{"id":51815,"date":"2023-06-18T06:29:00","date_gmt":"2023-06-18T04:29:00","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=51815"},"modified":"2023-06-16T10:33:35","modified_gmt":"2023-06-16T08:33:35","slug":"vergiftungen-im-heimischen-garten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2023\/06\/18\/vergiftungen-im-heimischen-garten\/","title":{"rendered":"Vergiftungen im heimischen Garten"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm). <\/strong>In den G\u00e4rten im Kreis Herzogtum Lauenburg wird jetzt wieder ausges\u00e4t, gepflanzt, gezupft und gem\u00e4ht. Die Gartensaison l\u00e4uft mit den steigenden Temperaturen auf Hochtouren. Doch Achtung: Von au\u00dfen ist es ihnen nicht anzusehen, aber einige heimische Gartenpflanzen sind giftig und k\u00f6nnen somit lebensgef\u00e4hrlich sein \u2013 vor allem f\u00fcr Kinder und Haustiere. So entfielen beim Giftinformationszentrum-Nord im vergangenen Jahr alleine 4.900 Anfragen auf Vergiftungs- oder Vergiftungsverdachtsf\u00e4lle mit Pflanzen. \u201eWir appellieren deshalb an alle Menschen aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg, sich vor dem Bepflanzen der heimischen Beete unbedingt dar\u00fcber zu informieren, welche Pflanzen und Str\u00e4ucher giftig sind und somit Gesundheitsgefahren ausl\u00f6sen k\u00f6nnen. Das gilt ebenfalls f\u00fcr Zimmerpflanzen\u201c, sagt AOK-Serviceregionsleiter Reinhard Wunsch.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn es um das Thema Giftpflanzen geht, denken viele Menschen zuerst an au\u00dfergew\u00f6hnliche Pflanzen in den Tropen. Jedoch gibt es in Bau- und Gartenfachm\u00e4rkten eine gro\u00dfe Anzahl an giftigen Pflanzen, die den heimischen Garten oder die Wohnung schm\u00fccken k\u00f6nnen. Viele dieser Pflanzen sind h\u00fcbsch anzusehen und werden deshalb h\u00e4ufig gekauft.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer die Bepflanzung seines Gartens plant oder Gr\u00fcnpflanzen in den eigenen Wohnbereich integrieren m\u00f6chte, sollte zun\u00e4chst \u00fcberlegen, von wem der Garten genutzt werden soll. Sind es ausschlie\u00dflich Erwachsene, ist die Anpflanzung von Giftpflanzen eher unproblematisch. Wenn jedoch Kinder oder Haustiere zum Haushalt geh\u00f6ren und somit den Garten nutzen oder in der Wohnung mit Zimmerpflanzen in Kontakt kommen k\u00f6nnten, dann bieten diese Pflanzen ein Gefahrenpotenzial.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Gefahr, die von Giftpflanzen ausgeht, ist oftmals schwer zu konkretisieren. Der Wirkstoffgehalt kann innerhalb der gleichen Art, von einer Pflanze zur n\u00e4chsten, stark schwanken. Es kann also sein, dass beispielsweise eine Goldregen-Pflanze im eigenen Garten weitaus giftiger ist als im Nachbargarten.<\/p>\n\n\n\n<p>Wichtig ist auch, dass jeder Mensch anders auf das Gift reagiert und die Pflanzen nicht f\u00fcr jeden Menschen gleich giftig sind. Grunds\u00e4tzlich ist auch das Risiko einer Vergiftung bei Kindern und Tieren gr\u00f6\u00dfer als bei Erwachsenen, da sie die Gefahr nicht erahnen k\u00f6nnen und von den sch\u00f6nen Bl\u00fcten oder saftigen Fr\u00fcchten der Pflanzen angelockt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die zehn gef\u00e4hrlichsten Giftpflanzen im Garten sind: Eibe, Blauregen, Oleander, Thuja, Buchsbaum, Eisenhut, Engelstrompete, Narzisse, Herbstzeitlose und Tollkirsche. Nat\u00fcrlich gibt es dar\u00fcber hinaus noch eine gro\u00dfe Anzahl weiterer Giftpflanzen f\u00fcr Menschen, die in vielen G\u00e4rten und Wohnbereichen zu finden sind. Deshalb ist es ratsam, sich bei Ungewissheit im Gartenfachmarkt zu informieren, bevor eine neue Pflanzenart den Weg in den eigenen Haushalt findet. Au\u00dferdem ist es immer ratsam, bei der Bepflanzung Gartenhandschuhe zu tragen. Bei der Gartenarbeit kann es schnell durch eine rostige Gartenschere, Dornen am Rosenstock oder Holzsplitter am Gartenzaun zu Verletzungen kommen. In der Erde lauern Krankheitserreger wie das Bakterium Clostridium tetani, das dann in die Wunde eindringen und die gef\u00e4hrliche Infektionskrankheit Tetanus (Wundstarrkrampf) ausl\u00f6sen kann.&nbsp; \u201eBevor die Hobbyg\u00e4rtner im Kreis Herzogtum Lauenburg mit dem Werkeln im Garten beginnen, sollten sie unbedingt ihren Tetanus-Impfstatus durch den behandelnden Hausarzt \u00fcberpr\u00fcfen und bei Bedarf auffrischen lassen\u201c, r\u00e4t Wunsch.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-rounded\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"667\" src=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/AOK-Gesundheit-Gefahr-giftige-Pflanzen.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-51817\" srcset=\"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/AOK-Gesundheit-Gefahr-giftige-Pflanzen.jpg 1000w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/AOK-Gesundheit-Gefahr-giftige-Pflanzen-300x200.jpg 300w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/AOK-Gesundheit-Gefahr-giftige-Pflanzen-768x512.jpg 768w, https:\/\/herzogtum-direkt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/AOK-Gesundheit-Gefahr-giftige-Pflanzen-750x500.jpg 750w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Zum Beginn der Gartensaison sollten sich die Hobbyg\u00e4rtner im Kreis Herzogtum Lauenburg unbedingt vor dem Bepflanzen der heimischen Blumenbeete, aber auch beim Kauf von Zimmerpflanzen dar\u00fcber informieren, welche Pflanzen giftig sind und somit Gesundheitsgefahren bergen. Foto: AOK, hfr.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Kinder und Haustiere sind besonders gef\u00e4hrdet, wenn giftige Pflanzen im Haushalt oder im Garten vorhanden sind. Da hilft auch keine Tetanus-Impfung. Im Falle einer Vergiftung gilt: Ruhe bewahren, Pflanzenteile aus dem Mund entfernen, Pflanzenteile zur Bestimmung aufheben, kein Erbrechen ausl\u00f6sen und sofort den Notruf 112 w\u00e4hlen. Auch die Experten des Giftinformationszentrums-Nord helfen rund um die Uhr kostenfrei unter der Rufnummer 0551 \u2013 19240 weiter. Der \u00e4rztliche Leiter des GIZ-Nord, Dr. Martin Ebbecke, sagt hierzu: \u201eVon insgesamt 50.000 Anfragen, die bei uns im Jahr 2022 zu allen Vergiftungsarten eingingen, entfielen alleine auf den Bereich \u201agiftige Pflanzen\u2018 4.900 Anfragen. Die meisten Erkundigungen holten Hobbyg\u00e4rtner dabei zu den giftigen Pflanzen Eibe, Wolfsmilch und Goldregen ein\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Informationen zum Thema giftige Gartenpflanzen gibt das Giftinformationszentrum-Nord unter <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/www.giz-nord.de\" target=\"_blank\">www.giz-nord.de<\/a> oder der Deutsche Allergie- und Asthmabund unter www.daab.de.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm). In den G\u00e4rten im Kreis Herzogtum Lauenburg wird jetzt wieder ausges\u00e4t, gepflanzt, gezupft und gem\u00e4ht. Die Gartensaison l\u00e4uft mit den steigenden Temperaturen auf Hochtouren. Doch Achtung: Von au\u00dfen ist es ihnen nicht anzusehen, aber einige heimische Gartenpflanzen sind giftig und k\u00f6nnen somit lebensgef\u00e4hrlich sein \u2013 vor allem f\u00fcr Kinder und Haustiere. 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