{"id":52724,"date":"2023-07-18T11:48:49","date_gmt":"2023-07-18T09:48:49","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=52724"},"modified":"2023-07-18T11:48:50","modified_gmt":"2023-07-18T09:48:50","slug":"haustierbisse-sofort-medizinisch-versorgen-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2023\/07\/18\/haustierbisse-sofort-medizinisch-versorgen-2\/","title":{"rendered":"Haustierbisse sofort medizinisch versorgen"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm). <\/strong>Viele Menschen\u00a0im Kreis Herzogtum Lauenburg\u00a0kraulen gern Nachbars Hund oder streicheln eine zutrauliche Katze. Doch das kann b\u00f6se Folgen haben: Etwa 50.000 Bissverletzungen ereignen sich j\u00e4hrlich in Deutschland. Die meisten werden durch Hunde und Katzen aus dem eigenen Haushalt oder der Nachbarschaft verursacht. Betroffen davon sind vor allem Kinder und Jugendliche. Auch wenn die Bisswunden oberfl\u00e4chlich oft harmlos aussehen, k\u00f6nnen durch die Z\u00e4hne Krankheitserreger in die Tiefe getragen worden sein. Besonders die spitzen Eckz\u00e4hne von Katzen beg\u00fcnstigen dies. \u201eTierbisse bergen ein hohes Infektionsrisiko, das leider h\u00e4ufig untersch\u00e4tzt wird. Wir empfehlen deshalb dringend allen Betroffenen\u00a0dem Kreis Herzogtum Lauenburg, bei Bissverletzungen unbedingt den Hausarzt aufzusuchen und die Wunde untersuchen und behandeln zu lassen\u201c, sagt AOK-Serviceregionsleiter\u00a0Reinhard Wunsch. Durch Tierbisse k\u00f6nnen zum Beispiel Wundstarrkrampf, Tollwut, Tular\u00e4mie oder Leptospirose \u00fcbertragen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch der friedlichste Vierbeiner kann sich einmal erschrecken oder bedroht f\u00fchlen und deshalb pl\u00f6tzlich zubei\u00dfen. Besonders betroffen sind Kinder, da sie zu pl\u00f6tzlichen Bewegungen neigen, die das Haustier in Schrecken versetzen k\u00f6nnen. Ungef\u00e4hr 25 Prozent aller Bisse erleiden Kinder unter sechs Jahren, etwa 34 Prozent im Alter von sechs bis 17 Jahren. Bei j\u00fcngeren Kinder dominieren Verletzungen im Kopf-Hals-Bereich, bei \u00e4lteren sind es die oberen und unteren Extremit\u00e4ten. Vorsorge ist hier der beste Ratgeber: Eltern sollten mit ihren Kindern \u00fcber den Umgang mit Tieren besprechen: Zum Beispiel, dass sie keine schlafenden Tiere st\u00f6ren sollen, ebenso nicht beim Fressen, und dass sie nicht ungefragt auf jeden fremden Hund zulaufen.<\/p>\n\n\n\n<p>Katzenbisse sind zwar seltener als die vom Hund, aber das Infektionsrisiko der Wunde ist deutlich h\u00f6her. Der Grund daf\u00fcr ist der Speichel des Stubentigers. Dieser enth\u00e4lt ungew\u00f6hnliche Erreger, die mit dem Biss in die Wunde gelangen. Das Infektionsrisiko eines Tierbisses liegt im Schnitt zwischen zehn und 20 Prozent, bei dem einer Katze hingegen zwischen 30 und 50 Prozent.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-rounded\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/aok-gesundheit-BU2_Haustierbisse_Katze_2023.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-52726\" width=\"728\" height=\"486\" srcset=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/aok-gesundheit-BU2_Haustierbisse_Katze_2023.jpg 1000w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/aok-gesundheit-BU2_Haustierbisse_Katze_2023-300x200.jpg 300w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/aok-gesundheit-BU2_Haustierbisse_Katze_2023-768x512.jpg 768w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/aok-gesundheit-BU2_Haustierbisse_Katze_2023-750x500.jpg 750w\" sizes=\"(max-width: 728px) 100vw, 728px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Wenn der Stubentiger zubei\u00dft, gelangen gef\u00e4hrliche Erreger vom Speichel in die Blutbahn, dadurch ist das Infektionsrisiko bei Katzenbissen h\u00f6her als bei Hundebissen. Foto: AOK, hfr.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Gerade kleinere Wunden schlie\u00dfen sich schon nach kurzer Zeit wieder und es scheint, es handele sich um eine harmlose, oberfl\u00e4chliche Verletzung. \u201eAuch mit einer vermeintlich kleinen Wunde sollten Betroffene unbedingt zum Arzt gehen. Denn bleibt die Bissverletzung unbehandelt, kann sie sich entz\u00fcnden und zu schweren und dauerhaften Sch\u00e4den an Muskeln, Sehnen, Nerven und Knochen f\u00fchren\u201c, sagt AOK-Serviceregionsleiter&nbsp;Wunsch. Sp\u00e4testens beim Auftreten von R\u00f6tungen, Schwellungen oder pochenden Schmerzen sollte der Arzt aufgesucht werden. Auch allgemeines Unwohlsein und Fieber k\u00f6nnen auf eine Infektion hinweisen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Arzt wird dann die Wunde medizinisch versorgen und bei Bedarf ein Antibiotikum verschreiben. Auch die Auffrischung der Tetanusimpfung kann vorgenommen werden. Die St\u00e4ndige Impfkommission (STIKO) empfiehlt, den Impfschutz gegen Tetanus alle zehn Jahre aufzufrischen \u2013 nach Verletzungen auch mal fr\u00fcher. \u201eUm den Impfstatus zu \u00fcberpr\u00fcfen, ist es gut, den Impfpass gleich in die Praxis mitzunehmen\u201c, sagt\u00a0Wunsch. Weitere Infos im Internet unter <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/www.aok.de\/nw\" target=\"_blank\">www.aok.de\/nw<\/a>, Rubrik Medizin &amp; Versorgung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm). Viele Menschen\u00a0im Kreis Herzogtum Lauenburg\u00a0kraulen gern Nachbars Hund oder streicheln eine zutrauliche Katze. Doch das kann b\u00f6se Folgen haben: Etwa 50.000 Bissverletzungen ereignen sich j\u00e4hrlich in Deutschland. Die meisten werden durch Hunde und Katzen aus dem eigenen Haushalt oder der Nachbarschaft verursacht. Betroffen davon sind vor allem Kinder und Jugendliche. 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