{"id":52576,"date":"2023-07-12T09:46:56","date_gmt":"2023-07-12T07:46:56","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=52576"},"modified":"2023-07-12T09:46:58","modified_gmt":"2023-07-12T07:46:58","slug":"sonnenmilch-flatrate-fuer-bauarbeiter-im-herzogtum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2023\/07\/12\/sonnenmilch-flatrate-fuer-bauarbeiter-im-herzogtum\/","title":{"rendered":"\u201eSonnenmilch-Flatrate\u201c f\u00fcr Bauarbeiter im Herzogtum"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm). <\/strong>Eine Sommer-Flatrate f\u00fcr Wasser und Sonnencreme auf dem Bau: Bauarbeiter, Fassadenreiniger oder Garten- und Landschaftsbauer im Kreis Herzogtum Lauenburg sollen gesund durch den Sommer kommen und im Job keine \u201eSonnen-Kompromisse\u201c machen. Das fordert die IG BAU\u00a0Hamburg. \u201eWer unter freiem Himmel arbeitet, hat ein enormes UV-Risiko. Gef\u00e4hrlich ist l\u00e4ngst nicht nur der akute Sonnenbrand. Die Haut vergisst nichts. Sie sammelt die Sonnenstunden \u2013 Jahr f\u00fcr Jahr: Die st\u00e4ndige Einstrahlung l\u00e4sst die Haut fr\u00fcher altern und kann zu Hautkrebs f\u00fchren\u201c, sagt Achim Bartels.<br><br>Der Bezirksvorsitzende der IG BAU warnt davor, \u201edie Sonne auf die leichte Schulter zu nehmen\u201c. Bartels fordert die Betriebe auf, beim Arbeitsschutz in den Sommermodus zu schalten: \u201eSonnencreme und Wasser muss es f\u00fcr die, die drau\u00dfen arbeiten, kostenlos geben. Es geht um eine Flatrate f\u00fcr Sonnenmilch und Wasser \u2013 bezahlt vom Chef. Wichtig dabei: Das ist kein Goodie, kein freiwilliger Service vom Betrieb. Nein, Durstl\u00f6schen ist Sache vom Chef. Genauso wie der Schutz vor intensiver Sonne.\u201c<br><br>Was mit der Handdesinfektion in der Corona-Pandemie geklappt habe, m\u00fcsse jetzt auch beim Sonnenschutz am \u201eOpen-Air-Arbeitsplatz\u201c zu schaffen sein: \u201eAus Desinfektionsmittel-Spendern sollten Sonnenmilch-Spender werden. Und die muss es auf allen Baustellen geben. \u00dcberall, wo unter praller Sonne gearbeitet wird, sollte es Gratis-Sonnencreme zum Einreiben geben \u2013 aus der Tube, aus der Flasche oder am besten eben gleich aus dem Spender. Das ist gut investiertes Geld der Unternehmen in den Arbeitsschutz\u201c, sagt Achim Bartels. Vorbild beim Umr\u00fcsten der Spender von Hygiene auf Sonnenschutz seien die Niederlande. Dort gebe es in diesem Sommer an \u00f6ffentlichen Pl\u00e4tzen bereits kostenlose Sonnencreme aus umfunktionierten Desinfektionsspendern.<br><br>Die IG BAU\u00a0Hamburg r\u00e4t allen \u201eDrau\u00dfen-Jobbern\u201c, auch selbst auf eine Sonnencreme mit m\u00f6glichst hohem Lichtschutzfaktor zu achten. \u201eGerade wer einen hellen Hauttyp hat, sollte zu einem Lichtschutzfaktor von mindestens 30, besser aber 50 greifen. Auch regelm\u00e4\u00dfiges Wassertrinken ist ein Muss. Sonnenmilch und Wasserflasche geh\u00f6ren genauso zum Job wie M\u00f6rtel und Maurerkelle\u201c, so IG BAU-Bezirksvorsitzender Bartels.<br><br>Die Faustregel beim Wassertrinken sei einfach: An hei\u00dfen Arbeitstagen alle 15 bis 20\u00a0Minuten ein volles Wasserglas \u2013 mindestens aber zweieinhalb Liter Fl\u00fcssigkeit am Tag, so die Empfehlung der IG BAU. \u201eMineralwasser oder kalte Tees gratis \u2013 das geh\u00f6rt zu jedem Sommerprogramm beim Arbeitsschutz\u201c, erkl\u00e4rt Achim Bartels. Und der Gewerkschafter bringt es noch einmal deutlich auf den Punkt: \u201eArbeitgeber sind bei Hitzearbeit dazu verpflichtet, Wasser oder andere nicht alkoholische Getr\u00e4nke zur Verf\u00fcgung zu stellen.\u201c Das sei in der Arbeitsst\u00e4ttenverordnung klar geregelt.<br><br>Heikel werde es vor allem in der Mittagszeit. Dann sei besondere Vorsicht geboten. \u201eDiese Faustregel hilft: Wenn der eigene Schatten kleiner ist als die K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe, dann ist die Gesundheitsgefahr besonders hoch. Zwischen 12 und 14\u00a0Uhr sollte der Gro\u00dfteil der Arbeiten in den Schatten verlegt werden. Dann ist maximaler Schutz angesagt\u201c, so Achim Bartels. Grunds\u00e4tzlich sei bei Arbeiten zwischen 11 und 16\u00a0Uhr besondere Vorsicht geboten. Wichtig sei au\u00dferdem, m\u00f6glichst viele Teile des K\u00f6rpers mit Kleidung zu bedecken. Dazu ein Praxis-Tipp des IG BAU-Bezirksvorsitzenden: \u201eEin am Helm fixierter Nackenschutz ist eine Kleinigkeit, die aber viel bringt.\u201c<br><br>F\u00fcr alle, die unter freiem Himmel arbeiten, hat die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) Tipps zum Schutz vor UV-Strahlung online gestellt: <a href=\"http:\/\/www.bgbau.de\/uv-schutz\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.bgbau.de\/uv-schutz<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm). Eine Sommer-Flatrate f\u00fcr Wasser und Sonnencreme auf dem Bau: Bauarbeiter, Fassadenreiniger oder Garten- und Landschaftsbauer im Kreis Herzogtum Lauenburg sollen gesund durch den Sommer kommen und im Job keine \u201eSonnen-Kompromisse\u201c machen. Das fordert die IG BAU\u00a0Hamburg. \u201eWer unter freiem Himmel arbeitet, hat ein enormes UV-Risiko. 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