufwand eine Imitation des hochwertigen Ziellebensmittels auf den Markt gebracht.<\/p>\n\n\n\n<p>Diesem Betrug auf die Spur zu kommen und ihn zu unterbinden ist eine der Aufgaben des LSH. \u201eEin aktueller technischer Standard ist hierf\u00fcr unabdingbar, um mit der hochtechnisierten Lebensmittelindustrie weltweit mithalten zu k\u00f6nnen,\u201c so LSH-Direktorin Dr. Christine Bothmann. Ebenso wichtig sei auch das gut ausgebildete Fachpersonal, dass unterschiedlichste Analysetechniken nutzt und weiterentwickelt, um bekannte und bislang unbekannte Wege von Food Fraud aufdecken zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch im Bereich der regionalen Vermarktung stellt Food Fraud eine Gefahr dar. Immer wieder kommt es zu T\u00e4uschungen in Bezug auf die Herkunftsangaben. Diese sind f\u00fcr viele Verbraucherinnen und Verbraucher eine f\u00fcr das Erzeugnis wertbestimmende Information. Da aber jede Herkunft spezifische Eigenschaften &#8211; vergleichbar mit einem menschlichen Fingerabdruck &#8211; aufweist, kann das LSH ermitteln, ob ein Produkt aus Schleswig-Holstein kommt oder durch nicht-regionale Produkte gestreckt beziehungsweise ersetzt worden ist. In Einzelf\u00e4llen ist es sogar m\u00f6glich, die Produktionsart und nicht nur die lokale Herkunft zu bestimmen. \u201eHierf\u00fcr m\u00fcssen gro\u00dfe Datenbanken f\u00fcr Vergleichswerte gef\u00fcllt und in der Folge ausgewertet werden. Forschung und Vollzug arbeiten dabei eng zusammen\u201c, so Dr. Bothmann.<\/p>\n\n\n\n<p>Verbraucherinnen und Verbraucher m\u00fcssen sicher sein k\u00f6nnen, dass ihre Lebensmittel gesundheitlich unbedenklich, hygienisch einwandfrei und richtig gekennzeichnet sind. \u201eEs muss drin sein, was draufsteht. Es muss eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit sein, dass jeder, der Teil dieser langen Wertsch\u00f6pfungskette ist, die ihm per Gesetz vorgegebene Verantwortung f\u00fcr die Sicherheit seiner Produkte \u00fcbernimmt. Ich werde mich daf\u00fcr einsetzen, dass der gesundheitliche Verbraucherschutz gerade mit Blick auf die stetig steigenden Anforderungen auch in Zukunft weiter gest\u00e4rkt wird\u201c, so der Minister.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hintergrund<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Landeslabor Schleswig-Holstein (LSH) ist obere Landesbeh\u00f6rde und als zentraler beh\u00f6rdlicher Dienstleister und \u00dcberwachungsbeh\u00f6rde f\u00fcr den gesundheitlichen Verbraucherschutz zust\u00e4ndig. Es k\u00fcmmert sich um Tierseuchendiagnostik sowie um die \u00dcberwachung von Futtermitteln, die Anwendung von Tierarzneimitteln und um die Handelsklassen\u00fcberwachung von Lebensmitteln. Au\u00dferdem untersucht es Lebensmittel und Bedarfsgegenst\u00e4nde und im Rahmen eines Umweltmonitorings Gew\u00e4sser- und Bodenproben beispielsweise auf R\u00fcckst\u00e4nde von Pflanzenschutzmitteln. Zust\u00e4ndig f\u00fcr das Landeslabor ist das Ministerium f\u00fcr Landwirtschaft, l\u00e4ndliche R\u00e4ume, Europa und Verbraucherschutz (MLLEV) als Dienstaufsichtsbeh\u00f6rde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg\/Kiel (pm). \u00a0Pangasius statt Seezunge, Cashews statt Pinienkerne, Konventionelles in der Bioverpackung: immer wieder werden Verbraucherinnen und Verbraucher get\u00e4uscht. Um sich dar\u00fcber zu informieren, welchen Beitrag die Lebensmittel\u00fcberwachung bei der Aufdeckung von Lebensmittelbetrug (Food Fraud) leistet, besuchte Verbraucherschutzminister Werner Schwarz am Dienstag, 15. August im Rahmen seiner Sommertour das Landeslabor Schleswig-Holstein (LSH) in Neum\u00fcnster. 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