{"id":51113,"date":"2023-05-27T06:22:00","date_gmt":"2023-05-27T04:22:00","guid":{"rendered":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/?p=51113"},"modified":"2023-05-22T12:25:14","modified_gmt":"2023-05-22T10:25:14","slug":"gastro-branche-im-herzogtum-braucht-mehr-gute-ausbildungsplaetze","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzogtum-direkt.de\/index.php\/2023\/05\/27\/gastro-branche-im-herzogtum-braucht-mehr-gute-ausbildungsplaetze\/","title":{"rendered":"Gastro-Branche im Herzogtum braucht mehr gute Ausbildungspl\u00e4tze"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Herzogtum Lauenburg (pm).<\/strong> In der Diskussion um Fachkr\u00e4ftemangel appelliert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gastst\u00e4tten (NGG) an das Gastgewerbe im Kreis Herzogtum Lauenburg, mehr und vor allem bessere Ausbildungs-Perspektiven zu bieten. \u201eDas beste Mittel gegen Personalmangel ist, selbst auszubilden und dabei gleichzeitig auch f\u00fcr gute sowie attraktive Ausbildungsbedingungen zu sorgen\u201c, so die Gewerkschaftssekret\u00e4rin Anne Widder von der NGG Hamburg-Elmshorn. \u201eEs passt nicht zusammen, wenn die Gastronomie einerseits das Klagelied vom Fachkr\u00e4ftemangel anstimmt, andererseits viele Betriebe aber nicht bereit sind, Fachkr\u00e4fte selbst auszubilden und das zu attraktiven Rahmenbedingungen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Widder verweist in diesem Zusammenhang auf die Ergebnisse des aktuellen Betriebspanels des Instituts f\u00fcr Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit (IAB). Danach bilden bundesweit nur 16 Prozent aller Betriebe im Gastgewerbe aus. \u201eDas Gastgewerbe hat damit den niedrigsten Anteil an Ausbildungsbetrieben unter allen untersuchten Branchen. Zum Vergleich: In der Nahrungs- und Genussmittelwirtschaft liegt der Anteil der ausbildenden Betriebe bundesweit bei 48 Prozent\u201c, so Widder. \u201eNat\u00fcrlich haben wir gerade in der Gastronomie viele Kleinbetriebe. Sie haben es sicherlich schwerer, die notwendigen Voraussetzungen f\u00fcr eine qualifizierte Ausbildung zu schaffen als gr\u00f6\u00dfere Unternehmen. Dennoch lohnt es sich gerade auch f\u00fcr diese Betriebe, qualifizierten Nachwuchs im eigenen Haus aufzubauen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die NGG Hamburg-Elmshorn warnt eindringlich vor einer \u201eAusbildungs-Lethargie\u201c in der Gastronomie: \u201eAuch wenn die Azubi-Suche nicht einfach ist und gro\u00dfe Anstrengungen erfordert, ist es fatal, sich von der Ausbildung zu verabschieden und von vornherein keine Ausbildung anzubieten. Wer \u00fcberhaupt nicht ausbilden will und hier kein Engagement zeigt, darf sich \u00fcber Fachkr\u00e4ftemangel im eigenen Betrieb nicht wundern. Da sind die Nachwuchssorgen ein St\u00fcck hausgemacht\u201c, so NGG-Gewerkschaftssekret\u00e4rin Anne Widder.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig m\u00fcssten allerdings auch die Ausbildungsbedingungen f\u00fcr Jugendliche in der Gastro-Branche verbessert werden, so die NGG. Hier gebe es erheblichen Nachholbedarf. Widder: \u201eMehr Ausbildungspl\u00e4tze \u2013 aber mit guten und attraktiven Bedingungen. Das geht nur zusammen im Doppelpack\u201c. Anne Widder verweist in diesem Zusammenhang auf den aktuellen Ausbildungsreport des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Danach bewerten angehende Hotelfachleute sowie K\u00f6chinnen und K\u00f6che die Qualit\u00e4t ihrer Ausbildung als besonders schlecht. Beide Ausbildungen bilden, so der Report, unter den Ausbildungsberufen mit das Schlusslicht.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eGrunds\u00e4tzlich gilt, wer sich die M\u00fche macht, inhaltlich gut auszubilden und Auszubildende nicht als billige Arbeitskr\u00e4fte sieht, hat am Ende zufriedene Fachkr\u00e4fte&#8220;, so Anne Widder. Und genau hier bestehe dringender Handlungsbedarf: Vor allem seit der Neuordnung der betrieblichen Ausbildungsrahmenpl\u00e4ne, die seit dem Ausbildungsstart im August 2022 greifen, sei f\u00fcr die Betriebe einiges an Neuerungen in den Ausbildungsinhalten dazugekommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Widder: \u201eDas oft geh\u00f6rte Argument der Branche, dass schon jetzt die angebotenen Ausbildungspl\u00e4tze nicht besetzt werden k\u00f6nnten und man deshalb keine zus\u00e4tzlichen Pl\u00e4tze brauche, zieht damit nicht. Hier gibt es ein gewaltiges Imageproblem. Die Frage, warum man keine Bewerber findet, muss sich die Branche selbst stellen. Wenn die Ausbildungsbedingungen stimmen und der Job f\u00fcr Jugendliche attraktiv ist \u2013 insbesondere in puncto Arbeitszeit, Ausbildungsqualit\u00e4t und Bezahlung \u2013 lassen sich junge Menschen viel leichter gewinnen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzogtum Lauenburg (pm). 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